JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Sulzbach-Rosenberg (Oberpfalz): Ächz, Seufz, Zack, Bumm ?!? - Literatur und C...
24.05.2012
(Ausstellung) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival)
von Frauke Pfeiffer Dienstag, 06. Mai 2008
Die 3. Runde unseres Wettbewerbs Das Comic-Duell 2008.
Thema dieser 3. Runde:
Geistesblitz
Jeweils zwei Zeichner treten gegeneinander ein, nur einer kann weiterkommen. Die Kombinationen wurden per Zufall ermittelt.
Duelle:
1. Duell: Till Felix gegen David Füleki
Nr. 23
von Till Felix
Nr. 24
von David Füleki
Eckart:
Till, Till, Till. Das hast du dir ja fein ziseliert ausgedacht, die Punchline ist nicht die aller neueste, die Regenatmo kommt etwas arg ernstipernsti melancholisch daher, doch so viel muss gesagt sein: du bist einer der schnellsten und originellsten Schützen auf diesem unserem OK Corral und würdest fast jeden der heutigen Teilnehmer mühelos in seinen schweissgetränkten Stiefeln sterben lassen. Doch um die staubige Ecke hinterm General Store biegt… El Füleki, der Gnadenlose. Auch er heute recht nachdenklich und ernst, doch einmal mehr pflastert Surrealismus seinen Weg. Der Stil wie stets magisch-realistisch, der Twist der Story bitter, doch ich will ehrlich sein, es warn die aufgemalten Fenster, mit denen er mich gewonnen und seinen Konkurrenten in den Staub gestreckt hat.
So long, Till, dein Beitrag war der zweitbeste in dieser Runde. Doch was Zweitbester beim Duell bedeutet, darüber hat Kollege Dinter ja bereits trefflich referiert.
Ans:
Potzblitz, ein völlig unerwarteteter Ausgang im ersten Duell! Die voll konzentrierten Präzisionsschützen Till und David verfehlen sich wie durch ein Wunder gegenseitig - die haarscharf aneinander vorbei rauschenden Kugeln treffen statt dessen die beiden sich im Hintergrund müßig die Eier schaukelnden Kontrahenten aus Team 2 und strecken beide auf der Stelle nieder.
Wie konnte das passieren?
Till Felix' Comic weist Hand und Fuß auf - eine runde kleine Kurzgeschichte mit Themenbezug, Fleißbonus und schwarzhumorigen Touch zum Finale. Die Strichel-Zeichnungen passen sehr gut zum Konzept (sowas gibt’s nämlich auch, nur mal als Tipp für einige nicht näher bezeichnete Duellkollegen! Nicht ungewürdigt soll auch der kleine Gimmick mit der Rad-Iris verhallen). Insgesamt nett. Und die sichere Garantie für den siegreichen Abzug aus dieser Duellrunde.
Knapp dahinter überrascht auch Füleckis Kontra durch vormals ungeahnte Bereitschaft zum schlüssigen Erzählfluss. Ich mag die aufgemalten Fenster … und die intelligente Schlußfolgerung des Beitragsbewohners. Na also, geht doch! Der Trostpreis im Duell ist zwar eine wenig heiß begehrte Auszeichnung, aber solange die unmittelbaren Nachfolger durch ihre Beiträge Deus Ex Machina heraufbeschwören, lässt sich's damit weiterleben.
Stefan:
23 vs. 24 Die rechte und die rechte Hand des Teufels
Holla! "Quickdraw" Felix und Füleki "the Kid" in einem Duell auf Tombstone-Niveau! Beide setzen auf Epos, beide beherrschen ihre Stile offensichtlich traumwandlerisch, beide frönen dem sog. "schwarzen" Humor (des schwarzen Humors? Der schwarzen Humorigkeit? Go figure). Wäre jeder von ihnen jeweils gegen einen der anderen Duellanten angetreten, sie wären beide Sieger. Aber heute muss einer der beiden den Staub küssen. Und während bei Mister Füleki die einzelnen Panels mehr ziehen (ich sage nur "aufgemalte Fenster"!), biegt die trockene Rechte des ollen Felix die Geschichte besser rund. Und so schwingen die Saloontüren der Ewigkeit heute für: David Füleki. Sorry. Auf hohem Niveau abgetreten.
Unentschieden! Beide ziehen gleich schnell und kommen weiter.
2. Duell: Adrian vom Baur gegen Grayman
Nr. 25
von Adrian vom Baur
Nr. 26
von Grayman
Eckart:
Vom Baur und Grayman stiefeln beide mit der gleichen lahmen Idee auf den Turnierplatz: Dem Geistesblitz wird gehuldigt, in dem man geringere Blitznamensvettern bemüht. Vom Baurs Schützenkünste bleiben hierbei Mittelmaß, doch er hat wenigsten die Chutzpe, den Gag direktmöglichst auf uns abzufeuern. Kombattant Grayman weicht feige auf die Toilette aus und ebendort trifft ihn das Projektil beim Scheissen. Requiescat in pace, Grayman.
Ans:
Allein die Texte können sich gegenseitig durch laue Rückgratlosigkeit kaum noch unterbieten. Hätten nicht die Kugeln aus obigem Duell ausgereicht um die „falschen“ Gegner haltlos zu durchsieben, wäre die Entscheidung sicher schwer gefallen – die Feuerkraft dieser Beiträge reicht ja kaum aus, um das Pulver den Lauf entlang zu schicken. Adrians Zeichnung gewinnt klar (das ist mal was, was ICH mir als Tapete vorstellen könnte, für den begehbaren Sicherungskasten). Drunterstehender Begleittext ist dagegen ungefähr so blitzdynamisch, als hätte ihn ein helles Kerlchen um 5 Uhr dreißig auf die Klotür des Schwarzen Ritters gepinselt. Für die äußerst ausgefeilte Witzfindung haben beide offenbar beim selben Spaßdealer eingekauft, um dann voll Scham über die abgekupferten Ideen erst recht nix mehr draus zu machen.
Grayman! Hab ich dich nicht letzte Runde gewarnt, dass ein Gegner aus einem völlig andren Duell mit einer so deutlich besseren Ausarbeitung des gleichen Gags nicht zu deiner Sicherheit beiträgt?!
Und die Strafe folgt auf den Fuß. Beide raus.
Stefan:
25 vs 26 Für eine Handvoll Oller
... währenddessen in Dawson City: "Slim" vom Baur und "The Grayman" arbeiten beide als Witzezeichner bei der Dawson City Gazette. Der eine holt sich seine Ideen in jahrzehntealten Ausgaben des Goldenen Blattes, der anderen aus einem Recyclingcontainer, in dem sich tausende alte Ausgaben der Coupé stapeln. Ihnen bei einem Duell zuzusehen, lässt den Anblick trocknender Farbe zu einem Unterhaltungsvergnügen geradezu galaktischem Ausmaßes werden. Oder kurz: mit den beiden Gags seid ihr nah dran, beide zu verlieren. Die Kugel fängt allerdings Adrian vom Baur, weil ich von ihm besseres, viiiiel besseres gewohnt bin, was wohl heißt, dass er diesmal zu langsam gezogen hat. Grayman kommt weiter, aber Achtung!
Wenn du in der nächsten Runde auf dem Niveau weiterluschst, gewöhn dich jetzt schon an den Geschmack von blauen Bohnen!
Unentschieden! Beide ziehen gleich langsam und kommen weiter.
3. Duell: Véro gegen Sirflow
Nr. 27
von Véro
Nr. 28
von Sirflow
Eckart:
Vero bastelt mädchenmäßig lustige Männchen aus Espressokannen, der andere Typ erzählt uns eine Geschichte, die hinten und vorne nicht stimmt. Leute, für den flinken Till wärt ihr alle beide Kanonenfutter gewesen. Doch die Welt ist ungerecht und nur Sirflow beisst verdient in den Staub, während Veros Mädchenmasche sie eine Runde weiter rutschen lässt.
Ans:
Irgendwie gefällt mir Veros kleine Geschichte - falls es denn eine ist. Leider bleibt mir das befreiende Auflachen am Ende der Comics verschlossen, weil ich aus der Zeichnung partout nicht erkennen kann, was die Gute sich da gebastelt hat. Ich interpretiere das mal als ihren persönlichen Teekannen- Ritter? In Bezug aufs Duell sicher eine mannhafte Stütze, die ihre Berufung auch nicht verfehlt!
Weiter.
Sirflow geht dagegen wenig mannhaft auf halber Strecke in die Knie und wählt den Guillotinen-Freitod um den herannahenden Geschoß der Schützin zu entgehen. Na, da hamwer aber den einfachen Weg raus genommen! War es vornehme Zurückhaltung oder doch nur fehlende Geisteskraft, welche die Runde entschieden hat?
Exit.
Stefan:
27 vs 28 Cat Ballou - Hängen sollst du in Erlangen
Das Lokalderby im Jazam!-Freudenhaus wurde ja schon allseits bibbernd erwartet, und spielt auf gutem Niveau mit. Der Duck of Death, English Flo, genannt Sirflow, gegen Calamity Vero - wer hätte sie je gegeneinander antreten lassen wollen? Die Würfel, wie auch immer sie "Fearless" Frauke Pfeiffer gezinkt haben mag, haben dieses Paar Duellanten zusammengeführt. Und die Jury wird sie trennen. Vero legt eiskalt mit sechs Schüssen, einer grandiosen Kombination von Charme, Strichführung, feinsten Soundwords, Detailverliebtheit, lavierter Tusche und hervorragend eingesetzter Schmuckfarbe vor - aber Sirflow haucht ihr mit bloßen zwei Treffern (Checkliste, "Guillotinetester", ich musste halt lachen, was soll's?) den Docht aus.
Sie Sand, er Sonnenuntergang.
Schneller gezogen hat Véro!
4. Duell: Lapinot gegen Captain Cumulus
Nr. 29
von Lapinot
Nr. 30
von Captain Cumulus
Eckart:
So, da hat Lapinot also endlich seinen Holster gefunden und feuert eine, zumindest halbwegs, witzige Salve in Richtung Jury ab. Immer noch sehr stylish, immer noch reichlich verkopft, aber sei’s drum, das passt schon.
Was Cumulus hingegen von mir will, erschliesst sich mir auch beim dritten Lesen nicht und siehe, der Sand färbt sich rot von des Captains Blut.
Ans:
Die Entscheidung fällt schwer – könnten die Kugeln der Recken aus Duell 1 womöglich die müßigen Schurken aus Team 2 glatt durchschlagen und noch die Halunken aus der vierten Reihe erwischen?
Aber gut. Dank Captain Cumulus todesverachtenden Engagements brauchen medizinisch fragwürdige Befunde wohl nicht bemüht zu werden. Durch die - ohnehin nicht leicht zu erreichende - fadeste Umsetzung derselben Grundidee hat er sich den Platz als breiteste Zielscheibe im Duell hart erkämpft. Da hilft auch Lapinots ausweichende Verzwuselung des Doofer-Affengags nicht mehr weiter. Ich möchte gar nicht anfangen zu erkunden warum der Herr Wissenschaftler nackich mit offenem Ärztekittel herumrennt und welche verborgenen Botschaften Lapinot uns mit dem Blitzer-Prof, dem haarigen Viech und der Banane mitteilen will. Cumulus Kontra ist in dieser Runde leider so platt, dass Lapinot uns in der nächsten Runde mit weiteren Einblicken in sein Unterbewusstsein überraschen darf.
Stefan:
29 vs 30 - The Outlaw Josey What?
Wie man hört, mussten Duellanten im gar wilden Westen oft seeehr nah aufeinander zugehen, um sich mit ihren mehr schlecht als recht gebauten Knarren überhaupt treffen zu können. Sollte dies wahr sein, so muss das Duell zwischen "Frenchie" Lapinot und Captain "Swiss Cheese" Cumulus in ungefähr 75cm Abstand stattgefunden haben. Beide waren schon besser, beide ruhen sich aus - und das, wo es hier um Leben und Tod geht! Machen wir's kurz: Captain Cumulus muss nach Boot Hill (Fremder, dein Gag wurde von Quickdraw Felix besser erzählt - und der war nicht mal in deiner Runde), Lapinot darf den Rauch aus seinem verrosteten Colt pusten - ein nackter Wissenschaftler und ein Affe namens Stuart haben ihn gerettet.
Schneller gezogen hat Lapinot!
Aufgrund des Unentschiedens in Duell 1 und 2 ziehen insgesamt 6 Leute in die Erlangener Live-Runde ein (22.05, abends nach der ICOM Independentcomicpreis-Verleihung) - dort werden in einer ersten Schnellrunde vier Leute für das Halbfinale ausgesiebt.














Neue Veranstaltung einsenden


