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(Signierstunde)
von Benjamin Vogt Montag, 17. August 2009
Finix, der Verlag, der sich eingestellter bzw. nicht abgeschlossener Comicserien
annimmt und diese zu Ende bringt, hat sich mit Helden ohne Skrupel mal wieder
einen Titel ausgesucht, der viele Fans der vorherigen Alben freuen dürfte.
Bislang sind von dieser Reihe zwischen 2001 und 2003 elf Alben im Carlsen
Verlag erschienen, neben den regulären Nummern 1-8 gibt es eine Nullnummer sowie
die Ausgabe 5 in drei Varianten (5a - 5c weisen nicht nur unterschiedliche
Covermotive auf, sondern bieten auch alternative Enden). Erwähnenswert ist darüber
hinaus auch der Comic Die Weiße Tigerin vom selben Kreativteam, von dem bei
Schreiber&Leser seit 2008 vier Alben veröffentlicht wurden. Sie behandeln
die Vorgeschichte von Alix Yin Fu, einer Geheimagentin, die in Helden ohne
Skrupel eine wichtige Rolle spielt.
In Band 9 der jetzt also von Finix weitergeführten Reihe führt es die Gruppe um Mac, einen Zigarre rauchenden, knubbelnäsigen Mann, den stets miesepetrigen Tony und den kleinen Wirbelwind Tim in die Vereinigten Staaten. Dort suchen sie eigentlich nach Macs Tochter, geraten aber auf eine merkwürdige Farm und in ein geheimes Alienprojekt.
Zugegeben, ohne Vorkenntnis der anderen Bände sieht man vor sich
schon das ein oder andere Fragezeichen auftauchen, denn als Leser fehlen einem wichtige
Bausteine zum größeren Verständnis dieser frankobelgischen Comicserie. So
bleibt es unklar, warum Jade, Macs Tochter, überhaupt entführt wurde und warum
sie ständig von fiesen Whogs und vom Planeten Helatrobus spricht. Ebenso
interessant wäre es zu erfahren, wie die Helden-Truppe sich erstmals
zusammengefunden hat oder was es mit der in China ablaufenden Nebenhandlung um Alix
auf sich hat.
Abgesehen davon ist Helden ohne Skrupel durchaus auch Neueinsteigern zu empfehlen, die durch Band 9 zum ersten Mal mit dem Titel in Berührung kommen. Das liegt zuallererst daran, dass mit dieser Nummer der sogenannte Amerika-Zyklus beginnt, der zwar auf den vorherigen Zyklen (Honkong-Zyklus in Band 1-5, Korea-Zyklus in Band 6-8) aufbaut, sich aber inhaltlich ein Stück weit abgrenzt. Ausgabe 9 beginnt mit der Ankunft der Protagonisten in den USA und der Suche nach Hinweisen über den Aufenthaltsort von Macs Tochter. Das heißt, dass man auch ohne weitere Hintergründe einen klar abgesteckten Plot geliefert bekommt, um den Band auch für sich stehend genießen zu können.
Helden ohne Skrupel kommt durch die Zeichnungen von Didier
Conrad in der Erscheinung der klassischen, frankobelgischen Funnycomics
daher. Bei eingehender Lektüre verliert sich dieser Eindruck aber recht schnell,
denn Szenarist Yann verlieh der Serie viel schwarzem Humor und scheut sich auch
nicht, Gewaltausübungen explizit darzustellen und Nacktheit und Sexualität mehr
als einmal zur Schau zu stellen. Dadurch verbleibt die Handlung nicht alleinig auf
dem ebenfalls vorhandenen Grundzug der Action- und Abenteuererzählung, sondern liefert
auf absurde Weise einen oftmals bitterbösen Mix aus subtilem Witz, Provokation
und skurrilen Szenarien.
Auch die Aufmachung des neuen Albums durch Finix lässt keine Klagen zu, als besonders erfreulich erweist sich mal wieder die abgedruckte und bebilderte Bibliografie aller früheren und künftigen Bände mit den entsprechenden Erscheinungsdaten. Gerade bei nach Jahren fortgeführten Reihen bietet dies eine große Hilfe. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die auf der vorletzten Seite abgedruckte Übersetzung eines im Album stattfindenden spanischen Dialogs. Für die Handlung ist dies zwar weniger relevant, aber besonders kulinarisch interessierte Leser dürften sich über die zusätzlichen Erläuterungen freuen.
Leser, denen dieser Band ähnlich gut wie mir gefällt, dürfen sich jedoch auf eine harte Suche nach den restlichen Nummern einstellen, denn diese sind sowohl über den normalen Handel als auch über den Gebrauchtmarkt nur schwer zu vernünftigen Preisen zu ergattern. Umso mehr darf man sich auf die die in naher Zukunft bei Finix erscheinenden Bände 10 und 11 freuen, die den Amerika-Zyklus abschließen werden.
Helden ohne Skrupel 9:
Östlich von Roswell
Finix Comics, August 2009
Autor: Yann
Zeichner: Didier Conrad
64 Seiten, Softcover, 12,80 Euro
ISBN: 978-3-941236-08-0
Abbildungen: © Finix Comics















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Wir befinden uns irgendwann in den 1920ern in Paris. Nach dem Mord an ihrer Schwester Agathe hat sich die junge Blanche mit dem Pariser Nachtleben eingelassen, um den Fall aufzuklären. In zwei Bänden entbrennt ein erotischer Krimi, der mit
An und für sich sind die Bayern ja oft ein Grund zur Freude, aber
manchmal ärgert man sich auch über sie - in meiner neuen
Stammkneipe in Idaho zum Beispiel. Bin ich den ganzen Weg hierher
gekommen, um dann Anfang Oktober plötzlich mit lautstarker Blasmusik
vom Fass beschallt und von Kellnern in Lederhosen belästigt zu werden,
die mir zudem noch Bratwurst und Sauerkraut andrehen wollen? Doch eher
nicht. Teil meines Marschgepäcks aus der Heimat war - pflichtbewusster
Rezensent, der ich nun einmal bin - der neue Comic von Moritz Reischl,
alias Mosbichler, und der ist leider auch so ein Fall.
Über die polnische Comicszene weiß ich nicht besonders viel – eigentlich nur, dass sie existiert. Bekannt ist, dass es ein jährliches Comicfestival in Lodz gibt und eine Reihe von Comicverlagen, bei denen auch schon Werke des einen oder anderen deutschen Künstlers, wie Mawil oder Sascha Hommer, publiziert wurden.
1937 herrscht in Spanien
Bürgerkrieg. Zahlreiche Freiwillige schließen sich ohne militärische Ausbildung
den Republikanern an und bilden kleinere Einheiten, die sich dem Faschismus im
Lande entgegenstellen. Quintos ist die Geschichte einer solchen Gruppierung,
die sich aus Männern und Frauen unterschiedlichster Nationalitäten
zusammensetzt.
- 27.06.2010
Als Autor John Layman mit seiner Idee von einem Cop, der mittels einer außergewöhnlichen Geschmacksbegabung die Geschichte und Herkunft einer jeden Speise erfahren kann, in der amerikanischen Comicverlagslandschaft hausieren ging, lehnte so gut wie jeder ab. Die Zurückweisung kam dem ehemaligen Wildstorm-Redakteur jedoch letztendlich zugute.