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- Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Benjamin Vogt Sonntag, 28. Februar 2010
"Witchblade - Ein neuer Anfang" knüpft mit den enthaltenen US-Heften 113-118 direkt an die letzte Infinity-Ausgabe an und setzt kurz nach den Ereignissen des Crossovers "First Born" ein. Sarah Pezzini, Polizistin und bisherige Trägerin der uralten Waffe namens Witchblade, kommt nun vornehmlich ihren Pflichten als frischgebackene Mutter nach und teilt sich aus diesem Grunde die Witchblade mit der jungen Tänzerin Danielle Baptiste. Autor Ron Marz setzt mit dieser Zweiteilung der Serie deutlicher auf die Beziehungsebene als dies zuvor der Fall war; neben der Auflösung von Kriminalfällen und der Bekämpfung von Übernatürlichem, die auch weiterhin den Grundton bilden, steht jetzt auch Familie, Liebe und Freundschaft im Vordergrund. Umgesetzt wird dieser neue Anstrich durch die Zeichner Sami Basri und Stjepan Sejic, deren Herangehensweisen kaum unterschiedlicher sein könnten. Während Ersterer auf klar konturierte, wenig effektreiche Bilder und warme, freundliche Farben setzt, dominiert Sejic seinen Anteil des Bandes mit einem realistischen, expressiven Zeichenstil, dem es durch die kühle Erscheinung aber leider an Dynamik und Detailtreue mangelt. Der Kontrast zwischen beiden ist extrem und sicherlich ist es Geschmackssache, welche Stilart man bevorzugt. Insgesamt bewegen sich Marz, Basri und Sejic auf einem ordentlichen Niveau, verpassen es aber, wirkliche Glanzlichter zu setzen und die Witchblade auf ein anspruchsvolleres Niveau zu heben, als sie die vergangenen Jahre war.
Der perfekte
Einstieg für die Reihe um Mafia-Killer Jackie Estacado, der die momentane
Inkarnation der Darkness ist, hat sich für Panini hingegen quasi von allein
ergeben. Auch wenn man für den Start ab dem US-Volume 3 die ersten beiden Kapitel,
die bei Infinity als "The Darkness - Neue Serie" 25 und 26 bereits einzeln
veröffentlicht wurden, nochmals abdrucken musste, ist das in jedem Fall sinnvoll,
denn so bietet sich dem Leser der sehr empfehlenswerte Sechsteiler "Imperium"
versammelt und komplett in einem Band. Jackie, der seit Beginn der Serie sich
zum Oberhaupt einer Mafiafamilie aufschwingen konnte, bevor er abstürzte und
sogar kurzzeitig tot war, verschlägt es darin in ein kleines südamerikanisches
Städtchen, wo er den örtlichen Diktator stürzt und die Bevölkerung mithilfe
einer neu entwickelten Droge und eines Wissenschaftlers unter Kontrolle hält.
Phil Hester erdachte sich für diese neueste Interpretation um die mysteriöse
Darkness einige neue Ansätze, von denen der Bartwuchs der Hauptfigur noch
diejenige mit der geringsten Tragweite ist. Vielmehr gelingt es Hester, den Kern
der Reihe, die Darkness selbst, wieder zum hauptsächlichen Gegenstand zu
machen. Spürbar ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel, dass Macht neuartig definiert
und im größeren Kontext dargestellt wird, zudem erhält Estacado nun mehr
Kenntniss über die Natur der Finsternis, die fieser, betrügerischer und
selbstständiger als je zuvor erscheint. Unterlegt durch die rauen, finsteren Bilder
von Zeichner Michael Broussard, dessen Stil stark an The Darkness-Miterfinder
Marc Silvestri erinnert, ist dieser Neubeginn dann tatsächlich auch weitaus
sehenswerter wie die Versucher einiger Autoren/Zeichner zuvor; auch das ist ein
Grund, weshalb man das Gefühl hat, dass die Serie zu alter Stärke zurückgekehrt
ist.
Witchblade 1 - Ein neuer Anfang
Panini, Juli 2009
Text: Ron Marz
Zeichnungen: Sami
Basri, Stjepan Sejic
148 Seiten, farbig, SC;
16,95 Euro
Darkness 1 - Verflucht
Panini, August 2009
Text: Phil Hester
Zeichnungen: Michael
Broussard
148 Seiten, farbig, SC;
16,95 Euro

Guter Einstiegspunkt für neue Leser, Stammleser dürften sich über eine gelungene Wiederbelebung der langjährigen Serien freuen
Witchblade 1 - Ein neuer Anfang:
Darkness 1 - Verflucht:















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Das Horror-Genre ist in den letzten Jahren im Comicbereich immer beliebter geworden. Wirklich guten und überzeugenden Horror findet man jedoch eher selten. Eine willkommene Ausnahme im Genre-Einheitsbrei ist die Serie Locke & Key von Joe Hill, die nun erstmals auch auf Deutsch erscheint. In Form einer Dialog-Rezension besprechen Christopher Bünte und Thomas Kögel den ersten Band der Reihe.
Mit dem zweiten und dritten Album ist die fulminant gestartete Comicserie Die Bruderschaft der Krabbe auch bereits abgeschlossen. Szenarist Mathieu Gallié gelingt es, die Handlung rund um eine Gruppe von Kindern, die gegen die Erschaffung eines Krabbenmonsters ankämpfen, über die gesamte Lesedauer auf einem konstant hohen Niveau zu halten.
Eben erst von einer seiner großen Expeditionen zurückgekehrt, genießt der draufgängerische Forscher Richard Drake
die Vorzüge, die London zu Ende des 19. Jahrhunderts für die vornehmere
Gesellschaft bereithält. Ob in noblen Zigarrenclubs, beim elitären
Fechttraining oder in pompösen Ballsälen, Drake ist der unternehmerische
Antiheld der viktorianischen Dekadenz.
- 28.08.2010
Im Hause Panini findet man neben dem großen Sortiment an Marvel- und
DC-Lizenzen auch immer mal wieder Comics aus kleineren amerikanischen
Verlagen. So haben zum Beispiel die durch den Spieleproduzenten Games Workshop
inspirierten Comics ihren Platz im Regal direkt neben den
amerikanischen Superhelden eingenommen. Während die epischen Schlachten
von Warhammer und Warhammer 40k vielen Lesern bereits bekannt sein dürften, handelt es sich bei Blood Bowl -
auch unter den Tabletop-Spielern - wohl eher um ein unentdecktes
Kleinod. Leider erfährt diese kleine Perle unter der Regie des
amerikanischen Comic-Verlags Boom Studios eine Heimpleite. Das Auswärtsspiel für Blood Bowl: Blut und Spiele kann bei der deutschen Lesergemeinde wegen mangelnder Bekanntheit des Spiels eigentlich nur noch schlechter ausfallen.
Die Natur schlägt zurück! Zumindest in Christophe Becs und Eric
Henninots zweitem Teil der sechsteiligen Serie Carthago. In "Die
Challenger-Tiefe" bieten die beiden erneut eine konfuse Mischung aus
Mystery, Öko-Thriller und Science-Fiction. Wie in Becs anderen
Splitter-Arbeiten (Prometheus, Heiligtum) verknüpft der Autor eine
Blockbuster-Ästhetik mit einer rasant erzählten Geschichte, die durch
Zeit- und Ortssprünge gekennzeichnet ist. Bereits der Auftaktband von Carthago
hatte enttäuscht und konnte dem wenig hinzufügen.
- 10.09.2010