JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Thomas Kögel Sonntag, 11. Oktober 2009
Der Ausgangspunkt von Coraline erinnert nicht wenig an Klassiker wie Alice im Wunderland oder Der Zauberer von Oz: Ein kleines Mädchen gelangt durch ein Portal in eine Parallelwelt, die sehr anders ist als die bekannte Alltagswelt. Im Fall von Coraline ist das Portal eine Tür in einem großen, sehr alten Haus, in das sie vor kurzem mit ihren Eltern gezogen ist. Beide Eltern sind berufstätig und haben sehr wenig Zeit für das Mädchen. Einzelkind Coraline fühlt sich vernachlässigt und kämpft mit der Langeweile. Hinter der Tür jedoch wohnen die "anderen Eltern" – scheinbar identische Ebenbilder ihrer richtigen Eltern, nur dass sie äußerst zuvorkommend sind, sich sehr um Coraline kümmern, ihr viele Wünsche erfüllen und auch noch hervorragend kochen können.
Die Kinoadaption, die von Henry Selick (Nightmare Before Christmas) als Stop-Motion-Film in 3D-Technik umgesetzt wurde, lebt vor allem von der visuellen Umsetzung; der Film ist ein wahres Fest der Formen und Farben, spielt verschwenderisch mit visuellen Ideen und überwältigt den Zuschauer immer wieder mit eindrucksvollen Bildern.
Im Vergleich zu dem Film wirkt P. Craig Russells Comic auf den ersten Blick geradezu trist. Die Farben sind blass, Umwelt und Figuren sind realistisch gezeichnet (während das Character Design des Films auf knuffige oder groteske Karikaturen setzt), detaillierte Hintergründe werden nur sehr selten und sparsam eingesetzt. Doch Russell versteht es, aus seiner eher kargen Grafik das Beste herauszuholen: sein Storytelling, die Art und Weise, wie er den Leser an die Hand nimmt und durch die Geschichte führt, funktioniert hervorragend. Nach wenigen Seiten ist man "drin" in der Handlung und lässt sich von ihr mitnehmen.
So ist Coraline ein sehr schönes Beispiel dafür, wie verschieden sich literarische Vorlagen umsetzen lassen. Die Story von Neil Gaiman hat genug Potential, dass sich ihre Magie auf ganz unterschiedliche Weise transportieren lässt. Beide Adaptionen sind – jede auf ihre eigene Art – gelungen und sehens- bzw. lesenswert.
Coraline
Panini Comics, Februar 2009
Nach dem Roman von Neil Gaiman
Adaption und Zeichnungen: P. Craig Russell
Softcover; 200 Seiten; farbig; 19,95 Euro
ISBN: 978-3-86607-819-2
Auch als Hardcover für 29,95 Euro erhältlich

Abbildungen: © Panini Comics
Trackback(0)
Kommentare (0)

Kommentar schreiben














Neue Veranstaltung einsenden



Gesamtausgaben europäischer Comicklassiker boomen. Die seit einigen Jahren verlagsübergreifende Veröffentlichungspolitik, in der des Öfteren zwei bis drei Originalalben in einem Band mit Begleitmaterial erscheinen, ist für den Leser vor allem dann erfreulich, wenn dabei jahrzehnte alte Schätze zu Tage gefördert und in adäquater Gestaltung wieder verfügbar gemacht werden. Die frankobelgische Serie Valerian & Veronique vom französischen Kreativduo Pierre Christin (Szenarist) und Jean-Claude Mézières (Zeichner) ist ein solches Juwel der Comicliteratur.
Die zwei Kumpel Karim, Franzose nordafrikanischer Abstammung, und Alexandre, ein französischer Bürger mit italienischem Hintergrund, sind eigentlich ein recht ungleiches Paar. Während Karim, der gutaussehende Schürzenjäger, Frauen für Geld beglückt, ist Alexandre der schüchterne Typ, der Karim bewundert und ihm bei dessen nächtlicher Tätigkeit heimlich nachschleicht. An einem Abend geraten die beiden Freunde jedoch in eine unangenehme Situation.
Wer Martin Luther King begegnen möchte, muss zu einer
Zeitreise antreten. Nur wer in das historische Ringen um Veränderungen in die
Süd- und Nordstaaten der USA eintaucht, kann ermessen, welche Rolle MLK darin
gefunden hat. Die Graphic Novel Martin Luther King von Ho Che Anderson
ermöglicht seinen Lesern diese Zeitreise in die 60er-Jahre - als Afroamerikaner
noch festgenommen wurden, wenn sie es wagten, sich im Bus vorne hinzusetzen ...
Spätestens seit Walk the Line
im Kino lief, kann man guten Gewissens von »Cashmania« reden. Franz Dobler, Autor der Cash-Biographie The Beast In Me,
verwendet diese Vokabel in seinem Vorwort zu Reinhard Kleists Comicbiographie Cash - I see a darkness. Cashmania. Ein Ausdruck für die allgemeine
Begeisterung, die Johnny Cash posthum zuteil wird.