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von Marco Behringer Donnerstag, 01. April 2010
Beeindruckend ist jedenfalls die Wandlung der Serie: Die negativ erscheinenden herrschenden Menschen werden zu bedrohten Sympathieträgern, weil sie unterlegen und in der Minderheit sind. Insgesamt geht es um die Kontrolle der Menschen über ihr eigenes Schicksal. Die Story eignet sich überhaupt nicht für den Quereinstieg und selbst für diejenigen, die die Serie von Beginn an lesen, kann es hilfreich sein, die vorangegangenen Bände nochmals zu lesen. Denn die Vielzahl an außerirdischen und menschlichen Figuren, von denen einzelne wiederum besondere Fähigkeiten aufweisen, erfordert höchste Konzentration. Es ist gar nicht einfach, den Überblick bei der dynamisch erzählten Story zu behalten. Dies ist kein Makel, sondern spricht für die Komplexität von Acriborea.
Meines Erachtens wäre es allerdings besser gewesen, wenn der Autor auf die Superhelden-Elemente ganz verzichtet und auch die sonstigen Actionszenen um einiges reduzierter eingesetzt hätte. Denn der einfallsreiche Kerngedanke von der Besiedlung eines fremden Sternensystems aufgrund verheerender Umweltbedingungen auf der Erde sind nicht nur (leider) up-to-date, sondern auch in der Comiclandschaft rar. Deshalb ist es mehr als schade, aus einem visionären Stoff wieder einmal mehr eine brachiale Materialschlacht zu machen. Es wird auch zu viel an Superkräften hineingemischt, was man alles schon von den sintflutartigen und qualitativ oftmals dürftigen Marvel- und DC Comics kennt.
Acriborea findet mit "Die Direktive 'Arca'" ihr fulminantes Finale. Science-Fiction-Fans kommen nicht herum, zumindest einen Blick in die Serie zu werfen, die sicherlich zu den Programmhighlights bei Bunte Dimensionen zählt und neben Travis (Rezension) deren einzige Science-Fiction-Serie darstellt.
Acriborea 5 - Die Direktive "Arca"
Bunte Dimensionen, März 2010
Text: Sylvain Cordurié
Zeichnungen: Stéphane Créty
Hardcover, 56 Seiten, farbig; 15,- €
ISBN: 978-3-938698-40-2
Serienvorstellung mit Leseproben bei Bunte Dimensionen

Komplex erzählte SF-Story mit detailverliebten Zeichnungen
Abbildung © Bunte Dimensionen, Cover © Delcourt
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Bislang stand der Name "Finix" ja ausnahmslos für ein äußerst löbliches Verlagsprojekt, in Zuge dessen Albenreihen, die zuvor bei anderen Verlagen scheiterten, zu einem Ende verholfen wurde. Jetzt scheint für Finix die Zeit gekommen zu sein, sich an eine Erweiterung des Programms und die damit einhergehende Profilschärfung zu wagen: Aus diesem Grund wurde die Edition Solitaire aus der Taufe gehoben, gewissemaßen ein Sublabel, in welchem abgeschlossene Einzelalben ihren Platz finden sollen.
- 26.12.2009

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