JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Thomas Kögel Sonntag, 20. Mai 2007
Dass Comics inzwischen an den Hochschulen angelangt ist, ist nichts Neues mehr. An vielen Fakultäten, die sich mit Illustration, Design und ähnlichem beschäftigen, werden Comics gemacht. Künstler halten Seminare, Comics werden als Diplomarbeiten abgegeben, Anthologien werden veröffentlicht. Ein Großteil dieser Comics aus dem Hochschul-Umfeld trägt mehr oder weniger bewusst das Label Kunst vor sich her. Das Ergebnis ist dann oft interessant anzuschauen, aber inhaltlich gerne so verrätselt, dass sich Lesevergnügen eher nicht einstellt. Ich fand es daher sehr erfrischend, dass bei Strichnin, dem neuen Comic-Projekt der FH Augsburg, eben nicht von Kunst die Rede ist, sondern drei andere Worte prominent auf dem Cover prangen: visuell - trivial - narrativ. Gerade der letzte Punkt, das Erzählen, wird von ambitionierten Comic-Künstlern nämlich gerne mal vernachlässigt.
Strichnin, das im Gegensatz zu anderen studentischen Comic-Projekten tatsächlich direkt von der Hochschule herausgegeben wurde, enthält Kurzgeschichten von zehn Studenten, die nach den losen Themenvorgaben "Schlaflos" und "Hundstage"entstanden, und ist eine wilde Mischung. Von sehr straighten, unterhaltsamen Actiongeschichten über irrwitzige Spinnereien bis zu introspektiven Betrachtungen reicht die Bandbreite. Ein Teil der Geschichten könnte problemlos in Weissblechs Horrorschocker-Reihe passen, andere würde man eher im Strapazin erwarten. Dass in einer solchen Mischung nicht alle Beiträge jeden Leser ansprechen, ist klar. Zusammen geben die Beiträge kein rundes Bild ab, dazu sind sie zu verschieden. Einzeln betrachtet gibt es aber keinen Beitrag, den man als misslungen bezeichnen könnte.
Dass Absolventen von Studiengängen wie Kommunikationsdesign oder "Interaktive Medien" im grafischen Ausdruck punkten können, ist ja nicht so überraschend. Das schöne an Strichnin ist gerade, dass in allen Beiträgen auch wirklich Geschichten erzählt werden, und so das Versprechen vom Cover, narrativ zu sein, auch tatsächlich eingelöst wird. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass der Großteil der Teilnehmer keine Erfahrungen mit Comics hatte. Es wäre zu hoffen, dass zumindest ein Teil der Künstler soviel Spaß am Comic gefunden hat, dass er noch mehr Geschichten in dieser Form erzählen will.
Eine Fortsetzung des Strichnin-Projektes im kommenden Jahr ist bereits geplant. Man kann sich darauf freuen.
Strichnin, Ausgabe 1
FH Augsburg, Fakultät für Gestaltung
Verschiedene Künstler; April 2007
Herausgegeben von Prof. Mike Loos
96 Seiten; teilw. farbig; 8,50 Euro
Direkt bestellbar unter www.strichnin-comic.de
Trackback(0)
Kommentare (0)

Kommentar schreiben














Neue Veranstaltung einsenden



Superman-Gelegenheitsleser dürften beim Blick in die aktuellen Comics mindestens eine Augenbraue heben, denn in der Welt des Stählernen hat sich in letzter Zeit einiges getan: Hunderttausend superstarke Kryptonier inklusive Supermans Tante Alura haben einen frisch gebastelten Planeten unweit der Erde bezogen; Superman hat seine Rolle als oberster Pfadfinder der Erde aufgegeben und dient nun in der kryptonischen Militärgilde, die vom durchtriebenen General Zod kontrolliert wird; den Beschützer von Supermans Adoptivheimat spielt währenddessen der Daxamiter Mon-El …
- 31.01.2011

Wer Comics liest, kennt Alan Moore. Der Großmeister mit dem Vollbart und dem lilafarbenen Zylinder verfasste Meilensteine der Comic-Literatur wie z. B. From Hell, Watchmen oder Lost Girls. Zwischendurch hat er auch im WildStorm-Universum mitgemischt.
Bei Panini erschienen in diesem Jahr zwei Bände, die schon etwas älter
sind und auf das Konto der britischen Comic-Legende gehen.
Wer das Gefühl hat, dass er mit dem Original-Deadpool, dem MAX-Deadpool, dem Pulp-Deadpool und dem Ultimate-Deadpool seine größtmögliche Deadpool-Dosis noch nicht bekommt, der darf drei Kreuze machen; denn dank
Deadpool, ein Mutant mit ähnlichen Selbstheilungskräften wie Wolverine, tauchte erstmals 1991 im Marvel-Universum auf und turnt seitdem regelmäßig durch diverse Serien, sowohl als Gaststar als auch in eigenen Titeln. Vor allem in den letzten beiden Jahren warf Marvel eine kaum noch überschaubare Zahl von fortlaufenden Serien, Mini- und Nebenserien rund um den "merc with a mouth", den "Söldner mit der großen Klappe" auf den Markt. Aus der großen Menge des verfügbaren Materials hat Panini zunächst ein paar Paperback-Sammelbände auf Deutsch veröffentlicht, nun startet man zusätzlich noch eine Heftserie, die alle zwei Monate erscheinen soll.