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von Bastian Sonntag, 28. Mai 2006
Ein paar Teenager nehmen sich das Leben. Als später herausgefunden wird, dass sich diese in Pflanzenmenschen verwandelt haben, tritt Poison Ivy auf den Plan und verlangt von Bruce Wayne eine Rücktransformation in einen Menschen. In dieser Ausgabe schafft sie es dann, doch neben Batman mischt noch ein weiterer Mann mit, der sich ganz offensichtlich in die Ökoterroristin verliebt hat. Der Zwist zwischen Batman und Hush um Poison Ivy ist fast genauso gut gelungen, wie Pamela Isleys Zweifel und Gewissenbisse. Die modernere Version von Poison Ivy, die am Ende dabei entsteht, wird wahrscheinlich nicht allen gefallen, denn
- Achtung Spoiler! -
Pamela Isley ist nach der Ausgabe tot. Genauso wie Ra´s Al Ghul ein paar Ausgaben zuvor.
- Spoiler Ende -
Man hat das Gefühl, DC räumt zur Zeit kräftig auf mit den Batschurken und auch Batmans Rolle selber. Klar,der grosse Hausputz namens Infinite Crisis steht schon vor der Tür, doch wie bei jedem großen Superheldenaufräumen kann es passieren, dass alte Schurken oder Helden wieder auftauchen. Ich hoffe, dies gilt nicht auch für Batman. Vom neuen Status Quo berichten zwei weitere Geschichten, in denen der Alltag eines Gothamer Polizisten dargestellt wird, eine davon mit der Fledermaus und Detective Montoya. Beide zeigen deutlich, was die neue Garde im Gotham City Poice Department von Männern in Latexunterwäsche halten. Die letzte Story ist wieder ein Teil von David Laphams Stadt der Sünde, das vor den Kriegsspielen angesetzt ist und sich durch die schöne, detailgetreue Beschreibung der Zustände in Gothams Straßen von den anderen Geschichten abhebt.
Trotz der Geschichten aus verschiedenen US-Serien, was meist beim erstmaligen Lesen eher zur Verwirrung führt, ist das alles in allem ein sehr gelungenes Heft, das Batman in düsteren Gassen in schönen Posen und bedrängten Situationen präsentiert. Allerlei Genremixes finden sich in dieser Ausgabe: so hat die Poison Ivy Seifenoperncharakter, zwischendrin gibt es Thrillerelemente und die anderen Stories sind fast dokumentarisch, wenn sie den Alltag von Polizisten und Gothams Bürgern durchleuchten. Natürlich kommt die batmantypische Spannung nicht zu kurz, wenn er zum Beispiel, von der GPCD niedergestreckt, sich unter einem gewaltigen Kugelhagel und mit letzter Kraft aus dieser Gefahrensituation rettet. Ein üblicher Kritikpunkt bei Superheldencomics fällt diesmal nicht so schwer ins Auge, trotzdem wirkt an manchen Stellen die Mimik zu hölzern und die Gesichter zu klobig.
Ansonsten gilt: Wer eine ausgewogene Mischung aus spannenden Stories will, sollte diese Ausgabe nicht verpassen. Auch für die nächsten Ausgaben sind weitere Aufräumarbeiten geplant, man darf also gespannt bleiben!.
Batman 16
Panini Comics / DC Comics
enthält die US-Ausgaben Batman: Gotham Knights #64-65, Batman Allies Secret Files 2005, Detective Comics #807
Text: A.J. Lieberman/Russel Lissau/David Lapham
Zeichnungen: Al Barrionuevo/Brad Walker/Ramon Bachs

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Wenn man sagt, dass Warren Ellis gut darin ist, eine Menge
abgefahrener, kranker Ideen auf engstem Raum zu versammeln, dann ist
das in etwa so, als würde man die Bemerkung fallen lassen, dass es im
Sommer in der Sahara ganz schön heiß werden kann. Warren Transmetropolitan Ellis ist als Schöpfer abgefahrener, kranker Ideen hinlänglich bekannt. Sie sind gewissermaßen sein Aushängeschild.
Garth Ennis galt noch nie als intellektueller Schöngeist. Seine Comics sind gewöhnlich derb und bissig. So auch The Boys, die Serie, die DC nicht wollte, vermutlich, weil sie den hauseigenen Superhelden zu sehr zugesetzt hätte. Streicheleinheiten ist nun Ennis' dritter Streich gegen die fliegenden Strumpfhosenträger.
- 14.03.2009
Ein von Anfang an wichtiger Aspekt der Abenteuer der Fantastischen Vier ist etwas, was im Englischsprachigen als Sense of Wonder bezeichnet wird – vielleicht annähernd übersetzbar mit dem Staunen über
Dem Comicfan noch Alan Moore vorzustellen, wäre ungefähr so, als ob man Sand in die Sahara exportieren würde. Moore zählt zu den besten Comicautoren aller Zeiten, viele halten ihn sogar für den besten. Auch wenn man mit Superlativen sparsam umgehen sollte, ist es unbezweifelbar, dass Moore so einige Meisterwerke und Allzeitklassiker des Mediums geschaffen hat.
Der Titel der Fortsetzung „Jenseits vom Wunderland" trifft es ziemlich gut. Denn zum einen spielt die Handlung dieses Bandes in der „realen" Welt und nicht, wie der erste Band, im Wunderland. Und zum anderen werden, verglichen mit dem ersten Band, einige Charaktere mehr, ins Jenseits geschickt. Die Fortsetzung des literarischen Horrorcomics ist ziemlich blutig geraten und dürfte auch manche Splatterfreunde ansprechen. In manchen Szenen liegen die Gedärme in Massen herum.