JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Jons Marek Schiemann Mittwoch, 24. Februar 2010
Zunächst wird der Leser in das antike Ägypten geführt, wo er Zeuge der Konfrontation einer Priesterin mit einem Hohepriester wird. Der Sinn dieser Szene bleibt unklar (abgesehen von dem Tenor "Mann gegen Frau"), denn schon zwei Seiten später befinden wir uns mit der Titelheldin Camilla im Paris des Jahres 1794. Camilla, Mitglied der Sekte "Die Töchter Liliths", denkt an zwei real existierende Frauen, die für ihre Zeit außergewöhnlich waren: Olympe de Gouges und Manon Roland. Diese beiden Frauen gab es wirklich: Olympe de Gouges, 1748 geboren, kämpfte für die Rechte der Frauen, die ironischerweise auch nach der Revolution keine Bürgerrechte hatten. Die Ex-Kurtisane verfasste 1791 eine "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin", die der Erklärung der Menschenrechte nachempfunden war. Dieses Pamphlet war eine Pioniertat des Feminismus, aber auch Anstoß für die Verhaftung ihrer Autorin. Sie wurde auf Befehl Robespierres 1793 geköpft. Manon Roland war die Ehefrau des damaligen Innenministers und führte einen Salon, in dem sich führende Revolutionäre trafen. Als sie ihren Mann veranlasste, eine flammende Rede gegen Danton zu halten, wurde sie verhaftet und 1793 hingerichtet.
Die Sympathien des Autors sind dabei unklar. Einerseits ist der Comic pro-feministisch, da die porträtierten Frauen gegen das Patriarchat und die christlich tradierte Frauenfeindlichkeit angehen. Andererseits unterstützt der Frauenorden die Tyrannei der Jakobiner, um anti-christliche Ziele zu verwirklichen, und gleichzeitig betreibt er den Sturz Robespierres. Das Motiv dafür hätte Autor Thomas Mosdi deutlicher herausarbeiten müssen. Dass die Frauen später auf der Seite Napoleon stehen wollen, kann ich mir auch nur mit dem späteren "Code Napoleon" erklären, der gleiches Recht für alle gelten ließ (und heute zum größten Teil als Strafgesetzbuch immer noch gilt).
Die Eule ist nicht nur ein Vogel der Weisheit, sondern auch ein sexuelles Symbol. Sie steht für die Leidenschaft, die mit dem Geist der Menschen kämpft. Insofern ist sie ein sehr treffendes Symbol für den Orden der Lilith und seinen Kampf gegen die Rationalität der Männer. Der Comic scheint sich dem anzuschließen, denn der Rezensent verbleibt ziemlich ratlos. Aber nochmal zum Thema Leidenschaft: Laurent Paturaud versteht es mit seinen wirklich schönen Zeichnungen, vor allem die Frauen sehr verführerisch und erotisch darzustellen. Sie wirken zwar austauschbar - die Haarfarbe ist das eindeutigste Unterscheidungsmerkmal -, machen aber die sehr schwache Handlung zumindest ansehnlich.
Sukkubus 1 - Camilla
Splitter, Dezember 2009
Text: Thomas Mosdi
Zeichnungen: Laurent Paturaud
Hardcover, 48 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 978-3868690866

Ein schön gezeichnetes Album mit einer Handlung, die einen ratlos zurücklässt.
Abbildungen © Laurent Paturaud und Splitter Verlag
Trackback(0)
Kommentare (0)

Kommentar schreiben














Neue Veranstaltung einsenden



Mit dem "Heartland" im Titel ist das American Heartland gemeint, ein schwerer, urtümlicher Landstrich, in de USA abseits der pulsierenden Großstädte. Hier wächst der Junge Trevor auf einer kleinen Farm auf. Sein Leben wird bestimmt von seinem despotischen Vater, der auch seine Mutter mundtot gemacht hat. Die Familie hat allerdings ein Geheimnis: Trevor hat einen jüngeren Bruder, Will, der merkwürdig entstellt ist und über besondere Kräfte verfügt. Seine Mutter hat ihren Sohn seit seiner Geburt vor sechs Jahren nicht mehr angesehen, und er wird wie ein Hund an der Kette im Schuppen nebenan gehalten.
Die französischen Künstler Pascal
Rabaté und David Prudhomme sind spätestens seit diesem
Jahr dem
deutschsprachigen Comicleser nicht mehr unbekannt. Von beiden wurde
unlängst je
ein Werk bei Reprodukt veröffentlicht, zum einen Rabatés Bäche und
Flüsse, zum
anderen Prudhommes Rembetiko. Die Plastikmadonna, eine Kollaboration,
erschien
nun bei Carlsen unter dem großzügig bedientem Graphic-Novel-Label.
- 08.08.2010
Wenn man bei Dark Horse stöbert, fällt einem schnell auf, dass sich dort Vieles um Horror dreht. Hellboy, Buffy und andere geben sich bei dem US-Verlag ein Stelldichein. Seit August 2006 veröffentlicht Dark Horse auch die Serie Rex Mundi. Das ist zwar weniger Horror und mehr Verschwörungsthriller, aber wer weiß diese Grenze im Angesicht von Dämonen und fanatischen Klerikern schon genau zu bestimmen?
Was sich in Band 1, „Ruhe vor dem Sturm“, bereits angekündigt hat, wird in den beiden abschließenden Bänden der Jeronimus-Trilogie blutige Gewissheit. Diese spinnen die Verwandlung des titelgebenden Jeronimus Cornelisz weiter, eines Apothekers, der im 17. Jahrhundert als Unterkaufmann auf dem Handelsschiff Batavia anheuert.
- 28.10.2010