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von Benjamin Vogt Sonntag, 18. Oktober 2009
Durch die Anmerkungen von Sinnens, die jeder Erzählung folgen, entschlüsselt sich für den Leser sehr schnell der zugrunde liegende Selektionsvorgang: Den Pechvogel Donald liebt sie, ebenso dessen trickreiche Neffen, sie zieht die untussige Gundel Gaukeley der stilsicheren Daisy vor und lustige, knuddelige Tierchen dürfen auch nicht fehlen. Daneben gerät von Sinnen immer wieder ins Schwärmen über den Wortwitz der Duck-Abenteuer, insbesondere über wahnwitzige Alliteration. Etliche dieser wortakrobatischen Highlights sind natürlich der damaligen Übersetzerin Dr. Erika Fuchs geschuldet.
Der Band ist geprägt von den direkten Kommentaren Hella von Sinnens, die auf sehr sympathische Weise durch das Geschehen geleitet. Neben unzähligen Anekdoten aus dem Privatleben der Kommentatorin, die hier zum Abdruck kommen, beweist sich diese als verblüffend scharfsinnige Beobachterin, die sich intensiv mit dem Werk Carl Barks auseinandergesetzt hat. Da werden einem schon mal die eigens herausgefilterten Google-Ergebnisse über die botanische Vielfalt präsentiert. Und auch von Ausführungen darüber, ob Gustav Gans vielleicht doch homosexuell sein könnte, bleibt man nicht verschont.
Doch jetzt kommts: All das ergänzt sich in diesem Buch einfach hervorragend. Vor allem liegt das an von Sinnens entzückend naiver, spielerischer und auf Erforschung der kleinsten Details erpichter Art, die unverkrampft den Weg zu einigen der besten Geschichten um die Ducks ebnet. Kein Wunder, nach eigener Aussage wurde die Verantwortliche ja von der rührigen Oma Duck direkt nach der Geburt getrennt. Ist von Sinnen also durch Geburtsrecht bereits duckifiziert (und daher berechtigt, diesen Best-of Band gewidmet zu bekommen) oder sind nun schlicht und ergreifend "die Ducks von Sinnen", wie uns der Untertitel auf dem Cover weismachen möchte? Sei es, wie es will, die Kombination passt auf jeden Fall. Die Kommentare, darauf sei zur aller Vorsicht hingewiesen, sind zwar mitunter genauso genial daneben wie die Rateversuche in gleichnamiger TV-Sendung; wer sich daran nicht stört, kann beim Kauf wenig falsch machen. Nebenbei gemerkt bekommt man erstklassige Comics in vorzüglicher Aufmachung. "Liebe, Lust und Leidenschaft" erstrahlt im großformatigen Hardcover mit Leinenrücken. Das Pink- und Lilamuster zieht sich durch den Band und wird somit der schrillen Herausgeberin gerecht.
Überraschenderweise bleibt einem da nur, die Höchstwertung zu vergeben - und das bei einem Comicalbum, das ausschließlich Reprints enthält. Aufmachung, Konzept und Kommentare können jedoch voll und ganz überzeugen. Und vor allem lesen sich von Sinnens Ausführungen wunderbar ehrlich und erfrischend und bewegen sich wohltuend fernab von Fachklauberei und der Faktenversessenheit gängiger Disney-Experten und Journalisten. Hier schreibt eine Liebhaberin, dafür gibt es dann auch gerne die lieb gemeinte, volle Punktzahl.
Liebe, Lust und Leidenschaft –
Die Ducks von Sinnen
Ehapa Comic Collection, Oktober 2009
Autor/Zeichner: Carl Barks
Ausgewählt und kommentiert von Hella von Sinnen
362 Seiten, farbig, HC; 39,95 Euro
ISBN: 978-3-7704-3310-0















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Die Welt aus der Sicht von Aquarienfischen? Das hab ich zum letzten Mal bei Monty Pythons "Meaning of Life" gesehen. Ein herrlich schönes Thema. Denn wenn Menschen am Sinn des Lebens zweifeln, könnte man ihnen forsch entgegnen: "Was sollen Fische dann erst sagen?"
- 15.04.2006

Wo genau in Entenhausen befindet
sich eigentlich Dagobert Ducks berühmter Geldspeicher? Wo steht das Geburtshaus
des Stadtgründers Emil Erpel? Und welche Attraktionen darf man als Tourist sonst
nicht verpassen? Für diese und viele weitere Fragen bedurfte es 13 Jahre
akribische Forschung. Das Ergebnis ist der jetzt veröffentlichte Reiseführer
Entenhausen.
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