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von Bastian Sonntag, 28. Mai 2006
Wolverine 28 tut genau das, es gehört nämlich zum Großevent House of M, in dem Mutanten die dominante Spezies auf der Erde sind. Wie immer wurde mit großem Klimbim angekündigt, dass von nun an alles anders sei und das Marvel-Universum vor großen Veränderungen stehe. In diesem Heft wird nun Wolverines Rolle im House of M-Universum dargestellt und was ihn hier kennzeichnet. Die gewaltigste Änderung von Autor Daniel Way ist Wolverines Freundin Mystique und Wolverines Drogenabhängigkeit. Schön mitanzusehen ist das Verhalten der Mutanten in dieser neuartigen Welt, die ganz klar zeigt, dass sie, wenn sie die Macht hätten, noch viel skrupelloser wären als die Menschen in der normalen Welt. Alles in allem bietet die Story genug Action und - durch ein Verhör Mystiques - neue Erkenntnisse über Wolverine. Zeichner Javier Saltares besitzt ein Gespür für Details, Schatten und die richtige Perspektive zur richtigen Zeit. Herausragend hierbei ist das seitenfüllende Panel,in dem Wolverine mit Säure angegriffen wird.
Wolverine belegt den ersten Teil des Heftes, der zweite gehört der neuen Serie X-23. Bei X-23 handelt es sich um eine geklonte Tochter Wolverines mit dessen Superkräften. Wie ihr "Vater" hat sie Krallen, zwei an jedem Fuß und zwei an jeder Hand, und -wie sollte es anders sein- Wolverines Killerinstinkt. Die wichtige Frage, die die Serie stellt: "Was passiert, wenn ich einem Kind diese Superkräfte verleihe?" Diese Frage beantwortet sie selbst, indem sie über mehrere Seiten Leute abschlachtet. Herausstechend ist hierbei das Umbringen eines Präsidentschaftskandidaten und seiner ganzen Familie, das zwar nicht überraschend kommt, einen aber doch zweifeln lässt, was man von dieser mordenden Hauptfigur halten soll. Es werden ein paar Verwicklungen rund um das Projekt X-23 gezeigt, jedoch der Hauptanteil liegt im Morden, damit dem Leser bewiesen wird, wie brutal sie ist. Die Wendung, die darin vorkommt, ist für meinen Geschmack zu kurz geraten und hätte ruhig etwas länger beschrieben werden können, sie kommt aber trotzdem überraschend. Ich denke, man kann von dieser Zweitserie noch mehr erwarten, diese Folge war jedoch ein wenig eintönig.
Der einzige Kritikpunkt an der Gesamtausgabe ist das Cover,auf dem Wolvie zwar hübsch posiert, aber sein Gesichtsaudruck eher wirkt, als müsse er nach durchzechter Nacht bei Germany's Next Top Model auftreten.
Wolverine 28
Panini Comics / Marvel Deutschland
enthält die US-Ausgaben Wolverine #23 und X-23 #3
Text: Daniel Way/Craig Kyle
Zeichnungen: Javier Saltares/Billy Tan

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Auf den ersten Blick ist Heimkehr nach Khera
ein ziemlich gewöhnlicher Superhelden-Comic. Vom Cover bis zur letzten
Seite springen da dem Leser die WildC.A.T.S entgegen: bunte,
athletische Körper ohne den geringsten Makel. Sie sind ein
außerirdisches Superhelden-Team, vergleichbar mit der JLA oder den Teen
Titans. Sie können durch die Luft fliegen, Wände einreißen und andere
tolle Sachen machen. Ihre Fähigkeiten setzen sie natürlich nur zum
Guten ein, Menschheit beschützen, Katastrophen verhindern, Katzen
retten und so. Von den knalligen Seiten lächelt einem die glatte
Plastikwelt der US-Comicindustrie entgegen. Nach wie vor führen
Superhelden in den USA die Verkaufszahlen an.
Dem Comicfan noch Alan Moore vorzustellen, wäre ungefähr so, als ob man Sand in die Sahara exportieren würde. Moore zählt zu den besten Comicautoren aller Zeiten, viele halten ihn sogar für den besten. Auch wenn man mit Superlativen sparsam umgehen sollte, ist es unbezweifelbar, dass Moore so einige Meisterwerke und Allzeitklassiker des Mediums geschaffen hat.
Der erste Band der Conan-Serie war ein Kracher. In Die Tochter des Frostriesen betrat ein neuer Conan die Bildfläche, der sich mit früheren Arbeiten – insbesondere mit den erfolgreichen von John Buscema, Barry Windsor-Smith und Frank Frazetta - messen lassen musste. Autor Kurt Busiek und Zeichner Cary Nord ist es zu verdanken, dass sich die neue Serie inzwischen in die Reihe der erfolgreichen Conan-Publikationen der vergangenen Jahrzehnte einfügt. Conan ist und bleibt aktuell. Im Februar erschien der neunte Band auf deutsch bei Panini. Titel: Auf dem Schlachtfeld geboren.
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Seit einiger Zeit produziert Marvel Comics diverse Miniserien, in denen
die bekanntesten Figuren des Verlags, wie Spider-Man oder Wolverine,
in ein alternatives Setting versetzt werden. Hier sind sie keine
Superhelden oder Mutanten, sondern Charaktere in Noir-Krimis, die die
klassischen Zutaten der schwarzen Serie enthalten: düstere, dreckige
Städte, gebrochene Helden, undurchschaubare Frauen und Verbrecher, die
dem Gesetz immer einen Schritt voraus zu sein scheinen.
- 23.09.2010