JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Marco Behringer Sonntag, 15. August 2010
Im elisabethanischen England greift König James von Schottland nach der Krone, während der Großinquisitor Enrique von Spanien Jagd auf die "Hexenbrut" - außergewöhnlich Begabte - macht und die Tochter des Führers der Überseekolonien gemeinsam mit einem "Wilden" um Hilfe bittet. Sir Nicholas Fury und Dr. Stephen Strange haben am Hof der Königin von England alle Hände voll zu tun, während Graf Otto von Doom seine finsteren Pläne schmiedet. Die Welt scheint ohnehin aus den Fugen, da unerklärliche Wetterphänomene als Vorboten des Weltuntergangs gedeutet werden.
Gaiman vermischt hier auf gekonnte Weise Elemente der Science Fiction (Zeitreise, Zeitanomalien, Alternativwelt) mit Fantasy (Riesendrachen, Magie) und steckt das Ganze in einen geschichtlichen Rahmen. Neben den politischen Ränke- und Machtspielen zwischen Vatikan, Inquisition, England und Schottland greift der Autor genauso auf volkskundliche Hintergründe wie Hexenverfolgung zurück, die sich hervorragend für die Marvel-Welt erweist, weil es dort von begabten Mutanten, Magiern und Hexen nur so wimmelt. Problematisch sind aus ethischer Sicht dagegen die post-9/11-Reflexe Gaimans: Zum Beispiel billigt Elisabeth die Anwendung von Folter, was unwillkürlich an die Guantanamo-Exzesse denken lässt und dadurch einen bitteren Nachgeschmack erzeugt.
Die Grafik besticht durch einen starken Hang zum Mystischen und Übernatürlichen. Kuberts individueller Strich weist einen leichten Einschlag zum Rundlichen, Kindlichen auf, was zum Märchenautor Gaiman jedoch hervorragend passt. Die detaillierten Zeichnungen sind außerdem von Schraffuren gekennzeichnet, was den übernatürlichen Effekt noch einmal verstärkt. Das Artwork besticht darüber hinaus durch eine ungewöhnliche Kolorierungstechnik. Richard Isanove trug die leuchtenden Farben direkt auf die Bleistiftzeichnungen Kuberts auf, wodurch ein besonderer Effekt entsteht. Die gewöhnlich starken Tuschekonturen fehlen dadurch, was die Figuren plastischer erscheinen lässt. Die Kolorierung selbst wird von mystisch wirkenden Farben dominiert: violett, rosa, türkis und blau.
Gaiman hat mit Marvel 1602 innerhalb des Superheldengenres für viel Furore gesorgt. Seine märchenhafte Parallelwelt ist als traumatisierte Reaktion auf 9/11 zu verstehen und deshalb mit Vorsicht zu lesen. Trotzdem kann die grandios erzählte Geschichte in den Bann ziehen und auch für Gelegenheitssuperheldencomicleser interessant sein, die sich für Genre-Crossover oder märchenhaft-morbide Geschichten begeistern. Die Zeichnungen Kuberts sind einmalig und werden durch die außergewöhnliche Kolorierung Isanoves ergänzt.
Marvel 1602 (Gesamtausgabe)
Panini Comics, April 2010
Text: Neil Gaiman
Zeichnungen: Andy Kubert
Softcover, Seiten, farbig; 19,95€
ISBN: 978-3866079304
Leseprobe bei myComics (34 Seiten)
Die spannende Geschichte und die magischen Bilder ziehen in ihren Bann!
Abbildungen © Andy Kubert, der dt. Ausgabe Panini Comics















Neue Veranstaltung einsenden



Na also, nachdem einige der Comics, die für das "All in One"-Konzept
von Ehapa ausgewählt wurden, von eher durchwachsener Qualität waren, bringt der
Verlag mit Tanatos nun eine französische Albenreihe, die man schließlich
beinahe ausnahmslos loben muss. Angesiedelt in Frankreich des frühen 20.
Jahrhunderts, handelt der erste abgeschlossene Zyklus "Der Sohn des Todes" von dem sich
entfaltenden Masterplan des französischen Superschurken Tanatos, der im Jahr
1914 die Politik der Nationalversammlung direkt beeinflusst und durch Anschläge
und Attentate insgeheim zum kriegsauslösenden Faktor wird.
- 05.09.2009
Deadpool, ein Mutant mit ähnlichen Selbstheilungskräften wie Wolverine, tauchte erstmals 1991 im Marvel-Universum auf und turnt seitdem regelmäßig durch diverse Serien, sowohl als Gaststar als auch in eigenen Titeln. Vor allem in den letzten beiden Jahren warf Marvel eine kaum noch überschaubare Zahl von fortlaufenden Serien, Mini- und Nebenserien rund um den "merc with a mouth", den "Söldner mit der großen Klappe" auf den Markt. Aus der großen Menge des verfügbaren Materials hat Panini zunächst ein paar Paperback-Sammelbände auf Deutsch veröffentlicht, nun startet man zusätzlich noch eine Heftserie, die alle zwei Monate erscheinen soll.
Für diese Miniserie hat Marvel-Chefredakteur Joe Quesada selbst zu
Stift und Papier gegriffen und die Story sowohl geschrieben als auch
gezeichnet. Offenbar hat er dabei den Zeitaufwand gewaltig
unterschätzt, denn die Erscheinungsweise der Einzelhefte in den USA war
katastrophal: zweieinhalb Jahre lagen zwischen dem ersten und dem
sechsten Heft, was man wahlweise peinlich, lustig oder unprofessionell
finden kann.
- 08.03.2007
"Schon wieder ein Indianer-Sezessionskrieg-Comic!" könnte man denken,
wenn man an die jüngsten Publikationen aus dem Hause Splitter denkt.
Neben dem Splitter Book Canoe Bay sind zusammen mit dem ersten Band der Serie Bravesland erst
vor kurzem zwei Comics erschienen, die sich mit dem
England-Frankreich-Indianer-Sezessionskrieg in der Kolonialwelt
Nordamerikas auseinandergesetzt haben. Mit Der letzte Mohikaner
liegt nun nicht nur ein weiteres Buch in der Splitter-Books-Reihe vor,
sondern ebenfalls eine weitere Arbeit, die sich diesem historischen
Thema widmet.
- 21.09.2010
Nach dem recht gelungenen Einzelband Point Blank liegt mittlerweile auch der erste deutschsprachige Sammelband der
Wildstorm-Serie Sleeper vor, eine Reihe, die bestimmte Personen aus Point
Blank tangiert und auf Geschehnisse daraus aufbaut, respektive fortführt.
Trotzdem lässt sich Sleeper auch ohne Mühe losgelöst von seiner „Prolog-Story“ genießen.