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10.02.2012
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11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Jons Marek Schiemann Donnerstag, 11. März 2010
Von dem nichtssagenden Cover sollte man sich nicht täuschen lassen - was hier geboten wird, ist eine packende Story in einer hervorragenden graphischen Umsetzung.
Der Bouncer ist in die Dorflehrerin verliebt und macht sich auf den Weg zu ihrer Schwester Carolyn, um Frieden zu schließen. Diese versucht mit allen Mitteln, an das Grundstück von Bouncers Neffen zu gelangen. Notfalls mit Gewalt. Im Gespräch mit Carolyn wird der Bouncer durch erotische Verlockungen zunächst auf ihre Seite gezogen, um dann allerdings, nach einem missglückten Mordanschlag, zur Waffe zu greifen. Zum Schluss erweist sich der Titel "Doppelherz" als doppeldeutig, wenn ein schockierendes Geheimnis gelüftet wird.
Die Grundzüge der Story sind soweit bekannt und schon in vielen Western behandelt worden. Sie wird durch den Meisterautor Jodorowsky, der unter anderem John Difool (mit Moebius), Die Metabarone und Borgia (mit Manara) geschrieben hat, mit Zynismus und Brutalität vorangetrieben. Man kann nie sicher sein, was einen erwartet. Diese Seite von Jodorowsky kann aber auch durchaus komisch sein. Einer der Schurken hat den Rest einer Axt im Kopf (heißt sinnigerweise auch "Axehead") und schickt seine Kinder "zum Unterricht", indem er sie eine Postkutsche überfallen lässt. Aber auch die Kinder entgehen nicht ihrem Schicksal. Geradezu vor Zynismus triefend ist der Dialog auf Seite 62: "Was ist passiert?" "Ach, nichts Besonderes. Da wurde nur ein Kind von einem Hund totgebissen!" Ein weiteres Beispiel für Jodorowskys humorvolle Seite ist der Dialog über Sex auf den ersten Seiten ("Sein Kirschbaum ist nie in meinem zarten Tal erblüht").
Die Farben sind von Florent Bossard und Francois Boucq durchweg schön und satt gestaltet und der Landschaft und Stimmung der Figuren angemessen. Richtig fantastisch gestaltet sind die Seiten 8 und 9: Man muss schon genau hinsehen, wie sich die erotischen Gedanken des Bouncers als Spiegelung in der Landschaft wiederfinden. Hervorragend.
Bouncer 7 - Doppelherz
Ehapa Comic Collection, Februar 2010
Text: Alexandro Jodorowsky
Zeichnungen: Francois Boucq
64 Seiten, Hardcover, farbig; 12,- Euro
ISBN: 9783770433223

Ein weiteres Kapitel der harten Westernsaga, sehr gut umgesetzt.
Hervorragende graphische Ideen in einer packenden Story.
Abbildungen © Ehapa Comic Collection / Les Humanoïdes Associés















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Das erste Comicalbum der Reihe Unter dem Hakenkreuz
porträtiert das Leben der Menschen in einer rheinischen Kleinstadt zu Zeiten
der sich in der Endphase befindlichen Weimarer Republik. Im Mittelpunkt der
1932 einsetzenden Handlung steht der Jugendliche Martin Mahner, der im
Gegensatz zu seinem Vater dem Aufstieg der Nationalsozialisten skeptisch bis
ablehnend gegenübersteht. Dann gibt es da noch Gunther, seinen besten Freund und
eigentlich eine politisch wenig interessierte Persönlichkeit. Martin, der kulturbegeisterte
Schüler, bekommt aber spätestens ab der Machtübernahme Hitlers 1933 hautnah mit,
dass sich die Windrichtung auch in seinem Heimatort gedreht hat: ein Boykott
jüdischer Geschäfte wird ausgerufen, SA-Männer kontrollieren die Straßen und
auch Gunther scheint an der Nazi-Ideologie zunehmend Gefallen zu finden. Am meisten
trifft ihn aber sicherlich die Tatsache, dass Katharina, die Tochter der neuen
Nachbarn, auf die Martin ein Auge geworfen hat, jüdischer Herkunft ist und
deswegen entsprechend in Gefahr lebt.
- 10.08.2009
Mit dem englischen Wort "Changeling" bezeichnet die europäische
Mythologie ein sogenanntes Wechselbalg, ein Baby also, das den Eltern
ohne deren Wissen untergeschoben wird, während Elfen oder Geister das
eigentliche Kind rauben. Ein solcher Changeling ist auch der kleine
Peter Jobson, auch Scrubby genannt, von dem Pierre Dubois und Xavier
Fourquemin in ihrem Comic erzählen.
- 19.06.2009
Der Mangawestern war ja bislang
ein eher unerforschtes Gebiet. Mangaka Jiro Taniguchi, von jeher ein Bewunderer
frankobelgischer Westerncomics (z.B Jean Girauds Blueberry), erfüllte sich mit
seinem Buch Sky Hawk einen lange gehegten Traum: Er versetzt zwei
Samuraikrieger mitten in den Konflikt zwischen Indianern und US-Armee.
- 16.09.2010

Die neue Vertigo-Reihe American Vampire machte schon im Vorfeld von sich reden, weil niemand geringeres als Stephen King Texte zu der Serie beisteuerte. Nun liegt also der erste Band auf Deutsch vor und man kann sich endlich ein eigenes Bild machen.