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11.02.2012
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15.02.2012
(Signierstunde)
von Jons Marek Schiemann Dienstag, 27. April 2010
Nichtsdestotrotz kommt der Aspekt der Christianisierung nicht zu kurz. So wird an einer Stelle erwähnt, dass sich die Hexen in der Gegend festsetzen konnten, da hier der neue Glaube noch nicht gefestigt sei. Christliche Symbole machen ihnen auch nichts aus: sie lassen ein Kreuz in der Hand eines Priesters verbrennen.
Gängige Elemente der Gothic Literature wie Ruinen, Sümpfe, Nebel, Adlige, böse Omen, verführerische Frauen, Friedhöfe, Gewitter, Totenschädel und tapfere Helden werden hier aufgeführt. Dennoch verkommt es nicht zum Klischee. Der Rückgriff auf die Mythologie und die Literatur des Rittertums verbindet die Elemente auf spannende Weise. So ist der Band sehr stimmungsvoll. Er ist gruselig, blutig, sexy, teilweise romantisch und spannend. Man kann ihn auch gut lesen, ohne den vorherigen Zyklus um Das Verlorene Land (4 Alben bei Ehapa) zu kennen.
Wenngleich auch manche Handlungselemente offen bleiben, kann man "Morrigan" auch als Einzelband lesen, obwohl er einen neuen Zyklus beginnt. Die offenen Elemente beschränken sich auf Anspielungen, die den Leser neugierig machen, wie es wohl weitergehen wird.
Die Zeichnungen sind dynamisch, detailreich und vermögen es, wirklich jeder Person einen individuellen Charakter zu geben. In ihrer naturalistischen Art versetzen sie den Leser in die Zeit und in die Handlung und lassen ihn nicht mehr los. In Grau- und Blautönen koloriert, werden die Tristheit der (Handlungs-) Umgebung und die gedrückte, gruselige Stimmung noch verstärkt. Story, Zeichnungen und Farben ergänzen sich hier auf angenehmste Art und Weise.
Ritter des verlorenen Landes 1: Morrigan
Splitter Verlag, März 2010
Text: Jean Dufaux
Zeichnungen: J. Delaby
Hardcover, 56 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-090-3

Ein spannendes und stimmungsvolles Abenteuer, das Rittergeschichten mit Horror vermischt.
Abbildungen © Splitter Verlag















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Ausgeschrieben heißt dieser Comic eigentlich "Tarot - Witch of the Black Rose Band 1: Hexenkrieg" und ist das Ergebnis, wenn Jim Balent, langjähriger Zeichner von Catwoman (1993-1999) und einiger Ausgaben von Purgatori, Lobo u.a. seine selbstgeschriebene Serie umsetzt.
Die Suche nach den machtverleihenden Knochen des toten Zauberers Yarlig
geht weiter. Konsequent wird dabei die Mischung aus den Filmen Der Herr der Ringe und vor allem Zwei glorreiche Halunken
fortgesetzt. Diesmal liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem
klassischen Italowestern. Ganze Szenen und Dialogsequenzen werden eins
zu eins übernommen.
Serienmörder und ihre Taten üben eine eigenartige Faszination auf uns
aus. Verbrechen, die Jahrzehnte, manchmal gar Jahrhunderte zurückliegen,
werden nicht vergessen und zu den Akten gelegt, sondern immer wieder
thematisiert - und durch die Verarbeitung in Kino, Fernsehen oder
Kriminalroman auch zu einem Stück Popkultur. Dass sich historische
Serienmorde auch als Thema für Comics eignen, will der Autor Peer Meter
beweisen, indem er gleich drei solche Stoffe zur Graphic Novels
verarbeitet. Der erste davon erschien kürzlich bei Reprodukt: In Gift
geht es um eine Frau namens Gesche Gottfried, die in den 1920er Jahren
in Bremen insgesamt 15 Menschen vergiftet hatte und 1831 hingerichtet
wurde.
- 26.07.2010
Alexandro Jodorowsky, einer der ganz großen Comicautoren, meldet sich mit seiner neuen Serie Der schreckliche Papst zurück. Hatte sich Jodorowsky zunächst viel mit Science-Fiction beschäftigt (John Difool mit Moebius, Die Kaste der Meta-Barone mit Juan Giménez) und dann mit Western (Juan Solo und Bouncer) drückt er nun dem historischen Comic seinen Stempel auf. Die mit Milo Manara begonnene Serie Borgia (bei Kult Editionen) läuft noch und schon kommt quasi die Fortsetzung heraus.
- 19.08.2010
Chauvel und Le Saec setzen ihre Geschichte des organisierten Verbrechens in New York mit „Murder Inc." fort. Aufgrund ihres „True Crime"-Charakteristikums ist die Reihe sehr faszinierend. Schließlich werden hier reale Fälle und Personen behandelt, die heute zumeist hinter popkulturellen Arbeiten wie Filmen, Romanen und anderen Comics kaum mehr zu entdecken sind. Was ist Mythos und was Realität? Die ganze Reihe Cosa Nostra ist ein historisches Sachbuch in Comicform. Und das hat als bebildertes Geschichtsbuch über Verbrechen seinen Reiz, weil es die Mythen ignoriert.