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von Thomas Kögel Donnerstag, 17. Dezember 2009
Jenseits lässt viele Fragen völlig offen: Wer ist das tote Mädchen? Wie ist es gestorben? Wo kommen die winzigen Menschlein her? Es sind noch viel mehr als die beiden anfangs erwähnten, in dem toten Mädchen haben Dutzende von Winzlingen gelebt. Nun sehen sie sich einer feindlichen Natur gegenüber, in der jedes Insekt, jede Maus und jeder Vogel schon aufgrund seiner Größe eine tödliche Bedrohung ist. Wenn sich der Leser nun auf einen Überlebenskampf "kleine Leute gegen die Wildnis" einstellt, wird er schon zum zweiten Mal in die Irre geführt.
Doch nicht jeder hat einen Gemeinschaftssinn wie Aurora. Manche ziehen sich lieber zurück und leben getrennt von der Gruppe, andere spinnen fiese Intrigen. Schon bald stellt sich heraus: Nicht die Natur ist der Feind dieser kleinen Menschen, sondern ihre kleinen Mitmenschen. Im Kampf um den eigenen Vorteil gehen die niedlichen Figuren von Kerascoët buchstäblich über Leichen. Das ist stellenweise witzig (wobei einem das Lachen meist im Halse stecken bleibt), oft aber auch erschreckend und verstörend. Im Original heißt das Buch Jolies Ténèbres, was man mit "Süße Finsternis" übersetzen könnte. Und damit liegt man genau richtig.
Jenseits
Reprodukt, Oktober 2009
Text: Fabien Vehlmann (mit Marie Pommepuy)
Zeichnungen: Kerascoët
94 Seiten, Softcover, farbig, 18 Euro.
ISBN: 978-3-941099-30-2

Abbildungen: © Reprodukt
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findet. Meistens sind sie nur lästig, manchmal bergen sie aber auch unfreiwilligen Humor in sich. Nicolas Mahler schafft es wie kein
zweiter, das Absurde und Komische an Spam-Mails herauszuschälen und
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