JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA

  •   1287
Comicgate RSS-Feed Comicgate RSS-Feed

Comicgate-Tweets

Eigenveröffentlichungen

Wir publizieren auch im Print!

Comic-Kalender

Januar 2012 Februar 2012 März 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29
Neue Veranstaltung einsenden Neue Veranstaltung einsenden

Partnerlinks





 



 

Home

von Bastian Sonntag, 28. Mai 2006

"Unkraut jäten" ist das nicht, eher Unkraut modernisieren. Haben in den Ausgaben davor die alten Batschurken, Joker und Scarecrow zum Beispiel, einen neuen, modernen Anstrich bekommen, ist jetzt Poison Ivy dran.

Ein paar Teenager nehmen sich das Leben. Als später herausgefunden wird, dass sich diese in Pflanzenmenschen verwandelt haben, tritt Poison Ivy auf den Plan und verlangt von Bruce Wayne eine Rücktransformation in einen Menschen. In dieser Ausgabe schafft sie es dann, doch neben Batman mischt noch ein weiterer Mann mit, der sich ganz offensichtlich in die Ökoterroristin verliebt hat. Der Zwist zwischen Batman und Hush um Poison Ivy ist fast genauso gut gelungen, wie Pamela Isleys Zweifel und Gewissenbisse. Die modernere Version von Poison Ivy, die am Ende dabei entsteht, wird wahrscheinlich nicht allen gefallen, denn
- Achtung Spoiler! -
Pamela Isley ist nach der Ausgabe tot. Genauso wie Ra´s Al Ghul ein paar Ausgaben zuvor.
- Spoiler Ende -

Man hat das Gefühl, DC räumt zur Zeit kräftig auf mit den Batschurken und auch Batmans Rolle selber. Klar,der grosse Hausputz namens Infinite Crisis steht schon vor der Tür, doch wie bei jedem großen Superheldenaufräumen kann es passieren, dass alte Schurken oder Helden wieder auftauchen. Ich hoffe, dies gilt nicht auch für Batman. Vom neuen Status Quo berichten zwei weitere Geschichten, in denen der Alltag eines Gothamer Polizisten dargestellt wird, eine davon mit der Fledermaus und Detective Montoya. Beide zeigen deutlich, was die neue Garde im Gotham City Poice Department von Männern in Latexunterwäsche halten. Die letzte Story ist wieder ein Teil von David Laphams Stadt der Sünde, das vor den Kriegsspielen angesetzt ist und sich durch die schöne, detailgetreue Beschreibung der Zustände in Gothams Straßen von den anderen Geschichten abhebt.

Trotz der Geschichten aus verschiedenen US-Serien, was meist beim erstmaligen Lesen eher zur Verwirrung führt, ist das alles in allem ein sehr gelungenes Heft, das Batman in düsteren Gassen in schönen Posen und bedrängten Situationen präsentiert. Allerlei Genremixes finden sich in dieser Ausgabe: so hat die Poison Ivy Seifenoperncharakter, zwischendrin gibt es Thrillerelemente und die anderen Stories sind fast  dokumentarisch, wenn sie den Alltag von Polizisten und Gothams Bürgern durchleuchten. Natürlich kommt die batmantypische Spannung nicht zu kurz, wenn er zum Beispiel, von der GPCD niedergestreckt, sich unter einem gewaltigen Kugelhagel und mit letzter Kraft aus dieser Gefahrensituation rettet. Ein üblicher Kritikpunkt bei Superheldencomics fällt diesmal nicht so schwer ins Auge, trotzdem wirkt an manchen Stellen die Mimik zu hölzern und die Gesichter zu klobig.

Ansonsten gilt: Wer eine ausgewogene Mischung aus spannenden Stories will, sollte diese Ausgabe nicht verpassen. Auch für die nächsten Ausgaben sind weitere Aufräumarbeiten geplant, man darf also gespannt bleiben!.

Batman 16
Panini Comics / DC Comics
enthält die US-Ausgaben
Batman: Gotham Knights #64-65, Batman Allies Secret Files 2005, Detective Comics #807
Text: A.J. Lieberman/Russel Lissau/David Lapham
Zeichnungen: Al Barrionuevo/Brad Walker/Ramon Bachs


a1.gif




Trackback(0)
Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security code
Bitte den folgenden Code eintragen


busy

Ähnliche Artikel

  • Desolation Jones 1 - Made in England
    Desolation Jones 1Wenn man sagt, dass Warren Ellis gut darin ist, eine Menge abgefahrener, kranker Ideen auf engstem Raum zu versammeln, dann ist das in etwa so, als würde man die Bemerkung fallen lassen, dass es im Sommer in der Sahara ganz schön heiß werden kann. Warren Transmetropolitan Ellis ist als Schöpfer abgefahrener, kranker Ideen hinlänglich bekannt. Sie sind gewissermaßen sein Aushängeschild.
    - 04.05.2007
  • The Boys 3: Streicheleinheiten
     Garth Ennis galt noch nie als intellektueller Schöngeist. Seine Comics sind gewöhnlich derb und bissig. So auch The Boys, die Serie, die DC nicht wollte, vermutlich, weil sie den hauseigenen Superhelden zu sehr zugesetzt hätte. Streicheleinheiten ist nun Ennis' dritter Streich gegen die fliegenden Strumpfhosenträger. - 14.03.2009
  • Fantastic Four 6

    teaser_fantasticfour6Ein von Anfang an wichtiger Aspekt der Abenteuer der Fantastischen Vier ist etwas, was im Englischsprachigen als Sense of Wonder bezeichnet wird – vielleicht annähernd übersetzbar mit dem Staunen über und der Erkenntnis von neuen, völlig unerwarteten Gegebenheiten und Möglichkeiten. Nach 569 US-Ausgaben voller Zeit- und Dimensionsreisen, Invasionen aus dem Weltall wie aus der Negativzone und bizarren Erfindungen und Experimenten könnte man denken, dass hier nur noch Ideen-Recycling geboten wird. Mit seinem Dreiteiler "Die Lösung aller Probleme" beweist der frischgebackene ständige Serienautor Jonathan Hickman jedoch, dass man durchaus noch Konzepte zum Staunen aus dem Hut zaubern kann.

     

    - 14.02.2011
  • Supreme - The Story of the Year 1&2

    Dem Comicfan noch Alan Moore vorzustellen, wäre ungefähr so, als ob man Sand in die Sahara exportieren würde. Moore zählt zu den besten Comicautoren aller Zeiten, viele halten ihn sogar für den besten. Auch wenn man mit Superlativen sparsam umgehen sollte, ist es unbezweifelbar, dass Moore so einige Meisterwerke und Allzeitklassiker des Mediums geschaffen hat.

    - 01.01.2012
  • Wonderland 2 - Jenseits vom Wunderland

    altDer Titel der Fortsetzung „Jenseits vom Wunderland" trifft es ziemlich gut. Denn zum einen spielt die Handlung dieses Bandes in der „realen" Welt und nicht, wie der erste Band, im Wunderland. Und zum anderen werden, verglichen mit dem ersten Band, einige Charaktere mehr, ins Jenseits geschickt. Die Fortsetzung des literarischen Horrorcomics ist ziemlich blutig geraten und dürfte auch manche Splatterfreunde ansprechen. In manchen Szenen liegen die Gedärme in Massen herum.

    - 17.12.2010