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Das Schreiben über Comics, die Sekundärliteratur, fristet hierzulande nach wie vor ein Nischendasein. Zwar gibt es mittlerweile eine gesteigerte Aufmerksamkeit der Feuilletons, reichlich Material im Internet und relativ viele wissenschaftliche Publikationen, die sich mit Comics beschäftigen; doch es erscheinen nur ganz wenige Periodika, die sich in regelmäßigen Abständen mit dem Medium in all seinen Facetten beschäftigen. Neben der Comixene und dem Comic!-Jahrbuch des ICOM ist hier vor allem Volker Hamanns Reddition zu nennen, die schon seit 1984 monothematische Dossiers veröffentlicht. Donnerstag, 07. Juli 2011
Die alte Weisheit, nach der man ein Buch nie nach seinem Cover beurteilen solle, trifft hier in vollem Umfang zu. Der Umschlag glänzt (wortwörtlich) mit silbernen Glitzereffekten im Stil einer Diskokugel, dazu tanzt ein fröhlicher Snoopy, umrahmt von einem pinkfarbenen Titelschriftzug. Das wirkt von außen, als hätte man es hier mit einem lustigen "Spiel und Spaß mit den Peanuts"-Buch zu tun, gefüllt mit Rätseln, Spielen, Gags und ein paar Comics. Das Gegenteil ist der Fall. Donnerstag, 07. April 2011
Die Welt der deutschsprachigen Fachmagazine, die sich mit Comics beschäftigen, ist ziemlich überschaubar. Trotzdem erscheinen, verteilt auf diverse Publikationen mit ganz unterschiedlichen Erscheinungsweisen, Schwerpunkten und Zielgruppen, im Laufe eines Jahres doch eine ganze Menge Interviews, Rezensionen und Fachartikel. Wer regelmäßig eines oder mehrere dieser Magazine und Jahrbücher liest, kennt bestimmt das Problem: Man erinnert sich, irgendwo mal einen bestimmten Artikel gelesen zu haben, möchte es gerne nachlesen, weiß aber nicht mehr in welchem Magazin und in welcher Ausgabe er stand. Mittwoch, 30. März 2011
Man sollte meinen, über manche Dinge sei alles gesagt, was man darüber sagen kann. Zum Beispiel über Tim und Struppi. Hergés berühmte Abenteuerserie gilt gemeinhin als der Beginn der europäischen Comic-Tradition und wurde bereits vielfach untersucht und betrachtet. Dem fügt jetzt der Brite Tom McCarthy eine neue Lesart hinzu. Donnerstag, 23. Dezember 2010
Würde man die Seiten dieses Buchs nebeneinander auslegen, könnte man darin auf zwei Tore Fußball spielen: Knapp 15 Pfund bringt die Chronik zum 75-jährigen Jubiläum des amerikanischen DC-Verlags auf die Waage, und es wird schnell deutlich, dass auch sonst bei der Aufmachung nicht gekleckert worden ist. Mit seinen 721 auf dickem Papier gedruckten Seiten im A3-Format mutet der Band wie ein Museumskatalog an. Montag, 22. November 2010
Den Urcomic, die Geburtsstunde dieser Kunstform festzulegen, ist der heilige Gral der Comicforschung; jeder würde ihn gerne anfassen, doch ist die fortwährende Suche nach ihm das eigentliche Ziel. Auf diese Reise haben sich nun auch Jens Balzer und Lambert Wiesing in Outcault: Die Erfindung des Comic gemacht. Sie haben den Comicstrip The Yellow Kid eingehend studiert und erzählen von der „stehenden Figur“, vom Großstadt-Flaneur und vom besonderen Status der Sprechblase in diesem Comicstrip. Dabei bringt der dritte Band der yellow-Serie einen frischen gelben Wind in die deutsche Comicforschung.
Sonntag, 23. Mai 2010
Selten hat es ein Cover geschafft, die Essenz eines Buches so gut einzufangen, wie das Titelbild von Erotische Comics. Unser voyeuristischer Blick gleitet von den roten High Heels langsam über die Strapse nach oben. Er umspielt einen kleinen Augenblick zu lange das wohlgeformte Hinterteil; erst dann führt er uns weiter über das adrette weiße Kleidchen und über die süße Schleife hin zu einem wilden Rotschopf. Gelenkt von unserer male gaze nehmen wir Stück für Stück wahr, wie sich die einzelnen Details zu einer kompletten Frau zusammenfügen, die ihrerseits jemanden durch ein Schlüsselloch beobachtet. Obwohl nicht wir das Objekt ihrer Begierde sind, wird uns schlagartig klar, dass wir sie mit unseren Augen ausgezogen haben. Ein Gefühl der Scham setzt ein. Dieses ständige Spiel zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Betrachten und betrachtet werden, verfolgt Autor Tim Pilcher über zwei Jahrhunderte und gibt dem geneigten Leser dabei einen interessanten Einblick in das stets wechselnde Verhältnis von Kultur und Sexualität.
Sonntag, 14. März 2010
Ein
Buch über Comics zu verfassen, ist ein genauso großer Drahtseilakt wie
die Adaption einer literarischen Vorlage für die große Leinwand.
Ständig wird man zwischen künstlerischer Eigenständigkeit und Werktreue
balancieren müssen, um sich selbst, dem Publikum und dem Markt gerecht
zu werden. Obwohl die perfekte Besänftigung all dieser Gruppen einem
Wunschtraum gleichkommt, hat sich Comicredakteur Klaus Schikowski mit Die großen Künstler des Comics
(im Edel Verlag erschienen) einer solchen Aufgabe gestellt. Als
Gegenstand und auch als Unterstützung für das Projekt hat sich
Schikowski 34 große Comic-Künstler von Rudolph Dirks bis hin zu Marjane
Satrapi mit aufs Drahtseil geholt.
Freitag, 27. November 2009
Seit mehr als einem Jahr nun färben sich die Träume von deutschen
Comicwissenschaftlern in sattem Gelb, denn im Januar 2008 gründete der
wissenschaftliche Mitarbeiter der Ruhr-Universität Bochum, Christian A.
Bachmann, seinen gleichnamigen Verlag. Bachmann setzt dabei mit seiner
gelben Reihe "yellow: Schriften zur Comicforschung" genau auf die
Nische, die bisher von der deutschen Verlagsgemeinde vernachlässigt
wurde, auf die Comic-Wissenschaft. Das Gelb, so Bachmann im Vorwort zum
ersten Band der Reihe, soll an den gelben Schlafrock von Mickey Dugan
erinnern, aus Outcaults cartoon strip The Yellow Kid, der für viele Wissenschaftler die Geburtsstunde des Comics markiert. Der zweite Band Ingenieur der Träume – Medienreflexive Komik bei Marc-Antoine Mathieu von Dr. Rolf Lohse ist nun in der zweiten Auflage erschienen.
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Für den Sonderband „Comics, Mangas, Graphic Novels“ der Reihe
Text+Kritik erforschten die Wissenschaftler, angeführt von Gastherausgeber Andreas C. Knigge, die Werke von
Comic-Künstlern wie Robert Crumb, Will Eisner, Jacques Tardi und auch
von eher comicfremden Künstlern wie dem argentinischen Autor Julio
Cortázar. Leider scheint dabei die Graphic Novel, die
Blaue Blume des Comics, nicht nur Rechtfertigung für ein
solches Projekt zu sein; sie ist immer auch des Pudels Kern, denn fast
kein Wissenschaftler kann an ihr vorbeigehen, ohne sie zu würdigen.
Samstag, 25. Juli 2009
Zum 25. Jubiläum feiert die Reddition, Deutschlands Zeitschrift für
Graphische Literatur, sich selbst und das Medium "Comic" mit einer
fast hundert Seiten starken Doppelausgabe (Band 49 und 50) und dem
Titelthema "Comics und Literatur". Seit 1984 liefert dieses
ambitionierte Projekt ausführliche Porträts und Dossiers über
europäische, amerikanische und auch japanische Comics und deren
Künstler. Dabei lag der Schwerpunkt der Publikation stets auf der exakt
aufgearbeiteten Präsentation von historischen Fakten über Comics,
interessanten Hintergrundinformationen über Künstler und original
Bildmaterial der entsprechenden Publikationen. Zum Jubiläum versuchte
man in gewohnter Qualität nachzulegen und auch endlich dem Untertitel
der Zeitschrift für Graphische Literatur mehr Aufmerksamkeit zu
schenken.
Freitag, 24. Juli 2009
Schlägt man heutzutage ein beliebiges Interview mit einem Comic-Zeichner auf, so kann man mit ziemlicher Sicherheit mit dem Auftauchen des Wortes "Illustration" rechnen. Im Comic-Jargon hat dieser Begriff einen faden Beigeschmack, denn in den Augen der Leser handelt es sich dabei um jene böse Arbeit, zu der Comiczeichner aus finanzieller Not heraus gezwungen werden. Illustrationen scheinen ihnen die kostbare Zeit für ihre eigentliche Arbeit, das Zeichnen von Comics, zu rauben. In dem im Februar erschienenen und herrlich illustrierten Band Geduld und Gorillas gelingt es Herausgeber Pierre Thomé, dieses Vorurteil Stück für Stück zu entkräften. Der Mitbegründer des Comic-Magazins Strapazin legt ein Buch - erschienen im Schweizer Niggli Verlag - vor, das neben Non-Fiction, Werbung und Design den Comic als nur ein mögliches Endprodukt unter vielen im Bereich der Illustration vorstellt. Wie bereits der Untertitel verrät, wird außerdem noch erläutert, warum und wie Illustratoren "gemacht werden".
Samstag, 09. Mai 2009
Im ostwestfälischen Bielefeld gastiert noch bis zum 5.April 2009 die Ausstellung Jahrhundert der Comics - Die Zeitungs-Strip-Jahre. Dabei zeigt das Museum Huelsmann, unter Leitung von Kurator Dr. Alexander Braun, frühe amerikanische Zeitungs-Strips, die so bisher in Deutschland noch nicht zu sehen waren. Die Sammlung, die fast ausschließlich aus dem Privatbesitz des Kurators selbst stammt, führt den deutschen Leser in eine Welt der Zeitungscomics ein, die eigentlich als Wegwerfkultur gedacht war. Ein gern gesehener Begleiter jeder Museumsausstellung - hat man selbige nun besucht oder auch nicht - ist immer der entsprechende Katalog zur Ausstellung. Auf den bebilderten Seiten des stattlichen Folianten findet der Leser neben Reproduktionen der Exponate einen unerlässlichen Fundus an Informationen über die frühen Strips und deren geschichtlichen Kontext. Im Fall dieses begleitenden Katalogs geht jedoch das gedruckte Wort in all seiner Fülle über die Kraft der ausgestellten Bilder hinaus. Montag, 09. Februar 2009
Die Geschichte der Comic-Wissenschaft ist eine Geschichte vieler Missverständnisse. Sicherlich verdient jede Bemühung, diese Missverständnisse aufzuklären, zunächst einmal unser Lob, ohne dabei auf Onomatopoesie im Titel („Pow! Peng! Die Welt der Comics") zurückzugreifen. Jabok F. Dittmar hat gerade einen solchen Versuch mit dem simplen Titel Comic-Analyse bei der UVK Verlagsgesellschaft veröffentlicht. Bereits auf dem Klappentext verspricht der Verlag "eine Systematisierung des Blicks auf den Comic", was ja im Prinzip eine gute Sache ist, doch leider vollzieht Dittmar diesen Blick nicht ganz so systematisch wie angekündigt.
Sonntag, 16. November 2008
Während die Produktion von wissenschaftlichen Büchern über Comics in Amerika floriert, existiert auf dem deutschen Markt nur sehr wenig Literatur über die neunte Kunst. Verleger Christian A. Bachmann möchte das mit seinem gleichnamigen Verlag ändern und hat sich dazu mit Batman und dem Wissenschaftler Lars Banhold für ein recht dynamisches Duo entschieden, das pünktlich zum zweiten Batman-Film von Christopher Nolan bereits in die zweite Auflage geht. Der Band ist kein bloßer historischer Abriss über den Comic-Superhelden Batman, sondern vielmehr eine interessant zu lesende, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Konstruktion eines Helden.
Donnerstag, 02. Oktober 2008
"Ganz Gallien ist besetzt. Ganz Gallien? Nein. Ein kleines gallisches Dorf ..."
An diesem ersten Satz und den sich daraus entwickelnden Geschichten erfreuten und erfreuen sich noch immer Millionen von Lesern rund um die Welt. Sie folgen den Geschichten von Asterix und Obelix, reisen mit ihren Helden in fremde Länder und lösen die Probleme des kleinen gallischen Dorfes. Meist sind diese Probleme mit ein bisschen Zaubertrank und etwas Geschick zu lösen. Doch was würde passieren, wenn Miraculix, der Druide, nicht mehr in der Lage wäre, den Zaubertrank herzustellen? Würde das Dorf von Asterix, wie wir es kennen, zusammenbrechen? Diese und andere Fragen bezüglich der politischen Lage in Goscinnys und Uderzos gallischem Paralleluniversum stellt sich der finnische Autor und Politologe Keijo Karjalainen in seinem Buch Politix: Asterix und Politik.
Montag, 01. September 2008
Zum siebten Mal hat der ICOM (Interessenverband Comic e.V.) ein Jahrbuch herausgegeben, in dem er wie gewohnt durch viele Interviews und Artikel das vergangene Jahr Revue passieren lässt und Ausblick auf das kommende gibt. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Manga, es werden aber auch andere Themen wie Cartoon, Trickfilm, der internationale Markt sowie die Preisträger des ICOM Independent Comic-Preises 2006 behandelt.
Für eigentlich jeden an Comic-Hintergrundwissen Interessierten findet sich in diesem dicken und schön gelayouteten Wälzer etwas.
Donnerstag, 09. November 2006
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