JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Benjamin Vogt Mittwoch, 14. Mai 2008
Mouse Guard handelt von einer organisierten,
vermenschlichten Gesellschaft der Mäuse im mittelalterlichen Jahr 1152. Als
Hauptfiguren dienen die drei Mitglieder der Mäusewache Lieam, Kenzie und Saxon,
die geschworen haben, das Reich der Mäuse zu schützen. Zu diesem Reich
gehören unter anderem auch das idyllische Städtchen Barkstone und die Festung Lockhaven.
Doch nicht nur, aus Sicht der Mäuse, riesige Schlangen und Krabben zählen zu
den Lebewesen, die zur direkten Bedrohung führen, auch untereinander führt die
Mäusezivilisation Krieg, denn die Armee der Schwarzen Axt macht sich auf den
Weg, Lockhaven einzunehmen. Die vielleicht letzte Rettung der drei Mäusewächter
ist ein lange verschollener, legendärer Krieger …
Mouse Guard ist sicherlich gewöhnungsbedürftig: Denkt man
beim ersten Durchblättern, man halte ein Märchenbuch in den Händen, so wird man
beim Lesen fasziniert sein, was für eine ernsthafte und einzigartige Erzählung
dahintersteckt. David Petersen erschuf hier eine Welt, die bis ins kleinste
Detail ausgearbeitet erscheint, wodurch sich der Leser in einer sehr
gelungenen, atmosphärischen Fantasy-Darbietung wieder findet. Das Mäusereich ist
historisch verankert, immer wieder weist Petersen durch gelungene
Unterbrechungen auf vergangene Ereignisse, auf relevante geschichtliche Kontexte
hin. Und so niedlich die Protagonisten auch aussehen, so seriös und unlustig ist
ihre Geschichte, es ist eine Geschichte voller Heldentum, Ehre und Krieg.
David Petersens Bilder sind großformatig angelegt, wirken
dadurch auch sehr imposant, und es stellen sich prägnante Unterschiede in den
verschiedenen, wohldurchdachten Umgebungen heraus. So bleibt einem in etwa die
Darstellung des Kampfes zwischen Mäusewache und Riesenkrabben am Strand ebenso in
Erinnerung wie die Formierung der bösen Armee in Regen und Dunkelheit.
"Mouse Guard: Herbst 1152" ist ein bislang einzigartiges Lesevergnügen. Obwohl es im Fantasybereich wenig Neuland erschließt (ausgenommen die Verwendung von Mäusen, die wie Menschen agieren), ist die Verknüpfung von Wort und Bild als genial zu bezeichnen. Der Band kommt im quadratischen Hardcover daher und macht sich auch daher prächtig im Comicregal, wo er als echtes Highlight der letzten Jahre sicherlich einen Ehrenplatz erhalten sollte.
Von diesem Band ist außerdem eine auf 100 Exemplare limitierte Luxusausgabe erhältlich, sie enthält einen speziell dafür gezeichneten und von Petersen signierten Kunstdruck.
Mouse Guard 1: Herbst 1152
von David Petersen
20,5x20,5 cm, Hardcover, vierfarbig, 192 Seiten
Euro 24,90 - ISBN: 978-3-936480-55-9
Mouse Guard 1: Herbst 1152 - Limitierte Ausgabe
von David Petersen
20,5x20,5 cm, Hardcover, vierfarbig, 192 Seiten
Euro 75,00

Abb. Mouse Guard © David Petersen und Cross Cult















Neue Veranstaltung einsenden



Eduardo Risso, bei uns u.a. bekannt als Zeichner von Vertigos Hit-Serie 100 Bullets, hat zusammen mit dem argentischen Author Carlos Trillo den Comic Boy Vampire - für unsere Ohren von Cross Cult eleganter mit Vampire Boy "übersetzt" - erschaffen. Der Titel macht eigentlich schon alles klar: es geht um einen Vampir im Körper eines Jungen.
Es ist bereits fünf Jahre her, dass der Carlsen Verlag mit Abersen eine der vielleicht ungewöhnlichsten Fantasyserien startete. Aber
nicht zuletzt die verworrene und fordernde Handlung dürfte dafür gesorgt haben,
dass Abersen bereits nach zwei Alben ein vorzeitiges Ende beschert war.
Der Titel der Fortsetzung „Jenseits vom Wunderland" trifft es ziemlich gut. Denn zum einen spielt die Handlung dieses Bandes in der „realen" Welt und nicht, wie der erste Band, im Wunderland. Und zum anderen werden, verglichen mit dem ersten Band, einige Charaktere mehr, ins Jenseits geschickt. Die Fortsetzung des literarischen Horrorcomics ist ziemlich blutig geraten und dürfte auch manche Splatterfreunde ansprechen. In manchen Szenen liegen die Gedärme in Massen herum.
Nicolas Fructus legt mit Thorinth, bei dem er sowohl die
textliche als auch die zeichnerische Arbeit übernimmt, seine erste Comicreihe
überhaupt vor. Herausgekommen ist, wie Band 1 bereits zu belegen weiß, ein
reichlich verschrobenes Werk, das keine ungewöhnlichen Themen scheut. Aber kann
diese Debutserie auch überzeugen? Letztlich nicht ganz. Der Hauptgrund dafür
ist das sich steigernde Verstricken in eine wirr erscheinende Handlung.
- 26.08.2009