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10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde)
von Simon Weinert Samstag, 31. März 2007
Der Pilot Travis betreibt eine Ein-Mann-Spedition und
transportiert mit seinem Raumschiff Versorgungsgüter von der Erde zu der
Raumstation Huracan. Oben erwartet ihn die Wissenschaftlerin Anna, mit der er
ein Verhältnis zu haben scheint. Dieses Mal haben die "Schauerleute" im
Weltraumhafen ihm allerdings ohne sein Wissen eine gefährliche und illegale
Fracht an Bord geschmuggelt: eine Gruppe brutaler Terroristen unter der Führung
eines gewissen Vlad. Die scheinen bestens mit der Station vertraut zu sein,
dort sogar einen Undercover-Komplizen eingeschleust zu haben, so dass sie den
Satelliten in kürzester Zeit unter ihre Kontrolle bringen.
Wie so viele technische Errungenschaften kann der Laser
nicht nur zur Vermeidung von Naturkatastrophen benutzt werden, sondern auch als
schreckliche Waffe. Die Terroristen drohen, den Laser derart einzusetzen,
sollten sie die geforderte Geldsumme nicht erhalten. Zu überbringen ist die
Summe vom Erfinder Inger Carlsen, mit dem Vlad noch eine Rechnung offen hat.
In der Tat kennen sich Carlsen, Vlad und Anna anscheinend von früher her schon sehr
gut, und bald stellt sich die Frage: Wer von den dreien ist der größte
Verbrecher?
Travis entgeht in der Zwischenzeit der Zerstörung seines
Transportschiffs und versucht, Anna mit dem Beistand seiner attraktiven
Holo-KI Peggy zu retten. Als Carlsen mit dem Geld eintrifft und in die Hände
Vlads gerät, stellt der Erpresser Anna und den Erfinder vor eine grausame Wahl
und es kommt zum nervenaufreibenden Showdown, in dem Travis und Peggy sich als
Helden erweisen.
Man merkt dem Comic an, dass seine Autoren aus dem Umfeld
Olivier Vatines (Aquablue, Star Wars - The Trawn Trilogy) kommen:
Kräftige, atmosphärische Farben, schöne Zeichnungen aber keine spektakulären
Layouts, gute, spannende Unterhaltung, die neben Action auch eine durchdachte
Geschichte ohne Schwarzweißmalerei bietet. Als Vergleich drängt sich mir Golden City von Pecqueur und Malfin
(deutsch bei Epsilon) auf. Was daran liegen mag, dass beide Serien dasselbe
Koloristenteam, Schelle & Rosa, haben.
Erfreulich ist die Tatsache, dass dem Szenaristen Fred Duval
ein spannender, temporeicher SF-Thriller gelingt, der thematisch und zeitlich
sehr nahe an der derzeitigen globalen Situation liegt. Klimakatastrophen und
Terrorismus statt Weltraumschlachten und exotischer Aliens. Was nicht heißt,
dass der Comic auf Knalleffekte wie explodierende Shuttles oder einen
Kampfroboter verzichtet.
Die Weltraumszenen sind vom Zeichner Christophe Quet dementsprechend
überzeugend umgesetzt. Auch wenn die Geschichte layoutmäßig weitgehend traditionell
erzählt wird, auf aufwändig verschachtelte und überblendete Panels also verzichtet
und sich nicht - wie zum Beispiel Bajram in Universal War One - in seitenlangen Weltraumpanoramen ergeht, so
weiß die Grafik doch eine beeindruckende Stimmung zu erzeugen. Besondere
Aufmerksamkeit erhalten technische Details und Hintergründe, wie zum Beispiel
das Innere der Raumstation oder eines Aufzuges. Alles in allem: schöne Bilder,
sehr viel Bewegung, atmosphärische Settings. Und das zusammen mit einer klugen
und unterhaltsamen Geschichte, das ist vorbildlicher frankobelgischer
Comicgenuss.
Dieser erste Band der Serie war vor Jahren übrigens schon
bei Splitter - dem alten Splitter Verlag, wohlgemerkt! - angekündigt, aber
meines Wissens ist er dort nicht mehr erschienen. Ein Glück, denn bei Bunte
Dimensionen ist er weitaus besser aufgehoben und hat eine vorbildliche
Ausstattung und ein sauberes Lettering erhalten. Der zweite Band ist
mittlerweile übrigens auch erschienen. Obwohl "Huracan" in sich einigermaßen abgeschlossen ist, gibt es
einige lose Enden, die mit Spannung auf die Fortsetzung blicken lassen. Ein
sehr erfreulicher frankobelgischer SF-Titel!
Travis 1: Huracan
Bunte Dimensionen,
Oktober 2006
Text: Fred Duval
Zeichnungen:
Christophe Quet
Farben: Pierre Schelle
& Stéphane Rosa
48 Seiten, farbig,
Hardcover; 13,- Euro
ISBN:
978-3-938698-51-8
Bildquelle: comiccombo.de















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Es ging Schlag auf Schlag mit der neuen Science-Fiction-Serie
Universal War One von Splitter. Im Dezember kam der erste Band,
im Januar nun schneit uns schon der zweite Band ins Haus. Und zu verdanken
haben wir das einer Reihe von Problemen beim Verlag. Der für November
angekündigte Band 1 wurde nämlich wegen eines Fehldrucks um einen Monat
verschoben. Und der Band 2 wurde um einen Monat vorgezogen, weil der neue Band
der Serie Marlysa noch nicht ausgeliefert werden konnte.
Ehapa versucht sich seit kurzem an so genannten "all in one"-Ausgaben, sprich eine Miniserie oder ein Zyklus wird komplett in einem Stück herausgegeben. Damit soll auch das Vertrauen der Käufer zurückgewonnen werden, die öfters auf abgebrochenen Serien sitzengeblieben sind und dementsprechend skeptisch neuen Comicserien bei ECC gegenüberstehen. Nachdem mit dem Mafiosi-Krimi Hell's Kitchen dieser Ansatz gut angenommen wurde, erscheint mit Die Chroniken von Centrum - im französischen Original dreibändig - eine weitere abgeschlossene Erzählung, diesmal in einem düsteren Europa der nahen Zukunft angesiedelt.
- 08.01.2009
Vielschreiber Christophe Bec (Carthago, Finsternis, Prometheus) hat mal wieder eine neue Serie aus der Taufe gehoben. Diesmal zusammen mit Stéphane Betbeder, der ihn als Szenarist und Texter unterstützt. Bec bewegt sich auch bei dem auf fünf Bänden angelegten Bunker auf bewährtem, sprich Sci-Fi-Terrain.
Den meisten Lesern dürfte Prometheus, der Titan, der den Menschen laut Sage das Feuer brachte und deswegen von Zeus bestraft wurde, ein Begriff sein. Weshalb Christophe Bec seine dreiteilige Serie nach diesem benannt hat, bleibt nach dem ersten Band noch unklar. Lediglich die Legende von Prometheus wird auf wenigen Seiten thematisiert, lässt dabei aber jeden Bezug zur eigentlichen Handlung vermissen.
Science Fiction rockt.