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Comicmovie Datenbank: 300 Drucken E-Mail
Dienstag, 10. April 2007
teaser_300.jpgSeit dem letzten Wochenende läuft Zack Snyders bildgewaltige Verfilmung von Frank Millers Graphic Novel 300 in Deutschland, die von der Thermopylenschlacht zwischen Persern und Spartanern im Jahr 480 v.Chr. erzählt.
Die Reaktionen in Internet und Presse variieren zwischen fanboyhafter, uneingeschränkter Begeisterung und totaler Ablehnung, meist begründet mit der politischen und ästhetischen Haltung, die man im Film sehen kann (oder eben nicht). Comicgate bietet zwei verschiedene Besprechungen von 300, die sich differenziert mit dem Film auseinandersetzen.

Die Besprechung von Daniel Wüllner betrachtet u.a. die Figuren Leonidas und Xerxes, die sich im Film als Gegner gegenüberstehen und die Werte, für die sie stehen.

Ein zweiter, sehr ausführlicher und persönlich gefärbter Text von Björn Wederhake setzt sich sowohl mit der Ästhetik von 300 auseinander als auch mit der Frage, ob und wie der Film politisch interpretierbar ist. Außerdem nimmt er Bezug auf Frank Millers Comicvorlage und auf Herodots Überlieferung der Thermopylenschlacht, auf der Comic und Film beruhen.


Kommentare (2)add comment
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geschrieben von Robin , 11. April 2007, 03:52

Vom ersten Artikel bin ich enttaeuscht und genervt. Von Comicgate haette ich erwartet was anderes zu hoeren, als die ewigen Parallelen zwischen Film und Politik.
Ein Bsp: "Wenn ich am Ende des Films Dilios zuhöre, dann kann ich nicht anders, als an Rumsfeld und Cheney zu denken, die ihre Truppen auf einen vermeintlichen Feind mit Nuklearwaffen einschwören und dadurch ihre Polemik rechtfertigen." Der klitzekleine Unterschied ist, dass es sich bei den Persern tatsaechlich um eine Uebermacht handelte. Wie man da an Luegen ueber Atomwaffen denken kann erschliesst sich mir nicht.

Stichpunkt Ephialtes. Er wird von Leonidas nicht in seine Armee aufgenommen, weil er ein Krueppel ist, sondern weil er auf Grund dieser Behinderung nicht faehig ist seinen Kameraden zu helfen, sie zu schuetzen. Nein, er wuerde ihnen sogar Schaden, da er nicht in der Lage waere den Naechststehenden mit seinem Schild zu schuetzen.

Zum Schluss haette ich mir gewuenscht, dass es sich hierbei um eine 1:1 Comicverfilmung handelt (hatten die ein extra Drehbuch oder hat der Regisseur sich einfach den Comic gekauft?), und daher die ganzen "Parallelen" zur HEUTIGEN Politik schon 1998 entstanden worden waeren.
Bessers waere ein besseres geschichtliches Wissen der Autors auch zu Wuenschen gewesen.


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geschrieben von Robin , 11. April 2007, 04:31

Zweiter Artikel:
"Entweder bin ich ein extrem dämlicher Comicleser, oder Comic und Film haben größere Unterschiede in der Wirkung von Bild und Dialog auf den Leser/Zuschauer als man annehmen sollte."
Endlich, endlich mal jemand der auf diese Idee kommt! Danke dafuer!

Danke auch hierfuer:
"aber sowas kann man doch nicht ernsthaft so ins Kino transportieren. Selbst wenn es schon im Comic zu finden war." (Bezog sich auf die Dialoge, haette der Autor aber ruhig der gesamten Rezension als Thema geben koennen.)

"das von ihm geschaffene Bild der “echten Männer” aus Sparta ruinieren" Von ihm? Ist es nicht viel eher das normale Maennerbild unserer Westlichen, wie Oestlichen Gesellschaft?

"Der so auch nicht im Comic zu finden war, wenn ich mich richtig erinnere." Nett waere es bei der naechsten Rezension den Comic neben sich liegen zu haben smilies/smiley.gif

"Spartaner und Perser werden nur so weit dargestellt, wie es nötig ist um ihnen einen Grund zu geben sich gegenseitig Körperteile abzusäbeln."
Vielleicht ist es ja nicht weder das Anliegen des Filmes, noch des Comics Spartaner oder Perser zu charakterisieren? Vielleicht, eventuell Zeigt der Comic schlicht und einfach, wie eine handvoll leicht bewaffnete Kerle einer hundertmal groesseren handvoll, wesentlich besser bewaffneter Kerlen gegenuebersteht und diese auf weiten Strecken auf Grund einer List platt machen. (wenn man sich an diesen Gedanken gewoehnt waeren die ganzen faschistischen Spielereien Miller's auch gar nicht mehr so erwaehnenswert) Uebrigens, in Sin City gab es das gleiche Thema schon einmal. Erinnert sich irgendjemand, wie die Huren in "Das grosse Sterben" ihre Gegenspieler besiegen?

Der zweite Artikel war weniger haarstraeubend, als sein Vorgaenger. Und hatte ein schoenes Ende, dass dann den sehr undurchsichtigen Text doch auf den Punkt bringt: "Es ist ein hirnfreies, extrem schön anzusehendes Gemetzel, umklammert von einer äußerst lächerlich erzählten und inszenierten Geschichte"

PS: God of War Zwei, DOCH kaufen? was war falsch am ersten Teil???



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