| Das Wolkenvolk 1: Seide und Schwert - Wisperwind |
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| Geschrieben von Thomas Kögel | |||||||
| Montag, 10. November 2008 | |||||||
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Für das Skript, das den Roman in Comicform bringt, engagierte Splitter Yann Krehl, der bereits Erfahrung mit Büchern von Kai Meyer hat, denn er adaptierte auch Die Wellenläufer (ein Comicprojekt, das bei Ehapa letztlich gescheitert ist). Die Zeichnungen stammen vom Bielefelder Ralf Schlüter (Schattengänger). Für Tusche, Kolorierung und Lettering waren dann die Verlagsgründer selber zuständig: Horst Gotta, Dirk Schulz und Delia Wüllner-Schulz. Mit der Wolkenvolk-Trilogie wollte Kai Meyer seine Faszination für Wuxia-Filme aus Hongkong verarbeiten, für Martial-Arts-Kino mit historischem Hintergrund. Wehende Gewänder, wirbelnde Schwerter und federleichte Kämpfer spielen deshalb eine zentrale Rolle. Die Hauptfigur in Seide und Schwert jedoch ist kein Chinese, sondern ein Fremder: Der junge Niccolo entstammt einem Volk, das über den Lüften schwebt und auf einer fliegenden Insel lebt. Am Himmel gehalten wird diese Insel durch den Atem der Drachen, den sogenannten Aether. Doch die Drachen wurden lange nicht mehr gesehen und so geht dem Wolkenvolk praktisch der Sprit aus. Niccolo wird ausgesandt, um auf der Erde, in China, nach Spuren von Drachen zu suchen. Dort trifft er bald auf eine junge Frau namens Nugua, die als Kind von Drachen großgezogen wurde. Auch sie weiß nichts über deren Verbleib, will Niccolo aber auf der Suche helfen. Als dritter im Bunde gesellt sich Feiqing zu ihnen, der auch gleich den komischen Sidekick gibt. Er steckt in einem Drachenkostüm und sieht ein bisschen aus wie das uneheliche Kind von Goofy und Elliot, dem Schmunzelmonster. Da das Album mit seinen 68 Comicseiten keine ganze Geschichte erzählt, sondern nur das erste Sechstel davon, ist es naturgemäß erstmal damit beschäftigt, die Figuren einzuführen und die Welt, in der die Story spielt, vorzustellen. Die Handlung kommt im ersten Band noch nicht richtig in Fahrt, aber die Einführung in das Setting gelingt sehr gut. Man kann der Geschichte problemlos folgen, ohne die Buchvorlage zu kennen, das flüssige Storytelling führt den Leser mit Leichtigkeit durch den Band. Ralf Schlüters Zeichnungen orientieren sich, passend zum Verlagsprofil, an klassischen frankobelgischen Vorbildern und kommen im großen Albenformat sehr gut zur Geltung. Nicht jedes Panel ist gleich gut gelungen, vor allem bei Gesichtszügen der Charaktere schwankt die Qualität. Voll überzeugend wirken die Zeichnungen aber immer dann, wenn in großen Totalen die Handlungsorte eingefangen werden, wie zum Beispiel die Wolkeninsel. Auch für Actionszenen hat Schlüter ein gutes Händchen. Das Charakterdesign sowohl der Drachen als auch der finsteren Raunen ist sehr gut gelungen, und auch der Schwertkampf am Ende des Albums macht richtig Spaß. Wie Kai Meyer in seinem Nachwort andeutet, wird die Geschichte nach einem eher ruhigen Auftakt noch actionreicher werden, so dass die Stärken des Zeichners in den Folgebänden wohl noch besser zur Geltung kommen werden. Die komplette Wolkenvolk-Serie wird es in zwei Varianten geben: Zum einen in der Albenversion, bei der jeweils zwei Alben den Inhalt eines Romans umfassen. Die Alben erscheinen in Splitters "Collector's Edition", enthalten also neben dem üblichen Hardcover-Einband und dem großen Format zusätzlich noch einen Druck auf edlem Papier. Daneben wird es auch eine Variante im Buchformat geben, die jeweils zwei Alben im kleineren Format zu einem etwas günstigeren Preis enthält. Die Buchausgabe von Seide und Schwert soll, zeitgleich mit dem zweiten Album, im April 2009 erscheinen.
Das Wolkenvolk 1: Seide und Schwert. Erstes Buch: Wisperwind
Bildquelle: splitter-verlag.de
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Peter Puck ist ein Comic-Altmeister und mit seiner sarkastischen Figur "Rudi" seit 20 Jahren auf dem deutschen Comicmarkt unterwegs. Trotz zahlreicher Rudi-Bände, der Präsenz in diversen Stadtzeitungen und "Zack", eines Max-und-Moritz-Preises als "Bester Deutschsprachiger Comic-Künstler" und Kritikerlob von allen Seiten gilt er immer noch als Geheimtipp. Dies will er nun mit dem siebten Rudi-Band endgültig ändern. Auf alteingesessene Rudi-Fans kommen deshalb ein paar Veränderungen zu.
... und andere Geschichten."
Da man auch bei Ehapa feststellen musste, dass man
frankobelgische Alben nicht mehr unbedingt so leicht an den Mann bringen kann
wie noch vor einigen Jahren und einen erheblichen Einbruch erlitt, versucht man nun, solches Material behutsam wieder lukrativer
zu machen. Offenbar geht man aber nicht den Weg von z.B. Carlsen, Comics im verkleinerten Format
Spätestens seit Walk the Line
im Kino lief, kann man guten Gewissens von »Cashmania« reden. Franz Dobler, Autor der Cash-Biographie The Beast In Me,
verwendet diese Vokabel in seinem Vorwort zu Reinhard Kleists Comicbiographie Cash - I see a darkness. Cashmania. Ein Ausdruck für die allgemeine
Begeisterung, die Johnny Cash posthum zuteil wird.