| Immer Ärger mit Rudi |
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| Geschrieben von Frauke | |||||||
| Dienstag, 13. Dezember 2005 | |||||||
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Dies will er nun mit dem siebten Rudi-Band endgültig ändern. Auf alteingesessene Rudi-Fans kommen deshalb ein paar Veränderungen zu. (Neueinsteiger können natürlich bedenkenlos zugreifen, da die Strips unabhängig voneinander funktionieren). Peter Puck hat den Verlag gewechselt - vom eher unbekannten Heinzelmännchen-Verlag zur großen ECC, der Ehapa Comic Collection. Das etwas pixelig geratene Titelbild ist durch die Hintergrundpanels anders gestaltet als früher und das Format ist gewachsen - vielleicht als Vorsichtsmaßnahme des Verlages, Pucks berühmt-berüchtigte wortgewaltigen Sprechblasen lesbar unterzubringen? Der augenfälligste Unterschied zu den früheren Rudi-Alben ist aber die komplette Kolorierung der Strips. Wie man aus Interviews weiß, ist befürwortet der Zeichner dies stark - gewöhnungsbedürftig ist es allemal. Der Titel verwirrt zunächst etwas. Denn eigentlich hat Rudi Ärger, und zwar mit dem Rest der Welt. Fans erwartet also die übliche - und ersehnte - Kost, nämlich meist einseitige Strips über den sarkastischen Loser und seinen besten Freund Fred, wie sie von einer Katastrophe in die nächste taumeln, sich über nervige Mitmenschen aufregen müssen und die ständig leere Brieftasche versuchen zu füllen. Dabei kommen sie aber hoch erhobenen Kopfes aus dem auch selbst verschuldeten Chaos heraus. Puck lässt seine Figuren zwar des öfteren scheitern, führt sie aber nie vor. Zwischendurch sind sie selber Giftzwerge, die sich elitär über gesellschaftliche Szenen und Normen lustig machen und denen man als Leser begeistert zustimmt - nur um sie dann doch wieder bei der nächstbesten Frau scheitern zu sehen. Aber es gibt auch andere Aspekte im Leben Rudis als immer nur der leidgeprüfte Pessimist zu sein. Umarmen möchte man Peter Puck z.B. für die Erfindung des Modems, das einfach angeschlossen wird und funktioniert. Für die Anteilnahme beim Frustriertsein über die beklopptesten Google-Suchergebnisse, die nie das bieten, was einem weiterhelfen könnte; es sei denn, man bekommt keine Spammails und ist tatsächlich auf der Suche nach Pornoseiten. Für den Tipp, wie man den Tod überlistet: einfach zulabern, wie auch direkt zwei Seiten lang exemplarisch gezeigt wird. Seine Figuren sind souverän und ausdrucksstark umgesetzt. Hintergründe gibt es weniger - aber die würden ja meist auch gar nicht mehr hinpassen vor lauter Sprechblasen. Lediglich die großen Einpanel-Einseiter (Suchbilder, Parodien, Puzzle,...) waren mir in diesem Band etwas zuviel des Guten, da ihnen der Schwung der Strips fehlt. Aber das ist schon okay. Hier bekommt man schließlich für sein Geld einen deutlichen Mehrwert - in zehn Minuten ist dieser Comic mit Sicherheit nicht durchgelesen, dafür sorgt der schreibwütige Peter Puck schon... Übrigens: Rudi wird auch im Internet veröffentlicht, und zwar monatlich auf peter-puck.de (die Alben sind immer eine Sammlung der veröffentlichten Strips). Dort gibt es auch eine Leseprobe zu diesem Band. Immer Ärger mit Rudi Ehapa Comic Collection Text und Zeichnungen: Peter Puck 48 Seiten, Softcover, komplett farbig; 10,- Euro ISBN: 3770429052 ![]() Bildquellen: Cover von comiccombo.de, Panel von peter-puck.de
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Was
vor drei Jahren als als ein sehr dick geratenes Fanzine mit starkem
Underground-Faktor begann, hat sich mit der dritten Ausgabe zu der wohl
wichtigsten Plattform der deutschsprachigen Indiecomic-Szene gemausert.
Nachdem ich Katrin Baumgärtners Mundkopf zum ersten Mal gelesen hatte, fühlte ich mich nicht in der Lage, sofort eine Rezension zu schreiben. Der ganze Comic ließ mich mit einem extrem starken "What the fuck?"-Gefühl zurück, das dafür sorgte, dass ich beschloss den Comic nicht zu rezensieren, ehe ich ihn nicht ein zweites Mal gelesen hatte.
Das Wortspiel im Titel ist blöd auf eine sympathische Art, der Hund bellt "rabau", und wenn der grave digger Dave Grigger auf Seite 4 in einen Apfel beißt, dann macht es famos "schnurps".
Spätestens an dieser Stelle hat Dave Grigger eigentlich gewonnen.
Der vierte Band der Blueberry-Chroniken, "
Nach dem Preview-Heft „Der verbotene Wald", das man 2006 auf dem
Comic-Salon in Erlangen ergattern konnte (