JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Wien: Comiczeichner-Stammtisch
08.02.2012
(Stammtisch) - Winterthur (CH): Vernissage 'Feindgebiet'
10.02.2012
(Ausstellung) - Berlin: Signierstunde mit Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe u. Jul Gordon
11.02.2012
(Signierstunde)
von Christopher Bünte Freitag, 27. März 2009
Um irgendeinen Sinn im Leben zu haben, wünscht sich Annie ein Haustier. Nacheinander kümmert sie sich um eine Eidechse (Phred), eine Maus (Molly) und einen Käfer (Käfer). Doch sie beweist ein schlechtes Händchen bei der Pflege ihrer Schützlinge: Phred stirbt auf der Heizung, Molly zerquetscht ein Brett, Käfer gerät unter einen Schuh. Annie muss einsehen: Sie hat’s nicht so mit Haustieren. Für jedes gräbt sie ein Loch neben dem Trailer, bald die Eigentümerin eines kleinen Friedhofs, aber immer noch einsam. Dann findet sie Ojo, ein Phantasieviech mit Tentakeln, das wahrscheinlich nur sie sehen kann.
Die Geschichte leidet darunter, dass Autor Sam Kieth (The Maxx) zwei Ziele zugleich verfolgt. Auf der einen Seite möchte er eine innere Handlung erzählen, nämlich wie Annie den Unfalltod ihrer Mutter verarbeitet. Auf der anderen Seite möchte er aber auch eine äußere Handlung erzählen, wie Annie und Ojo miteinander auskommen, wie sie ihn am Leben hält etc. Die innere Handlung dominiert das Geschehen, wird von der äußeren jedoch immer wieder unterbrochen. Mal wird die Aufmerksamkeit auf den Tod von Annies Mutter gelenkt, da bricht irgendein Ojo-Problem herein, das einen in diesem Moment nur mäßig interessiert. Umgekehrt das gleiche Spiel. Eben verwandeln Ojo und seine in einem Abflussrohr lebende Riesenmutter das Ding in einen Monster-Comic, da kommt Großvater daher und möchte ein bisschen über Mama plaudern.
Zeichnerisch baut der Band nach der ersten Episode (nach 24 Seiten) stark ab. Die Strichmännchen sehen bald aus wie hingeschluderte Scribbles, wenig atmosphärisch, hin und wieder gar zweidimensional. So ist Ojo insgesamt ein mittelmäßiger Inde-Comic mit einem dicken Hänger in der Mitte, der gegen Ende wieder ein bisschen aufholt, indem er der Geschichte einen nicht besonders überraschenden, dafür aber schönen und runden Abschluss gibt.
Ojo
Oni Press, April 2005
Text: Sam Kieth
Zeichnungen: Sam Kieth, Alex Pardee, Chris Wisnia
144 Seiten, Softcover, schwarzweiß; 14,95 US-Dollar
ISBN 9781932664133
5-page-preview auf onipress.com

Abbildungen: © Sam Kieth / Oni Press
Trackback(0)
Kommentare (0)

Kommentar schreiben














Neue Veranstaltung einsenden



"Daniel und Oleg sind eine WG", sagt der Klappentext. Und zwar eine im
Hamburger Schanzenviertel, wo sich eine Melange aus Alt-68ern, Punks
und hippen Werbefuzzis zum sogenannten Szeneviertel vereint. Daniel
will um jeden Preis ganz vorne dabei sein, wenn es um die richtigen
Styles geht, egal ob es um Musik, Mode, Frisuren oder die
Inneneinrichtung geht. Oleg dagegen ist eher der gemütliche Typ, dessen
Leben sich zwischen Bong und Spielkonsole abspielt.
Stellt Euch einfach mal vor, Ihr bekämt die Zusammenfassung der Handlung (!) eines Pornofilms (hier: deutscher
Erotikfilm, auch als Lederhosenfilm bekannt) vorgesetzt, ohne diesen zu kennen. Könnte ja sein. Und nun sollt Ihr auf maximal sechs Seiten zeichnerisch umschreiben, was Ihr glaubt, worum es in dem Film geht. Verspricht spaßig zu werden, oder? Genau das haben sich die Jungs des Berliner Comicmagazins auch gedacht und ihr zweijähriges Epidermophytie-Zölibat pünktlich zum Comic-Salon 2008 gebrochen.
- 15.06.2008
Horror hat in Comics ein grundsätzliches Problem. In Romanen und Kurzgeschichten wird die Phantasie des Lesers angeregt und spielt die wesentlichste Rolle beim Spannungsaufbau. Bei Spielfilmen wird die Spannung durch viele verschiedene Elemente erzeugt, wozu natürlich der sequenzielle Bildaufbau gehört. Gerade im Film lebt der Horror vom Schock, dem Unerwarteten, dem, was plötzlich in das Bild einbricht. Der Zuschauer bekommt seine Gänsehaut in der Erwartung dessen, was passieren möge. Alle diese Elemente können in einem Horrorcomic nicht sonderlich gut funktionieren.
Chester Browns autobiografisches Comicwerk Fuck beginnt
mit einem verlassen wirkenden Einzelpanel, dem Bild eines Mädchens und der
nüchternen Textzeile: „Connie Pug wohnte gegenüber…“. Distanz und Leere sind
zwei der Merkmale, die sich für den Leser dadurch bereits ankündigen und die
als durchgängiges Charakteristikum für den kompletten Band gelten können.
- 17.03.2009
Es passiert nicht mehr oft, dass junge deutschsprachige
Comic-Enthusiasten ihre eigenen Projekte auf eigene Faust als Heftserie
veröffentlichen. Jetzt haben zwei Österreicher diesen Schritt gewagt: Frank (oder, wie es in der Originalschreibweise heißt: