| Panik Elektro 3: Lovestories |
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| Geschrieben von Thomas Kögel | |||||||
| Freitag, 23. Dezember 2005 | |||||||
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Das Tolle an diesem Band ist das wirklich immense Spektrum, das hier abgedeckt wird. Liebe heißt das Thema, und das ist ein so universelles, dass sich damit eine riesige Bandbreite von Geschichten erzählen lässt: lustige, traurige, romantische und deprimierende. 65 Künstler (wenn ich mich nicht verzählt habe) sind vertreten und bieten einen beeindruckenden Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten grafischen Erzählens. Das ist sowohl inhaltlich als auch formal höchst abwechslungsreich, so dass die alte Floskel "für jeden Geschmack was dabei" mal wieder ausgepackt werden muss. Neben geradlinig erzählten Geschichten ist auch Platz für verstörende, rätselhafte und fragmentarische Beiträge wie z.B. "Gaza" von Arnulf Röder oder der seltsame, aber grafisch sehr beeindruckende Trip ins "Borderland" von Moki. Zum Zug kommen sowohl junge Nachwuchstalente als auch altgediente Underground-Veteranen, aber auch bekanntere Namen wie Mawil und Flix und ausländische "Gaststars" wie Adrian Tomine, Jaime Hernandez und James Kochalka. Es liegt in der Natur der Sache, dass keinem Leser jeder Beitrag gleich gut gefallen wird. Je nach Geschmack und Tagesform wird hier jeder einen anderen Liebling finden. Und selbst der hartnäckigste Alleskenner dürfte hier noch auf Überraschungen treffen, neue Künstler und Stile kennenlernen. Einzelne Highlights hervorzuheben, ist fast ungewöhnlich - zu meinen persönlichen Favoriten gehören auf jeden Fall "Manege d'Amour" von Pietras & Fourbaux, die witzig-böse Story "Space Love" von Laska und Tobi Dahmens melancholisches "Wiedersehen". Dass bei aller Vielfalt die Qualität der Beiträge durchweg von hohem Niveau ist und kein echter Schrott vorkommt, ist das Verdienst von Herausgeber Wittek und seiner Mitstreiter Mille Möller und Frank "Spong" Plein, die für die Auswahl verantwortlich sind. 18 Euro sind nicht wenig Geld, aber eine lohnende Investition für eine dicke Sammlung origineller Comics und ein Ticket zu einer mehrstündigen Entdeckungsreise. Panik Elektro #3: Lovestories Schwarzer Turm herausgegeben von Wittek ca. 290 Seiten; s/w und farbig; 18,- Euro ISBN: 3-934167-23-3 ![]() Bildquelle: schwarzerturm.de
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Lange haben wir auf diesen Comic warten müssen, schließlich wurde schon vor über einem Jahr im
Mit dem ersten Band von Seide und Schwert betritt der vor zwei Jahren
ins Leben gerufene Splitter Verlag Neuland: Nach vielen Lizenzausgaben
französischer Comics legt er erstmals eine Eigenproduktion vor und
folgt gleichzeitig dem aktuellen Trend, Stoffe zu adaptieren, die
bereits als Roman erfolgreich waren. In diesem Fall handelt es sich um
eine Adaption der Romantrilogie Das Wolkenvolk von Kai Meyer, einer Fantasygeschichte, die im mittelalterlichen China spielt.
Reinhard Kleist zählt wohl zu den bedeutendsten
deutschsprachigen Comiczeichnern derzeit. Ncht zuletzt dank seiner Biografie
über die Musiklegende Johnny Cash, Cash - I See a Darkness, fand Kleists über die Jahre stetig
verbesserter Stil in letzter Zeit viel Beachtung.
Für seinen aktuellen Comicband Havanna nahm sich Kleist
vor, Kuba nach dem kürzlichen Rückzug Fidel Castros zu porträtieren und in
Comicform aufzubereiten.
Das Wortspiel im Titel ist blöd auf eine sympathische Art, der Hund bellt "rabau", und wenn der grave digger Dave Grigger auf Seite 4 in einen Apfel beißt, dann macht es famos "schnurps".
Spätestens an dieser Stelle hat Dave Grigger eigentlich gewonnen.
Berlin im Jahre 2323 ist die Partystadt schlechthin. Die Einwohner und Besucher feiern im einen durch, aus dem Fernsehturm wurde ein Puff, und der Regierende Bürgermeister kam durch einen Putsch an die Macht.