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Comic-Salon 2006: Messebericht Drucken E-Mail
Geschrieben von Frauke   
Donnerstag, 29. Juni 2006
Beitragsinhalt
Comic-Salon 2006: Messebericht
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"Freitag, 16. Juni 2006" toc="1"




In unserem Blog "Erlangen am Draht" haben wir Euch live auf dem Laufenden gehalten - nun hier ein Messerückblick mit unseren Eindrücken und jeder Menge Fotos.

Das Comicgate-Team bestand dieses Jahr aus Thomas Kögel, Björn Wederhake, unserem Quasi-Neuzugang Christopher Bünte und meiner Wenigkeit. Damit war es bis auf Chris, der Daniel Wüllner vom letzten Mal sozusagen ersetzte, dasselbe Team wie schon vor zwei Jahren. Eine Truppe also, mit der man sich gerne trifft und jede Menge Spaß haben kann.
Da wir endlich mal etwas Handfestes anzubieten hatten (unser niegelnagelneues Printmagazin), gönnten Chefredaktionskollege Thomas und ich uns den Luxus und beschlossen, mit Comicgate zum ersten Mal einen eigenen Stand zu beziehen. Von der Organisation des Comic-Salons wurde uns ein Internetanschluss zur Verfügung gestellt, und da alles noch eingerichtet und dekoriert werden wollte, machten wir uns schon am Mittwoch auf nach Erlangen. Thomas erwarteten wir erst in der Nacht, denn der Glückspilz hatte es tatsächlich geschafft, durch angeblich völlig reguläre Mittel (Teilnahme am Losverfahren, jaja...) Karten für drei (!) Gruppenspiele der Fußball-WM zu ergattern. Eins davon war halt am Mittwochnachmittag.



Mittwoch, 14. Juni 2006 - Tag X minus 1

Ich sitze auf heißen Kohlen. Unsere Printmagazine sollten laut der Druckerei garantiert am Dienstag eintreffen - was sie natürlich nicht taten. Allerdings habe ich eine Benachrichtigung im Briefkasten gefunden, dass ein Nachbar etwas für mich angenommen habe. In meiner grenzenlosen Druck-Naivität gehe ich davon aus, dass das unsere Magazine sein müssten. Dummerweise ist der Nachbar nicht da (bis heute erwische ich ihn übrigens nicht und weiß immer noch nicht, was da auf mich wartet), und so tappse ich alle halbe Stunde hoch, um nachzuschauen, ob sich was tut. Ich male mir schon Schreckensszenarien aus, wie es wohl ist, in Erlangen an einem leeren Stand zu sitzen, das eifrig beworbene Magazin nicht dabei zu haben und neugierigen Leuten tapfer ins Gesicht zu lächeln und sich irgendeinen Schmarn auszudenken. Oder sich doch lieber direkt irgendwo verstecken?
Die Uhr tickt gnadenlos weiter.
Björn, den ich eigentlich um 14 Uhr vom Erlangener Bahnhof abholen wollte, rufe ich an und sage, dass ich es nicht schaffe. Chris, den ich eigentlich zusammen mit Björn um 14:45 Uhr vom Erlangener Bahnhof abholen wollte, rufe ich an und sage, dass ich es nicht schaffe. Scheiße.
Dann klingelt es unerwarteterweise an der Tür - jemand von einer Spedition. Er hätte da was für mich, so Sachen aus einer Druckerei.
Was? Cool! Also hat der Nachbar was anderes angenommen!
Mit einem breiten Grinsen sage ich unfreiwillig süffisant, dass ich ihm entgegenkommen würde. Tja, meint der Typ, es wäre besser, ich würde mein Auto in die Nähe schaffen. Eine Palette von 145 kg schleppe er sicherlich nicht die Treppe hoch, auch wenn es nur die halbe wäre.
Wie, was... Palette? 145 kg? Aaaargs! Willkommen in der Realität, Frau Pfeiffer. Also mit dem Auto zum LKW gefahren, die Kartons erstaunlicherweise ganz wunderbar in den Kofferraum bekommen, dann Björn Bescheid gegeben und mit einem seligen Grinsen losgekurvt. Mein Auto ist sowieso nicht mit allzu viel PS gesegnet und mit dem Zusatzgewicht verbessert sich die Beschleunigung nicht wirklich. Also schnecken wir beide los - es ist nicht schnell, aber nun zumindest tiefer gelegt. Immerhin für manche Leute die Erfüllung.

In Erlangen treffe ich dann Björn und Chris am Hotel. Da dank einer zum Salon perfekt getimeten Baustelle mein üblicher Weg zum Salon gesperrt ist, kurven wir erstmal eine Weile lang hilflos in der Gegend umher, bis wir das Ziel eher per Zufall erreichen. Anmelden, Stand suchen, Pakete reintragen, anfangen Stand zu dekorieren. Michael Loskill von der Salon-Orga heißt mich zwischendurch freundlich willkommen und gibt mir alles für unseren Internetzugang, so dass der auch noch an dem Tag eingerichtet werden kann. Einen Teil unserer Nachbarn von Blotch, mit denen wir uns in den nächsten Tagen sehr gut verstehen werden, lernen wir bereits kennen: Walter "Ghepetto" Pfau und Sandra Nußer. Und ein paar bekannte Leute wie Stefan Dinter, Michael Vogt und Andreas Mergenthaler (den ich dort zum ersten Mal in natura kennen lerne) schauen auch schon vorbei. Es fängt alles richtig schön an.

erstes Handanlegen an
den CG-Stand (links Björn, rechts Chris)
 Walter und Sandra von BLOTCH beim Lampen-positionierenStefan Dinter mit Handy vorm Laptop (man beachte den elegant abgespreizten Finger), während Björn standesgemäß vor ihm auf den Boden liegt



Der Mittwoch Nachmittag / Abend im Kongresszentrum hat eine tolle Atmosphäre. Ich war ja noch nie am Vortag da gewesen, vielleicht bin ich deshalb so fasziniert. Viele andere Stände werden ebenfalls aufgebaut, es wuselt und quirlt nur so um einen herum. Alle sind eifrig am Arbeiten und es liegt, und das klingt jetzt ziemlich kitschig, eine freudige Erwartung in der Luft.

 
Deko machen Blick vom FoyerDeko machen II

An jeder Ecke wird
eifrig gebastelt. 
Dem Müll zu urteilen scheint man bei Panini bereits fertig zu sein...  ... während bei Ehapa noch gebaut wird.



Während die Jungs dann am Abend Fußball gucken gehen, genieße ich mit Michael Vogt, Mel Maathuis und Yann Krehl den warmen Abend in einem Straßencafé. Mit den Leuten von INKplosion haben wir schon seit einigen Jahren guten Kontakt, und es ist immer wieder schön, sie zu sehen und mit ihnen zu schnacken.
Als Deutschland an dem Abend das Fußballspiel gegen Polen gewinnt, ist auf einmal auf den Straßen der Teufel los. Völlig verdutzt schauen wir uns das Spektakel näher an. Die Stimmung ist sehr ausgelassen, aber nicht aggressiv. Eigentlich sehr lustig, das alles. Und total ungewohnt. Wie ich am nächsten Tag erfahre, befanden sich Björn und Chris auch irgendwo in diesen Menschenmassen. Mel und Michael freuen sich einen Tick weniger, denn Ihr noch eben von mir beneidetes Hotel liegt zwar tierisch zentral, aber eben auch direkt an dieser Freudenstraße. Die beiden werden also noch ihren Spaß haben in dieser Nacht. Dank Mels Kamera können wir noch ein paar Beweise von dieser ungewöhnlich guten Laune auf Deutschlands Straßen machen.
Da ich Thomas gegen Mitternacht in Nürnberg vom Bahnhof abholen will und ich die leise Vorahnung habe, dass die Fahrt etwas länger dauern wird als geplant, mache ich mich vorsichtshalber früher auf den Weg. Und das war's dann erstmal für den Mittwoch.
Ich bin erschöpft, aber glücklich.

Michael und Yann, hinter der Kamera Mel Auch im beschaulichen Erlangen ging die Fußballpost ab! 


[Zum Donnerstag auf "Vor" klicken.]

 

 
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