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von Thomas Kögel Mittwoch, 16. April 2008
Die Aufmachung, in der der Splitter Verlag diese Reihe als "Collectors Edition" präsentiert, ist der feuchte Traum eines jeden Comicsammlers: Zum Überformat und dem soliden Hochglanz-Hardcovereinband (beides ist bei Splitter ohnehin Standard) kommt noch eine exzellente Druck- und Farbqualität (sämtliche Vorlagen wurden neu bearbeitet), ein beiliegender Druck auf Schmuckpapier und in jedem Band ein 16-seitiger Anhang, der im Stil von DVD-Extras reichlich Hintergrundinformationen, Skizzen, Illustrationen und Fotos enthält. Mit dieser Ausstattung zu einem ordentlichen Preis setzt Splitter einen Maßstab für edle Alben-Veröffentlichungen.
Zum Auftakt der Storm-Edition, in der die komplette Serie neu aufgelegt werden soll, erschienen gleichzeitig der erste Band aus dem Jahr 1977 sowie ein völlig neues Abenteuer. Der erste Band "Die tiefe Welt" erzählt davon, wie der Held Storm, eigentlich ein Astronaut, in die Fantasy-Welt gelangt, in der die Geschichten spielen. Offenbar ist Storm nach einem Trip zu einem kosmischen Wirbelsturm wieder auf der Erde gelandet, die sich aber viele Jahre in der Zukunft befindet.
Das Hauptverkaufsargument für Storm sind ohnehin nicht so sehr die Geschichten, sondern das Artwork von Don Lawrence, der mit seinen Zeichnungen für die Serie Maßstäbe gesetzt hat. Seine Bilder, mit unheimlich feinen, farbigen Pinselstrichen gemalt, sind extrem detailreich und wirken sehr plastisch. Dass der Storm von 1977 mit seinem Felljäckchen und der Schmalzlocke aus heutiger Sicht nicht allzu cool wirkt, liegt in der Natur der Sache.
Dass dieses Konzept bei der Zielgruppe ankommt, zeigen die guten Absatzzahlen und die begeisterten Reaktionen, die der Splitter-Verlag in seinem Forum erntet. Der Doppelpack mit beiden Bänden, der vom Verlag zum Start der neuen Reihe angeboten wurde, war ruckzuck ausverkauft.
Was die Aufmachung angeht, gehört diese Albenreihe sicher zum Besten, was derzeit auf dem Markt ist. Auch zeichnerisch bekommt man hohe Qualität geboten. Ob die simplen Abenteuergeschichten dem äußeren Rahmen gerecht werden, muss jeder selbst beurteilen. Nostalgiker und Freunde des Barbaren-Genres werden sicherlich weit mehr Freude an Storm haben als Leser, die nach innovativen und originellen Stoffen suchen.
Storm 1: Die tiefe Welt
Splitter, März 2008
Szenario: Philip "Saul" Dunn
Zeichnungen: Don Lawrence
Hardcover; farbig; 64 Seiten; 15,80 Euro
ISBN: 978-3940864468
Splitter, März 2008
Szenario: Martin Lodewijk
Zeichnungen: Romano Molenaar, Jorg de Vos
Hardcover; farbig; 64 Seiten; 15,80 Euro
ISBN: 978-3940864741
Bildquelle: splitter-verlag.de
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Das Cover gibt das Programm vor: oben ein grimmiger, behelmter Kopf und
unten eine Kutsche in wilder Fahrt durch einen Canyon. Dort ein Zwerg
und hier eine Westernkulisse. Beim Lesen entpuppt sich der Band auch
als eine Mischung der zwei Filme Herr der Ringe und Zwei glorreiche Halunken. Aus Herr der Ringe
ist die äußerliche Ahnlehnung des Zwerges an seinen „Kollegen“ Gimli
und der klassische Western von Sergio Leone mit Clint Eastwood wird
nicht nur auf den Handlungsebenen zitiert, sondern auch in den Dialogen.
- 30.03.2010
Normalerweise findet man in den Credits eines Comics vor allem den
Autor und den Zeichner. Hier sieht das anders aus, man liest Begriffe
wie Bildsynthese, Visualisierung, Modellierung, Licht oder digitale
Endfassung. Denn Der Engel & der Drache ist ein digitaler Comic. Jedes Bild entstand am Rechner als dreidimensionales Bild. Autor Téhy (Yiu) hat sich dafür mit der Kanadierin Lalie zusammengetan, die hauptberuflich beim Spielehersteller Ubisoft arbeitet.
Wie aus dem Nichts meldet sich nach langer Comicabstinenz einer der, auch international, renommiertesten deutschen Comicschaffenden eindrucksvoll zurück. Die Rede ist von Matthias Schultheiss, der vor allen in den 80ern seine große Zeit hatte und mit Alben wie Trucker, Die Haie von Lagos oder Die Wahrheit über Shelby für Furore sorgte. Sein fast 300 Seiten starkes Comeback, das als Splitter Book erschienene Album Die Reise mit Bill, wirkt wie ein Paukenschlag.
- 05.08.2010

Mit dem zweiten Band von Missi Dominici liegt die Fortführung des Genremix aus Historie und Fantasy vor. Ein kleiner Rückblick: Das sogenannte Kind des Tierkreiszeichens, welches besondere Kräfte hat, führt die Stämme der osteuropäischen Ureinwohner an, welche sich gegen die christlichen Invasoren und die Christianisierung wehren. Die Reiter der Apokalypse, ebenfalls mit besonderen Kräften ausgestattete geheimnisvolle Krieger, bringen Tod und Verderben in das Land und machen somit ihrem Namen alle Ehre, während zwei Ritter der Missi Dominici aus noch unerfindlichen Gründen sich ebenfalls auf die Suche nach dem Kind machten.
Und die Holländer zeigen uns (mal wieder), wie eine erfolgreiche Comic- Serie aussehen muss ...