JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde) - Köln: Daniel Schreiber signiert
15.02.2012
(Signierstunde)
von Thomas Kögel Montag, 21. September 2009
In diesem Fluss liegt die kleine Insel, auf der die Geschichte ihren Ausgang nimmt. Elwood und Andrea, zwei sogenannte "Pelzer" (eine Art Mischwesen aus Mensch und Tier) legen dort bei einem Flugversuch eine Bruchlandung hin und treffen auf andere Pelzer, aber auch auf Menschen und auf "Durchscheiner", die bei Dunkelheit unsichtbar werden. Bisher hatten die beiden Pelzer angenommen, Durchscheiner gäbe es nur in der Legende – ebenso wie die sagenumwobene Große Eiche, die als gottgleicher Schöpfer der Welt gilt, in der die Geschichte spielt. Jene Große Eiche wird schon bald zur zentralen Figur der Story. Es bricht ein großer Konflikt um sie aus, der nicht nur die Eiche selbst, sondern jegliches Leben bedroht, und ehe sie sich's versehen, sind Elwood und Andrea, zusammen mit der hübschen Durchscheinerin Orane, mittendrin in diesem Strudel.
Leider wird die Geschichte nicht sehr geradlinig, sondern mit fortschreitender Handlung mehr und mehr in einem verwirrenden Zick-Zack-Kurs erzählt. Am Ende wollen sich all die Schnörkel, Abwege und Verzweigungen nicht recht zu einem kunstvollen Ganzen zusammenfügen. Vielmehr hat man den Eindruck, als hätte Gibelin im Verlauf der sechsjährigen Arbeit an der Serie nicht immer genau gewusst, wohin er mit seiner Story eigentlich will. Das wirklich hübsche Artwork von Claire Wendling weiß diese Schwächen jedoch aufzuwiegen. Ihre lebendigen Zeichnungen, in erdigen Farben koloriert, wirken so frisch, als wären sie mal eben ganz leicht auf die Seite getupft worden.
Umso ärgerlicher ist es da, dass die Reproduktion auf einigen Seiten von eher schlechter Qualität ist, da dem Verlag keine perfekten Daten zur Verfügung standen. Ansonsten ist die Hardcover-Gesamtausgabe, die alle fünf Originalalben enthält, absolut gelungen, auch wenn man auf umfassendes redaktionelles Zusatzmaterial verzichten muss. Dafür ist der Verkaufspreis mit knapp 40 Euro für 240 Seiten vergleichsweise günstig.
Die Lichter des Amalu
Carlsen Comics, Mai 2009
Text: Christophe Gibelin
Zeichnungen: Claire Wendling
Hardcover; 240 Seiten; farbig; 39,90 Euro
ISBN: 978-3-551-77251-0

Abbildungen: © Carlsen Verlag
Trackback(0)
Kommentare (0)

Kommentar schreiben














Neue Veranstaltung einsenden



Magie, Religion, Mittelalter. Eine Kombination, die mehr als häufig in Comicserien bemüht wird. Vielleicht ist das auch einer der Gründe dafür, dass bei mir angesichts der neuen Reihe Missi Dominici mit der x-ten Abwandlung der genannten Themen eine gewisse Ermüdung vorherrscht.
- 07.09.2010
Gute Krimis liefern in den besten Fällen gleich Milieustudien der Gegenwart in unterhaltsamer Form mit. Die TV-Serie Tatort ist ein Paradebeispiel dafür, wie man knifflige Fälle mit Sozialkritik kombiniert. Auch im Comicbereich gibt es Beispiele für gehobene Thriller. Caroline Baldwin ist ein solches. Die franko-belgische Serie um eine indianische Detektivin erscheint seit elf Ausgaben bei comicplus+.
Na also, nachdem einige der Comics, die für das "All in One"-Konzept
von Ehapa ausgewählt wurden, von eher durchwachsener Qualität waren, bringt der
Verlag mit Tanatos nun eine französische Albenreihe, die man schließlich
beinahe ausnahmslos loben muss. Angesiedelt in Frankreich des frühen 20.
Jahrhunderts, handelt der erste abgeschlossene Zyklus "Der Sohn des Todes" von dem sich
entfaltenden Masterplan des französischen Superschurken Tanatos, der im Jahr
1914 die Politik der Nationalversammlung direkt beeinflusst und durch Anschläge
und Attentate insgeheim zum kriegsauslösenden Faktor wird.
- 05.09.2009

Das erste Comicalbum der Reihe Unter dem Hakenkreuz
porträtiert das Leben der Menschen in einer rheinischen Kleinstadt zu Zeiten
der sich in der Endphase befindlichen Weimarer Republik. Im Mittelpunkt der
1932 einsetzenden Handlung steht der Jugendliche Martin Mahner, der im
Gegensatz zu seinem Vater dem Aufstieg der Nationalsozialisten skeptisch bis
ablehnend gegenübersteht. Dann gibt es da noch Gunther, seinen besten Freund und
eigentlich eine politisch wenig interessierte Persönlichkeit. Martin, der kulturbegeisterte
Schüler, bekommt aber spätestens ab der Machtübernahme Hitlers 1933 hautnah mit,
dass sich die Windrichtung auch in seinem Heimatort gedreht hat: ein Boykott
jüdischer Geschäfte wird ausgerufen, SA-Männer kontrollieren die Straßen und
auch Gunther scheint an der Nazi-Ideologie zunehmend Gefallen zu finden. Am meisten
trifft ihn aber sicherlich die Tatsache, dass Katharina, die Tochter der neuen
Nachbarn, auf die Martin ein Auge geworfen hat, jüdischer Herkunft ist und
deswegen entsprechend in Gefahr lebt.
- 10.08.2009