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Das Comic-Duell 2008! 2. Runde Drucken E-Mail
Geschrieben von Frauke   
Dienstag, 29. April 2008

Die 2. Runde unseres Wettbewerbs Das Comic-Duell 2008.


Thema dieser 2. Runde:
Damoklesschwert


Aus den folgenden Gruppen kommen jeweils nur vier Zeichner in die nächste Runde weiter. Die Juroren haben entschieden:


1. Gruppe:

Nr. 13
von Till Felix

Beitrag Nr. 13 im Comic-Duell 2008

Ans de Bruin:
Auch wenn die Idee nicht ganz einzigartig ist: mein Favorit in der Gruppe. Die Panel-Aufteilung, der lebhafte Ausdruck der Figuren - sehr genehm. Text und Platzierung wirken ebenfalls rund. Insgesamt ist die nicht gerade vom Hocker schmeißend originelle Idee gut umgesetzt. Und heutzutage ist man eh schon froh, wenn das Thema nicht verfehlt wurde. Il buono!
Weiter.

Eckart Breitschuh:
Hahaaa, das Pferd hängt an der Decke, und dann so voll WOMM, und der Tüp so, „Mein Thron, ej!“ Ja, da ist Einiges an Comedystandards aufgeboten, inszeniert und mit Sinn für Timing zurechtgetextet worden. Ich seh zwar das Schwert nicht, aber lachen musste ich allemal. Kollege Felix schreitet aufrecht vom Turnierplatz. Weiter.

Stefan Dinter:
Lockerer Strich, glatte vier Panels, gut recherchiert, fein komponiert, Pferdezeichnen üben wir noch ein bißchen (ist aber auch sauschwer, Tonto): So kann ein Comic aussehen. Großer Schritt vorwärts vom letzten Mal. Quick. Weiter.




Nr. 14
von Captain Cumulus

Beitrag Nr. 14 im Comic-Duell 2008

Ans:
Oh, eines der sehr seltenen "ich zeichne, wie mir nichts einfällt"-Comics. (Damit hatte ich doch gerade heute im heimischen Ponyhof schon zu tun, nur dass dieser Cartoon seinem Pendant an Esprit einiges hinterherhinkt). Die Aussage aus Panel 2 trifft den Nagel zwar auf den Kopf, aber für die geschenkte Vorhersage gibt’s keine Extrapunkte. Da helfen auch die extra ausgeprägten Schneckenöhrchen nix (beim Kollegen einschleimen, wie?!). Oder die rätselhaften Mr. Hanky-Space-Invaders, die die Kaffeetasse heimsuchen.
Il brutto … aber noch stehst du mit der Schlinge um den Hals auf einem wackligen Grabstein.
Da sich die nächsten drei Gegner zeitgleich gegenseitig erledigen müssten also: weiter!

Eckart:
Wollt ihr’s nicht lernen, so man euch's doch ein ums andere Mal vorgebetet hat, ihr Hunde? Die Geschichte, wie der Zeichner eine Geschichte drüber macht, dass er eine Geschichte machen muss und ihm keine Geschichte einfällt, ist keine Geschichte, sondern ein Scheiß. Für diesmal kommst du noch knapp davon, aber wenn du dich noch mal mit so 'nem Pansen hier aufzukreuzen traust, gib dem Sargschreiner lieber vorher deine Körpermaße, Cumulus!
Weiter.

Stefan:
Wie die Tumbleweeds immer wieder durch diese Ein-Pferd-Städchen rollen, so kommst auch du, Fremder, wieder hier durch: der alte Gag mit der Jury im Nacken. Trotzdem recht okay hinbekommen, ich lass das mal durchgehen. Wegen den hochfliegenden Kaffeetropfen. Aber grad mal so. Quick.




Nr. 15
von Groobert

Beitrag Nr. 15 im Comic-Duell 2008

Ans:
Ja, Groobert, wie wär's, hättest du nicht noch 'ne halbe Seite Text drunter hängen können? Es ist kurz vor der Druckdeadline zum Comics-Salon und wir Zeichner haben alle nix besseres zu tun, als uns durch seitenlange krakellettrige Witzversuche zu lesen, nur um dann festzustellen, dass das Thema tatsächlich wieder verfehlt wurde. Die Zeichnung ist nett, okay. Als Spacken wär der Gute auf jeden Fall ein heißer Kandidat. Thema "Tod eines Handlungsreisenden" – gern akzeptiert. Aber was hat das Ganze mit dem Damoklesschwert am Hut?
Die Entscheidung ist schwer gefallen ... Aber Groobert muss uns leider verlassen. Raus.

Eckart:
Da liest man rechtschaffen diese Bleiwüste durch, guckt noch mal aufs Bild, ob man das alles auch richtig gesehen hat, und glaubt am Ende doch kein Wort von diesem arschlahmen Pseudodramolett, Groobert. Freut so was einen müden Juror? Nein, das tut es nicht. Peng, du bist tot. Raus hier!

Stefan:
Die ersten drei Bände von Dune hatten ja weniger Text. Andererseits kamen darin nicht "kleine Jacht" und die Übertreibung des Jahres, nämlich "makelloses Aussehen" drin vor. Ich bin heut großzügig: quick.




Nr. 16
von David Füleki

Beitrag Nr. 16 im Comic-Duell 2008

Ans:
Aufwendig umgesetzt. Leider nutze ich wohl nicht dieselbe bewusstseinserweiternde Kaffeemarke, weshalb mir armen Tropf der interne Lacher mal wieder verborgen bleibt. Aber dank später Stunde kann ich mir die letzten zwei Panels problemlos wegdenken und mir ins dritte Panel eine andere Spruchblase halluzinieren.
Kommt weiter!

Eckart:
Das, Füleki, ist sogar noch lustiger als dein und mein Nachname zusammen! Ein Brüller, hervorragend am Thema vorbei absurdet und mit feinem Detail versehen. Und zum Schluss eine zirpende Fliege. Kimme, Korn, Treffer, Füleki. Bin gespannt auf deine nächste Salve. Weiter.

Stefan:
Harhar, Füleki, höchste Steigerung innert einer Woche! Ruck-zuck gleich zwei dumme, ach was sag' ich, SAUdumme Gags hintereinandergereiht, das Ganze mit einer Grille getoppt, lockerst gezeichnet: das mag dem Juror zu gefallen! Zumindest diesem. Quickest.




Nr. 17
von Adrian vom Baur

Beitrag Nr. 17 im Comic-Duell 2008

Ans:
Ein garstiges Schicksal, das dem bedrängten Gesellen dräut fürwahr, ein beachtliches Rosshaar (oder mag's vom Bein der Grazie stammen?). - Ansonsten fällt mir zu dem Beitrag schon gar nix mehr ein. Ich werd nicht warm mit dem Lacher. Ein kleiner Bonus aus der Aufwärmrunde rettet dir den Hals.
Die Entscheidung ist schwer gefallen … Trotzdem … eine weitere Chance in der nächsten Runde.

Eckart:
Ok, diesmal zählt dein Wandteppich von Runde eins noch als schusssichere Weste. Aber nur diesmal, vom Baur, klar? Weiter!

Stefan:
Adrian, dass du mir nach all den Jahren mit sooo einem wadenlahmen Gag dahermarschiert kommst, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Den kannste besser. Viel besser. Hätte gute Chancen gehabt, würde er denn gezündet haben, war aber nicht so: Dead. Raus.




2. Gruppe:

Nr. 18
von Sirflow

Beitrag Nr. 18 im Comic-Duell 2008

Ans:
Routinierter Zeichenstil – erinnert arg an bestehende frankobelgische Produkte (den Hund hab ich doch irgendwo schon gesehen!), erfreut aber trotzdem das Auge. Das Serifen-Lettering ist gewagt, aber immerhin bringt es der Inhalt diesmal auf den Punkt.
Ein deutlicher Fortschritt zur letzten Runde, daher geht’s auf jeden Fall schon mal unversehrt weiter …

Eckart:
Zu uncool für die Bäckerblume? Egal, mach doch einfach beim Comic-Duell mit! Nee, Sirflow, so geht’s ja nich. Mann, gut für dich, das hier noch paar verkorkstere Kirmesschützen am Start sind. Weiter.

Stefan:
In der Not frisst der Teufel Fliegen, oder, wie wir Comicleute sagen: textet man einfach ein "luschtiges" Gegenteil 'rein. Weiß trotz seiner jungen Jahre auch der Sir Flow, und hält sich dran. Zum Brüllen isses nich, aber ich hab auch schon schlechteres gesehen. Und das in der gleichen Gruppe! Quick.



Nr. 19
von Grayman

Beitrag Nr. 19 im Comic-Duell 2008

Ans:
Den nicht ungekonnt karikierten Griechen kann man so stehen lassen. Der unteren Bildhäfte könnte man im Duell sogar wohlwollend das Äquivalent eines Schnellladers zugestehen - wenn! - da nicht der Textrahmen wäre. Die gedankliche und grafische Ladehemmung als ausgleichende Gerechtigkeit ...
Aber genug philosophiert: Wie sich die Idee besser hätte ausbauen lassen zeigt ja Kandidat 1 aus der ersten Gruppe. Als direkter Duellgegner würdest du hier definitiv den Kürzeren ziehen. Und, ich will ja nicht haarspalterisch sein, aber die Gefahr war ja gerade der Trick an der Sache, ne!
Nichts desto trotz, man hofft auf was Knackigeres in Runde drei. Weiter.

Eckart:
Gleicher Gag wie Nummer 13. Man sieht zwar das Schwert, aber Grayman geht hier zu zaghaft vor und bietet uns das, was wir sehen wollen, nur als Gedankenblase. Und die Typo und die halbtransparente Textbox lassen gruseln. War Schiel-Bill doch nur ein Ausrutscher? Wir werden sehn. Weiter.

Stefan:
Tschuldigung, dass alle Ihre Gläser umgekippt sind, mir ist gerade beim Gähnen die Kinnlade auf dem Tisch aufgeschlagen. Ich wisch gleich auf. Ziehen üben, Grayman, denn wenn nicht ein weiterer Cartoon in dieser Gruppe mich in tief katatonischen Schlaf versetzt hätte, lägen sie jetzt im Sägemehl auf dem Boden des Saloons und könnten sich auf ein Treffen mit den Schweinen hinter der chinesischen Wäscherei gefasst machen. Quick. Aber gerade so.



Nr. 20
von Sascha Jaeck

Beitrag Nr. 20 im Comic-Duell 2008

Ans:
Tja, Herr Jaeck, SO kommst du allerdings nie näher an die Jury ran, zumindest nicht in Erlangen. Wenn das High Noon wäre, wärst du um 10:30 Uhr am Boden … Trotzdem, irgendwie niedlich, der kleine Rote mit dem zerzausten Federkopfputz, daher humpelt Jaeck leicht angeschossen in die nächste Runde weiter.

Eckart:
Na hoppla, da will aber einer rausgeschmissen werden. Ich glaub, den behalten wir drin, nur um ihn zu ärgern. Und obwohl die Zeichnung echt Mist ist. Ach nee, bei genauerem Nachdenken, wir schmeißen ihn doch raus. Oder doch nicht. Oder? Doch! Raus.

Stefan:
Von Mr. Jaeck hatte ich nach seinem Auftakt letztes Mal doch eine sehr viel ausgefeiltere G'schichte zur griechischen Mythologie erwartet, aber hier hat ihn wohl Ares geritten und blind gemacht für alles, was die Jury in den letzten Jahren an Tipps gab. Dead.



Nr. 21
von Lapinot

Beitrag Nr. 21 im Comic-Duell 2008

Ans:
Allerliebst gezeichnet, farblich ansprechend, comicesk perfektioniert und gleichzeitig gestalterisch durchdacht. Wären nicht auch hier wieder fehlender Zusammenhang, Idee und Witz ein Bremsklotz für den bahnbrechenden Lacherfolg, stünden die Überlebenschancen nicht schlecht!
Glück gehabt, dass diese Runde jemand anderes ins Gras beißt. Weiter.

Eckart:
Hast mal Glück, Lapinot, dass du in einer weitaus schwächeren Gruppe schießt als dein Kollege Groobert. Sonst wäre dieses bonbonbunt seelenlose Style-over-content Machwerk dein Todesstoß gewesen. Weiter!

Stefan:
Und das aus dem Erzbistum Bamberg! Lapinot, des hebt doch nicht! Viel zu lang gedacht! Dafür aber auch lang genug gezeichnet, um in dieser Gruppe das ganze Feld abgehängt zu haben: Quick.



Nr.22
von Véro

Beitrag Nr. 22 im Comic-Duell 2008

Ans:
Ausgefuchst! Die eine Story erzählen, eine ganz andere zeichnen. Über drei Hirnwindungen meine ich eine Pointe zu erkennen, die allerdings etwas mühsam transportiert wird … Zu mühsam nach einem harten Arbeitssonntag. Die doch sehr krude wirkende Umsetzung reißt mich aus diesem Tief auch nicht mehr heraus.
Einen muss es ja erwischen - und Véro springt in dieser Runde heldenhaft in den Kugelhagel. Raus.

Eckart:
Jaja, sehr hübsch alles, Vero, aber Blablablabla Rhabarberrhabarber Papperlapapp. Wie Kollegin Ans vermute ich eine Pointe auszumachen, aber die Lesearbeit ist sie nicht wert. Du kommst mit nem Streifschuss davon. Weiter.

Stefan:
Charmant, galant, nicht der dickste Witz der Welt, aber mit süßen Pferden: so zeichnen Mädchen eben*. Und wer wollte es ihnen verübeln? Hervorragend: die Gesichtsausdrücke der Gäule. Giddiyap. Quick.

*Für den Satz bringt Vero mich um, aber sie weiß, dass ich recht habe!




Ergebnis der 2. Runde:
Groobert und Sascha müssen leider die Koffer packen und aus dem Comic-Duell-Haus ausziehen.

Die anderen acht sehen sich in der dritten Runde wieder mit dem Thema "Geistesblitz".





 
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