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11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Benjamin Vogt Samstag, 28. August 2010
Die Liebe zu Catherine Lacombe, die Captain Drake nach seiner Rückkehr bei einem Tanz kennenlernt, positioniert ihn in einer Konkurrenzsituation zum gleichfalls verührerischen wie geheimnisumwitternden Frauenschwarm Lord Faureston. Der bleiche Casanova buhlt nämlich ebenfalls um die Gunst von Miss Lacombe.
Wenig ist bekannt über Faureston, lediglich der harmlose Bankangestellte Mister Jones glaubt dessen wahre Identität zu kennen. Jones ist nachts im Geheimen als Vampirjäger unterwegs und ist sich sicher, dass Lacombe eine untote Gefahr darstellt. Aber ist Jones tatsächlich vertrauenswürdig? Kann man seinen unglaublichen Behauptungen Glauben schenken? Zum Wohle seiner Angebeteten versucht Richard Drake schließlich die ganze Wahrheit aufzudecken.
Ab diesem Zeitpunkt wird dieses erste Album der mit dem schlichten Titel D ausgestatteten Serie auch erst richtig interessant. Drake ist äußerlich ein grober Mann, der auf seinen Reisen spürbar viel erlebt hat, aber erst jetzt, in der europäischen Heimat, seine spektakulärste Erfahrung macht. Doch wie soll er nun damit umgehen, dass sein gutaussehender Nebenbuhler ein echter Vampir sein soll?
Alain Ayroles und Bruno Maiorana,
das kreative Duo hinter dem Comic Garulfo, erzählen eine geradlininige
Horrormär, die ihre Besonderheit dadurch gewinnt, dass sie elementar an den
Zeitgeist des ausklingenden 19. Jahrhunderts in Europa gebunden ist. Impressionen
der Straßen und Lokalitäten sind detailiert ausgestaltet und grafisch
verspielt. Der Abend im Ballsaal zu Beginn des Bandes wurde einprägsam
ausgestaltet und gipfelt in Drakes Ausbruch aus der noblen Gesellschaft, indem
er einen falschen Pagen in den Garten verfolgt und seinen Heldenmut unter
Beweis stellen darf. Das sind Momente innerhalb des Plots, die die innere
Zerrissenheit der Figur sehr gut widerspiegeln.
Überhaupt ist es der Authentizität der Personen vorbehalten, dem viktorianischen Zeitalter erst so richtig Leben einzuhauchen. Drake ist Mitglied der feinen Gesellschaft und angesehener Abenteurer, Jones, der als ängstlich und unglaubwürdig vorverurteilt wird, arbeitet immerhin seriös bei einer Bank und sogar Lord Faureston trägt gerne Frack und Zylinder.
D verleiht dem oft herangezogenen Vampirmythos Stil. Und das Album ist zudem gerade aufs Ende zu recht spannend. Die beiden weiteren Ausgaben dieser dreiteilgen Serie werden sich augenscheinlich noch stärker auf das Duell der beiden Hauptprotagonisten konzentrieren. Und das macht neugierig genug.
Wer sich einen speziellen Eindruck
von diesem empfehlenswerten Comic verschaffen will, dem sei der entsprechende,
von Splitter erstellte Trailer in deren You Tube-Channel empfohlen.
D 1 - Lord Faureston
Splitter-Verlag, Juni 2010
Text: Alain Ayroles
Zeichnungen: Bruno Maiorana
64 Seiten, farbig, Hardcover,
13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-152-8
Spannende Vampirkost von den
Garulfo-Machern















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Hier liegt mal wieder ein richtig gelungenes Cover vor. Es ist sehr stimmungsvoll und passend zum Inhalt. Beherrscht wird es von grimmig aussehenden, schwer bewaffneten Männern, welche eine zierliche junge Frau schon fast aus dem Bild drängen. Diese lächelt geheimnisvoll und steht ziemlich unbeeindruckt und entspannt gegenüber diesen waffenstarrenden Machos. Und wer genau hinsieht, kann entdecken, dass sie auf dem Mittelfinger der hinter dem Rücken gehaltenen Hand einen Schmetterling balanciert. Äußerste Zartheit und Zerbrechlichkeit steht einer geballten destruktiven Kraft gegenüber. Ein hervorragendes Titelbild, welches sehr gut die bedrohliche, aber auch zarte und heitere Stimmung des Bandes trifft.
Nach einer etwas längeren Wartezeit kommt der zweite Band und Abschluss von Die Welt von Lucie als Splitter Book heraus. Auch der zweite Band ist recht voluminös geworden und der Leser freut sich auf die Beantwortung der vielen Fragen, die im ersten Band gestellt wurden.
Lange musste man hierzulande auf die Veröffentlichung der
US-Kultreihe The Goon
warten, nun liegt der erste Sammelband der
bereits fünffach
mit dem Eisner Award ausgezeichneten Serie auf Deutsch und in
gewohnter Cross Cult-Aufmachung im A5-Hardcover vor.
Im Jahr 2006 entstand in Frankreich Sable Noir, ein gemeinsames
Projekt des Buchverlags J'ai Lu, der Spartensender Jimmy und CinéCinéma
und der Produktionsfirma Cartel. Eine Reihe von Schriftstellern wurde
beauftragt, kurze Horror- oder Mystery-Geschichten zu schreiben, die
alle in dem kleinen Dorf Sable Noir spielen sollten, welches einmal im
Jahr von einem bösen Fluch belegt wird. Diese Novellen wurden als Buch
veröffentlicht und parallel als Miniserie fürs Fernsehen umgesetzt. Das
Experiment war erfolgreich, ein paar Jahre später kam die Fortsetzung Vampyres: Sable Noir,
bei der Vampire eine tragende Rolle spielen sollten. Diesmal nahm man
als drittes Medium den Comic mit ins Boot: Die sechs Vampir-Novellen
wurden nicht nur als halbstündige Filme fürs Fernsehen, sondern auch als
24-seitige Comics umgesetzt.
- 15.09.2010
