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von Christopher Bünte Samstag, 25. Februar 2006
Hat man einmal einen gewissen Status an Popularität erreicht, gibt es kein Zurück mehr. Asterix und Obelix bilden da keine Ausnahme. Sie sind Ikonen unserer Zeit. Im ewigen Kampf mit den Römern stehen sie für Herzlichkeit und Lebensfreude, für Eigenständigkeit und Individualität.
Inzwischen schert sich Albert Uderzo nicht mehr um den Charme und die Liebenswürdigkeit seiner beiden gallischen Helden. Seit Szenarist und Miterfinder René Goscinny 1977 gestorben ist, hat der Zeichner auch die inhaltliche Federführung übernommen. Die einst so unterhaltsame und avantgardistische Serie befindet sich auf dem Rückzug und hat dabei im letzten Sommer einen weiteren Tiefpunkt angesteuert.
Während die frankobelgischen Kollegen Spirou und Fantasio immer wieder versuchen, den Spagat zwischen Tradition und Modernisierung zu meistern, haben die Verlagsherren von Asterix und Obelix jeglichen Anspruch aufgegeben.
Aber nicht so voreilig. Nehmen wir einmal an, Uderzo hätte wirklich ein Interesse daran, den knubbeligen Lila-Alien Tuun vom Stern Tadsyweni ins Asterix-Universum einzuführen. Was abseits dieser Extravaganz bleibt, ist eine über alle Maßen geistlose Handlung. Eigentlich geht es nur um die Frage, wer wem kräftig auf die Schnauze haut. Nebenbei werden alle signifikanten Markenzeichen der Serie hintereinander abgefrühstückt. Asterix, sonst ein Freund raffinierter Winkelzüge und Tricksereien, benimmt sich wie ein cholerischer Hamster im Laufrad. Denn trotz des Zaubertranks waren Asterix und Obelix niemals Berserker. Schlagdraufundschlus war nicht ohne Grund der Name eines römischen Legionärs.
Asterix 33: Gallien in Gefahr
Text und Zeichnungen: Albert Uderzo
Ehapa Comic Collection 2005, 48 Seiten, Hardcover, farbig; 10,- Euro
ISBN 3-7704-0032-1Ehapa Comic Collection 2005, 48 Seiten, Hardcover, farbig; 10,- Euro

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Salleck Publications veröffentlicht die Gesamtausgabe der klassischen Spirit-Geschichten; allerdings nicht chronologisch, sondern abwechselnd immer ein Band von Will Eisner, dann ein Band eines Zeichners, der Eisner vertreten hat, während dieser im Kriegsdienst war.
David Lloyd ist Brite und ein alter Hase im Comic
Business. Seit den späten Siebzigern zeichnet er. Am bekanntesten ist
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Kickback, eine düstere Kriminalgeschichte über einen korrupten Polizisten. Es
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Altmeister Jodorowsky hat wieder zugeschlagen. Man fragt sich glatt, ob der Mann noch etwas anderes tut, als zu schreiben. Gerade in letzter Zeit hat er einen so hohen Output (Der schreckliche Papst, Borgia), dass man befürchten könnte, ihm würden bald die Ideen ausgehen.
"Dies ist die Geschichte eines trauernden Fotografen, einer Werkstatt
voller Erinnerungen, eines wichtigen Buches und vom lieben Augustin..."
Passende Klappentexte sind eine Kunst für sich, und im Falle von "Kostbarkeiten" darf man das Unternehmen einmal als gelungen betrachten. Der dritte Band der Reihe Le combat ordinaire
von Emmanuel Larcenet hat tatsächlich einiges zu bieten. Um Väter und
Söhne geht es, um die Natur und ums Erwachsenwerden, den Preis des
Krieges, Sinn und Unsinn der Psychoanalyse, Mütter und Brüder, Eulen
und Hackbraten und Dockarbeiter und Korken und Beziehungen und ... na
ja, den lieben Augustin eben.