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Trial by Fire 2: Vernetzt Drucken E-Mail
Geschrieben von Björn Wederhake   
Freitag, 3. Januar 2003
Ich habe es bereits erwähnt, wenn wir die Comics in ihrer Gesamtheit retten wollen - wenn wir verhindern wollen, dass der Großteil der Comics, der grade erst am aufkommen ist, wegstirbt - dann müssen wir uns unsere Einstellung den Comics gegenüber überdenken und verändern. Und das Comicsterben wird die Comics betreffen die es zu retten gilt: Adios, lieber aufkommender Deutscher-Markt… macht's gut, intelligente Nischencomics… aber so schlimm ist es nicht, es wird immer genug Platz da sein für "The incredibly possible Status-Quo-Man" oder die neueste Ausgabe von "Spandex-Beach-Babe-Squad".
Das wollen wir alle nicht, aber nur rumjammern nützt nichts. Nun, die Comicbranche und auch die Leserschaft haben ausgerechnet aus Bill Gates und Robert T. Onlines Reich des Bösen ein Werkzeug in die Hand bekommen, das der Umgestaltung der Comicbranche einen entscheidenden Schritt vorwärts ermöglichen kann.

Das Internet…


Knotenpunkte

Es gibt innerhalb der Comicbranche verschiedene Strömungen in Sachen der neuen E-Medien. Warren Ellis steht ihnen eher vorsichtig gegenüber und bevorzugt eher Papierbündel als Datenpaketen, Steven Grant sieht im Internet Möglichkeiten… aber auch die Tatsache, dass viele die Rolle des Internets und ihre eigene Rolle überschätzen und für Scott McCloud ist das Internet eine Art eierlegende Wollmilchsau, die nur noch darauf wartet zu schlüpfen. So oder so, es gibt für keinen Comicschaffenden mehr die Möglichkeit am Internet vorbeizukommen. Webpräsenz ist Pflicht.

Wer Interesse an den Möglichkeiten für Comics im Zeitalter digitaler Medien hat, der sollte sich auf jeden Fall "Reinventing Comics" (auf deutsch: "Comics Neu Erfinden") von besagtem Mr. McCloud einmal ansehen (ebenso wie seine Webpage http://www.scottmccloud.com/). Wobei dieser sich allerdings mehr mit der Frage beschäftigt ob der Comic in seiner traditionellen Form (DIN-A-4, Paneling) bestehen bleibt oder ob die "neuen Medien" dem Comic auch ganz neue "Strukturen" geben werden. Evolutionate this.
In dieser Kolumne soll es eher darum gehen wie das Internet als Begleitmedium zu Comics dienen kann.


Eines ist sicher: das Internet ist ein Medium für Underdogs. In der Öffentlichkeit macht sich das dadurch bemerkbar, dass das Internet noch oft den Ruf hat, ein "Freak-Medium" zu sein, in dem sich päderastische Trekkies treffen, um gefakete Nacktbilder zu tauschen, die B-Promis beim Coitus mit ausgestorbenen Tierarten zeigen, während sie einen E-Kurs "Rohrbomben bauen" belegen. Diese negativen Aspekte hat das Internet definitiv, es ist eine riesige Ablage für jedwede noch so grenzwertige Thematik. Vom omnipräsenten Sex in jeder Form (es hat vermutlich jeder schonmal die Erfahrung gemacht, von einer endlosen Lawine an XXX-Werbebannern erschlagen zu werden weil er dem falschen Link folgte) bis zum politischen Radikalismus.

Aber das ist wieder ein Problem der Gesellschaft, dass sie Dinge generell nur am extremen Rand wahrnimmt. Das ist uns auch bei den Comics bekannt, im Großen und Ganzen reicht das Wissen von "Micky Maus" zu Sexcomic (à la "Cumshots") ohne den Teil dazwischen mehr als peripher zu berühren. Selbiges gilt für's Internet. Die Negativbeispiele sind die schlechten Auswüchse einer eigentlich guten Sache: das Internet als Underdog-Medium.

Als Beispiel hierfür können wir das Wort "Webceleb" (Web Celebrity) heranziehen, mit dem oftmals "B-Stars" gemeint sind, die in der Öffentlichkeit eher unbekannt sind, aber im Internet Unmengen an Fansites und Interesse vorweisen können. Das Internet ist größtenteils noch ein Textmedium (auch wenn mit dem schneller werden der Verbindungen der Trend immer mehr zum "Quasi-TV" geht), es gibt "Webzines" also "digitale Zeitschriften". So gesehen ist auch Comicgate ein Webzine.
Diese Webzines zeigen bereits den Vorteil gegenüber klassischen Zeitschriften: sie sind, auch wenn sie nur ein spezielles Publikum interessieren, für jeden leicht zugänglich (wenn man die Adresse kennt) ohne einen gewissen Absatz finden oder sich durch hohe Preise finanzieren zu müssen (das gilt natürlich nicht uneingeschränkt: es gibt Mietpreise für die Seiten und bandwith-Grenzen die durch Bannerwerbung finanziert werden muss und es kann vorkommen, dass eine Seite die niemand besucht schnell aufgegeben wird).


Cui bono?

Wem nützt das? Randmedien wie uns. Es gibt die Möglichkeit, "Zeitschriften" zum Thema Comics herauszugeben die jeder lesen kann. Nehmen wir HIT-Comics oder Splashcomics als Realvergleich. Beide Magazine haben gewisse Vorteile, man kann sie überall lesen, muss nicht erst den PC dafür anstellen, man kann besser sammeln und archivieren, sie haben Vorteile in Sachen Layout und Bilddarstellung (der Übertragungsrate wegen hält man auf Websites die Bilder klein und verzichtet ohnehin auf Unmengen an Bildern)… trotzdem haben sie eine potentiell geringere Reichweite als ein vergleichbares Webzine. Die Printprodukte sind nur regional begrenzt auffindbar (gewöhnlich im Comicstore oder am Bahnhofskiosk, selten im Supermarkt oder Kaufhausregal) und haben einen -durchaus justifizierbaren- hohen Eigenpreis. Das Webzine ist jedem frei zugänglich der einen Anschluss ans Netz hat.

Erstmals ist also die Chance da, im großen Rahmen über Comics zu berichten und gleichzeitig eine hohe Zahl an Menschen in verschiedensten Regionen zu erreichen. Auch der Einstieg wird erleichtert, da ein Neuling oder Interessierter eher geneigt sein wird "kostenlos" (abgesehen von den Telephongebühren) an das Medium herangeführt zu werden, als das "Risiko" einzugehen drei Euro für ein Printwerk auszugeben.
Das ist einer der Gründe warum normalerweise eine Webpräsenz als Alternative, oder eher Begleitmaterial, zum Heft angeboten wird (siehe die Splashpages im Internet).

Und das gilt nicht nur für Webzines. Das gilt ebenso für Indie-Verlage. Webspace ist heutzutage ziemlich preiswert, so ziemlich jeder kann sich seine eigene Domain leisten. Und das Gestalten einer akzeptablen Website ist dank Frontpage auch für Anfänger und Ungeübte möglich (man kann nun einwerfen, dass Frontpage kein Programm sondern eine Krankheit sei. Das stimmt sicherlich, allerdings ist es nunmal für viele der erste Schritt in Sachen Webpräsenz, die dann später ganz toll sein kann). Oder noch besser: man sucht sich einen fähigen Webdesigner, auch der kostet nicht mehr die Welt. Dieses gute, zumindest akzeptable, Webdesign ist allerdings eine Vorraussetzung die es wirklich zu erfüllen gilt. Kaum jemand ist bereit sich durch eine endlose Textwüste zu kämpfen, auf der anderen Seite hilft eine reine "Hui! Bunt! Blink!"-Effektseite informativ wertlos und damit auch unnütz. Und wenn die XXX-Bannerarmee anrückt packt selbst den hartgesottensten UNIXer der Fluchtreflex.

Wenn diese Hürde allerdings überwunden ist stehen den Independent- und Kleinverlägen ganz neue Möglichkeiten offen. Sie können sich selbst präsentieren. In jenen finsteren Tagen vor dem Internet (eure Großeltern werden sich eventuell noch daran erinnern…) gab es ein wirkliches Repräsentationsproblem. Entweder musste man sich auf Messen profilieren (bekommen nur wenige mit) oder man musste, um auf sich aufmerksam zu machen, darauf hoffen, dass man in einem bekannten Magazin (wie dem Wizard, Hit-Comics, oder noch idealer in einem Magazin, das nicht auf Comics beschränkt ist) besprochen wurde. Dann kam es darauf an wieviel Platz man zugesprochen bekam, da dieser Artikel normalerweise alles war, was man über den Verlag lesen konnte. Eventuell weckte der Artikel Interesse mehr zu erfahren und war kein bloßer Verriss oder ein Sammelsorium altbewährter (und ergo richtiger, denn wenn man eine Lüge oft genug wiederholt wird sie wahr) Klischees. Daraufhin setzte ein mühsamer Vorgang ein: Adresse des Verlages herausfinden (war, Murphy sei Dank, normalerweise nicht im Artikel erwähnt), einen Brief schicken und um Infomaterial betteln. Zeitaufwendig, mühsam, kostenintensiv.

Der Iniator (Messe/Artikel) ist leider heute meist immer noch nötig, aber das Beschaffen von Info ist leichter geworden. Die Web-Adressse ist meist im Artikel erwähnt oder via Suchmaschinen leicht herauszufinden. Und nun hat der Verlag den Vorteil, dass er nicht nur darauf hoffen muss, dass er gut dargestellt wird, sondern aktives Marketing betreiben kann. Eine ausführliche Beschreibung der gesamten Produktpalette ist möglich und auch der Direktvertrieb wird erleichtert. Es ist für den Fan in dieser Hinsicht so leicht wie nie zu vor an eine große Menge guter Comics zu kommen.

Vorallem da man mit PDF-Files auch eine preiswerte Methode des "reinschnüffelns" hat mit Vorteilen auf beiden Seiten. Der Leser muss keine Angst haben, dass er vom Ladenbesitzer den bösen Satz hört ("Hey, wir sind keine Bücherei!") und der Verlag muss keine Unmenge teurer Probeexemplare drucken, die zudem nur einem kleinen Publikum zugänglich sind (Besuchern von Comicmessen, Besucher von Comicläden).

Das gilt natürlich nicht nur für die Indie-Verlage sondern auch für die "Großen" der Branche. Als Beispiele hierfür können Warren Ellis Website (http://www.warrenellis.com/) und die DC Homepage (http://www.dccomics.com/) dienen, auf der man die erste Ausgabe von "Ministry of Space", bzw. "Our Worlds at War" downloaden und sich dann durchlesen kann. Wenn das Interesse geweckt ist, dann ist der Leser auch eher bereit sich die regulären Hefte zu kaufen. Natürlich müssen offizielle Websites nicht darauf beschränkt bleiben, erlaubt ist wozu der Webspace reicht. Ein umfangreiches "Who is Who" in Kombination mit einer "Timeline" oder Zusammenfassung der bisherigen Story (so wie man das bei http://www.eventcomics.com/ finden kann). Möglichkeiten wohin man blickt.

Das mit dem "An Comics kommen" gilt auch jenseits des Direktvertriebs. Durch http://www.amazon.com/ kann man jetzt an US-Comics (Tradepaperbacks) kommen, selbst wenn man in Deutschlands bauernartigster Region wohnt, mit mehrstündiger Autofahrt bis zum nächsten Comicshop. Ich weiss das aus eigener Erfahrung. Der Markt wird somit erweitert, oder zumindest besteht die Möglichkeit ihn zu erweitern…

Nicht nur im kommerziellen Sinne kann das Internet den Comics helfen. Das Web bietet auch den Amateueren Möglichkeiten. Da draussen gibt es eine Unzahl an Schreibern und Zeichnern die es nie zum eigenen Comic schaffen werden. Die Gründe dafür sind vielfältig (bleiben wir heimisch: Deutsche Verläge schrammen insgesamt zu hart am wirtschaftlichen Kollaps vorbei als dass sie unbegrenzt verlegen oder Risiken eingehen könnten). Mit dem Internet hat man aber nun trotzdem eine Chance seine Materialien trotzdem zu publizieren, sich eine Fanbasis zu schaffen und eventuell zuletzt doch noch zum eigenen Buch zu arbeiten (als Musterbeispiel deutscher Schule erwähne ich hier mal Joscha Sauer und http://www.nichtlustig.de/, der es geschafft via Web eine Fanbasis zu schaffen und nun sein eigenes Buch bei Carlsen bekommt). Selbst wenn dem nicht so ist: das Inet bietet die Möglichkeit seine Sache zu durchzuziehen (macht man normalerweise weil man Spaß daran hat) und gleichzeitig Leute außerhalb des eigenen Bekanntenkreises darauf aufmerksam zu machen. Und Resonanz auf die eigene Arbeit ist immer gern gesehen.
Underdog-Medium.

Dass das System funktioniert kann man am Aufblühen der Webcartoonszene sehen, von denen nur ein Bruchteil den Machern Gewinn ermöglicht, für den Großteil investieren die Seiteninhaber nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Na los, da draussen warten hunderte Webcartoons darauf gelesen zu werden. Das Internet hat da noch einen Vorteil. Man ist nicht davor geschützt auf einer Webcartoonseite zu landen die absolut erbärmlich ist. Warum ist das gut?
Es gilt die eigenen "Scheiße-Detektoren" mal wieder anzuwerfen und sich selber ein Bild zu machen. Das klappt aber nur solange es mehr gutes als wirklich schlechtes Material im Web gibt…

Das ganze kann man durchaus professionalisieren so wie man das bei http://www.modernpulp.com/ macht, wo die Website als Basis für ein ganzes Universum dient und gleich mehrere Künstler beherbergt oder http://oddjobs.keenspace.com/, wo man auf das Bezahlsystem trifft (eine Geschichte kostenlos, für den Rest muss bezahlt werden… aber das System möchte ich hier nicht auch noch thematisieren, es gab zudem erst vor kurzem eine Folge unser Kolumne kurz.schluss dazu).

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass es eine direkte Kommunikation zwischen Produzent und Konsument gibt. Eine E-Mail zu beantworten ist weniger umständlich als erst einen Brief aufzusetzen und zu verschicken (vorallem da oftmals kein frankierter und adressierter Antwortumschlag beiliegt). Selbiges gilt für die Arbeit in einem Forum, wo ausgerechnet Warren Ellis, der dem Ganzen ja mißtrauisch gegenübersteht, sich als Vorreiter mit seinem delphi-Forum erwiesen hat.


DEUS EX MACHINA

Eben genau das ist das Inet nicht. Das Internet mag ein Werkzeug sein, mit dem uns die Aufgabe Comics zu erneuern erleichtert wird… abgenommen wird sie uns ganz sicher nicht. Und hier liegt der Casus Knacktus des ganzen: bei all den Möglichkeiten die uns das Internet bietet ist es leicht zu übersehen, dass es uns auch die Chance bietet ganz gehörig auf die Schnauze zu fallen.

Es ist keine Selbstläufer, es gilt auch weiterhin sich aktiv zu beteiligen und für Comics stark zu machen. Eine der größten Gefahren entsteht beispielsweise aus der neuen Transparenz, daraus dass es nun jedem Möglich ist sich schnell und themengerecht über Comics zu informieren. Das heisst keineswegs, dass die Schlacht geschlagen ist und wir uns jetzt alle zurücklehnen können und nur noch zusehen müssen wie Comics das Nummer Eins Medium der Welt werden. Wenn wir den Gedanken mal weiterführen, dann merken wir, dass es jetzt auch die Möglichkeit gibt sich schnell und themengerecht über die "Darmflora der nepalesischen Nacktschnecke" zu informieren. Wieviele von euch haben dieses Angebot in letzter Zeit genutzt? …

Dachte ich mir. Also, Infoangebot und Möglichkeit die Info abzurufen ist da: aber wir müssen auch weiterhin Interesse an diesen Informationen wecken. Im direkten Gespräch, im täglichen Leben, im Internet. Da wo sich Leute herumtreiben die sonst mit Comics nichts am Hut haben. Und wir müssen tolerant sein. Das Internet bietet den in der letzten Folge beschriebenen "echten Geeks" tolle Möglichkeiten zum untertauchten und auf harmlose Opfer lauern. Und wenn man sich einige Usenet-Diskussionen durchliest, oder sieht wie manche Newbies in verschiedenen Comicforen behandelt werden, dann ist es kein Wunder, dass diese sich sofort wieder zurückziehen. Nicht jeder wird mit dem Wissen über alle Farbvarianten von Kryptonit geboren und manche (nicht viele, aber manche) sind wirklich erst durch Filme wie X-Men oder Spider-Man auf die Comics aufmerksam geworden… wenn man meint, dass wir diese Art Frischlinge nicht brauchen und man sie das auch gleich mal spüren lässt. The same procedure as last year? The same procedure as every year.

Außerdem droht die Gefahr einer Isolation. Wenn wir uns zu sehr auf das Internet beschränken ignorieren wir die grausige Wirklichkeit die uns da draussen erwartet. In den Zeitschriftenläden, Buchhandlungen und Kaufhäusern in denen man immer weniger Comics findet. Interesse muss, wie schon erwähnt, nach außen erweckt werden. Wir können uns nicht im Internet verschanzen. Das gilt vorallem für die Indie-Verlage. Ja, das Internet erleichtert Marketing und Vertrieb, trotzdem gilt es die Comics in den Läden zu finden. Da werden sie nämlich -zumindest momentan noch- in erster Linie verkauft. Und ein in mehreren Stores gut platzierter Comic verkauft sich immer noch besser als ein Comic der nur über eine Website zu ordern ist. Und sei sie noch so gut gemacht.

Denn damit kommen wir auch schon zum nächsten Problem: Quantität. Wirklich gute Seiten sind immer noch schwer zu finden, darum gilt es vorallem diese zu propagieren (auch innerhalb der Szene). Zu schnell geht man in den Links verloren (Lost in Webspace, wie das plakativ gerne genannt wird). Und der oben erwähnte Initiator ist immer noch nötig. Die beste Website nutzt nunmal nichts wenn sie nicht propagiert wird und keiner weiß, dass sie existiert.

Ein gut gewähltes Linksystem kann da Abhilfe verschaffen, im Idealfall eines das aktualisiert wird, so dass man nicht bei 9 von 10 Seiten das verhasste "Four-oh-Four" fourfindet (den Kalauer konnte ich mir nicht verkneifen. Mea Culpa). Portalseiten oder Fachseiten (so wie diese hier) werden hier in Zukunft eine wichtige Rolle spielen müssen. Vorallem der deutschen Szene fehlt die Infrastruktur… zumindest im Internet kann man eine funktionierende Infrastruktur ermöglichen, die es schafft viele Seiten zu deutschen Comics zu verbinden und somit einen schnellen und effektiven Überblick über Erscheinungen, etc. möglich macht.
Vernetzen heißt nunmal auch verknüpfen.

Auch die Sache mit dem "Kontakt" ist kritisch zu betrachten. Man darf durchaus streiten wieviel Einfluss Foren und Mails wirklich haben. Solange es unzählige Kindsköpfe in Foren gibt und Verleger mit E-Mails zugespammt werden die nicht viel mehr enthalten als ein "Fuck you!" oder "Ihr Wichser! Diesen Monat war Gen13 scheiße!" (im Idealfall noch mit einem kreativen Nickname anstelle des echten Namens [à la Peter_Parker77 oder Spawnfanboy]) werden auch die guten und sehr guten E-Mails mit diesen in einen Topf geworfen. Es ist für die Macher leichter geworden zu antworten. Auf dem gleichen Wege ist es auch für die Leser leichter geworden zu schreiben. Niemand würde ein "Fuck You!" ausdrucken, in einen Umschlag stecken, mit 56 Cent frankieren und sich dann hinaus in die kalte, weite, gefährliche Welt voller mörderischer Busse, amoklaufender Postboten und bissiger Rentner zu begeben.

Oder wenn es doch jemand täte, dann wäre das ein todsicheres Zeichen dafür, dass Gen13 in jenem Monat wirklich verdammt mies war.
Via Internet? Ein paar Tasten drücken, einen Button anklicken… fertig. Lässt sich prima erledigen während man nebenbei oben erwähnte Trekkie-Sodomie Bilder runterlädt und lernt Rohrbomben zu bauen.

Und, seien wir ehrlich, dass Internet erleichtert es große Reden zu schwingen und dann trotzdem gaaar nichts zu tun.

So wie ich das hier vorgemacht habe.

Trotzdem, die Infrastruktur (wenn auch ausbauwürdig) ist da, es gibt neue Möglichkeiten und Chancen für die Szene die wir so noch nie hatten. New worlds to gain. Oder um mal Transmet frei zu zitieren:
"The Internet is a weapon. Aim it right and you can blow a kneecap off the world." In diesem Sinne: PULL THE TRIGGER!

 
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