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von Benjamin Vogt Freitag, 04. Dezember 2009
Den meisten Lesern dürfte Prometheus, der Titan, der den Menschen laut Sage das Feuer brachte und deswegen von Zeus bestraft wurde, ein Begriff sein. Weshalb Christophe Bec seine dreiteilige Serie nach diesem benannt hat, bleibt nach dem ersten Band noch unklar. Lediglich die Legende von Prometheus wird auf wenigen Seiten thematisiert, lässt dabei aber jeden Bezug zur eigentlichen Handlung vermissen.
Die Erzählung basiert auf einer Kette von unerklärlichen Ereignissen, die sich im Jahre 2019 zuträgt: Exakt um 13:13 Uhr bleiben weltweit alle Uhren stehen, was durch einen technischen Fehler der Atomuhren, nach der sich ja viele digitale Uhren automatisch richten, nicht zu erklären ist, denn auch ganz normale Armbanduhren laufen plötzlich nicht mehr. Parallel zu diesem Phänomen globalen Ausmaßes setzt sich ein im Jahr 1900 geborgener Mechanismus in Gang. Eine Verbindung zwischen beidem lässt sich kaum leugnen und löst dementsprechend großes Interesse und Panik aus. Und wäre das nicht schon schlimm genug, verschwinden Flugzeuge und ein Spaceshuttle spurlos, wohingegen lange verschollene Schiffe wieder auftauchen.
Was dahinter steckt, ist das große Rätsel der dreiteiligen Albenreihe Prometheus. Vom Mystery-Faktor schlägt der Titel von Christophe Bec in die gleiche Kerbe wie die Splitter-Serien Prophet oder Der Schimpansenkomplex. Manche Elemente erinnern sogar frappierend an deren Konzept, etwa die leicht in die Zukunft versetzte Handlung, das Wiederauftauchen einer Raumfähre oder die Verbindung zwischen alten Artefakten und einer technisierten Gesellschaft. Wer die beiden genannten Comics also mag, der könnte auch hieran Gefallen finden. Allerdings sollte man in keinster Weise eine vergleichbare Qualität erwarten.
Prometheus überzeugt nicht gerade durch grandioses Storytelling und ausgefeilte Texte. Mehr als einmal wirken Dialoge eher gestelzt als flüssig und realitätsnah. Und auch das ständige Schwenken zu neuen Schauplätzen oder Personen wirkt übermäßig bemüht und unnötig. Dadurch bleibt der Gesamteindruck des ersten Bandes eher blass und dem Leser werden zu viele Andeutungen und zusammenhanglose Sequenzen zugemutet.
Besonders negativ gilt es jedoch die zeichnerische Arbeit zu beurteilen. Christophe Bec versucht die Menschen offensichtlich so realistisch wie möglich darzustellen, scheitert jedoch regelmäßig genau an diesem Vorhaben. Einige Figuren sind, abgesehen davon, dass sie vom Äußeren her leicht zu verwechseln sind, ganz okay, manche sind erschreckend anzusehen. Da erscheint der Astrophysiker als Versuch, einen bärtigen Keanu Reeves hinzubekommen, und die Fernsehmoderatorin ist zu einer ertstarren Gesichtsmotorik verdammt, die jedem Gruselkabinett Konkurrenz macht. Von den vielen kleinen völlig misslungen Details mal abgesehen, die hier auszuführen man sehr lange bräuchte.
Aber wer weiß, vielleicht kann sich die Serie steigern und die genannten Fehler in den weiteren Ausgaben vermeiden. Die Auflösung des Rätsels bietet zumindest ein Argument zum Dranbleiben.
Prometheus 1: Atlantis
Splitter-Verlag, November 2009
Text und Zeichnungen: Christophe Bec
56 Seiten, farbig, Hardcover; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-083-5
Abbildungen: © Splitter-Verlag















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Was sich in Band 1, „Ruhe vor dem Sturm“, bereits angekündigt hat, wird in den beiden abschließenden Bänden der Jeronimus-Trilogie blutige Gewissheit. Diese spinnen die Verwandlung des titelgebenden Jeronimus Cornelisz weiter, eines Apothekers, der im 17. Jahrhundert als Unterkaufmann auf dem Handelsschiff Batavia anheuert.
- 28.10.2010
Als Mael in einem Krankenhaus aufwacht, ist er umringt von drei weiteren Jungen. Sie weihen ihn in eine geheime Verschwörung ein: Alle Patienten der Klinik sind von Krabben infiziert, sie wachsen in Bauch, Kopf oder im Bein heran, wuchern oder zirkulieren in der Blutbahn des menschlichen Körpers. Bernardino, einem der Kinder, musste gar ein Fuss amputiert werden, weil sich eine Krabbe festgesetzt hatte.
- 08.10.2010
Na also, nachdem einige der Comics, die für das "All in One"-Konzept
von Ehapa ausgewählt wurden, von eher durchwachsener Qualität waren, bringt der
Verlag mit Tanatos nun eine französische Albenreihe, die man schließlich
beinahe ausnahmslos loben muss. Angesiedelt in Frankreich des frühen 20.
Jahrhunderts, handelt der erste abgeschlossene Zyklus "Der Sohn des Todes" von dem sich
entfaltenden Masterplan des französischen Superschurken Tanatos, der im Jahr
1914 die Politik der Nationalversammlung direkt beeinflusst und durch Anschläge
und Attentate insgeheim zum kriegsauslösenden Faktor wird.
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In einer düsteren Zukunftsgesellschaft lebt und arbeitet der
exzentrische Sir Crumpett's in seiner großen Kathedrale. Es ist die vielleicht
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Welt außerhalb der Kathedrale auch Jahrhunderte nach dem Gelobten Jahr
überdauert. Denn Crumpett's ist ein Automatenbauer, d.h. er fertigt märchenhafte
Wesen, halb Puppe, halb Roboter, an und erweckt sie zum Leben. Seit 60 Jahren
treibt ihn das Bestreben an, der Welt jenen verlorengegangenen, reinen Zustand
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- 22.11.2008
Mit dem "Heartland" im Titel ist das American Heartland gemeint, ein schwerer, urtümlicher Landstrich, in de USA abseits der pulsierenden Großstädte. Hier wächst der Junge Trevor auf einer kleinen Farm auf. Sein Leben wird bestimmt von seinem despotischen Vater, der auch seine Mutter mundtot gemacht hat. Die Familie hat allerdings ein Geheimnis: Trevor hat einen jüngeren Bruder, Will, der merkwürdig entstellt ist und über besondere Kräfte verfügt. Seine Mutter hat ihren Sohn seit seiner Geburt vor sechs Jahren nicht mehr angesehen, und er wird wie ein Hund an der Kette im Schuppen nebenan gehalten.