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von Benjamin Vogt Freitag, 14. November 2008
Lange musste man hierzulande auf die Veröffentlichung der
US-Kultreihe The Goon warten, die Björn bereits vor über zwei Jahren in unserem ersten Printmagazin als einen der Tipps für die einsame Insel vorgestellt hatte, nun liegt der erste Sammelband der bereits fünffach
mit dem Eisner Award ausgezeichneten Serie auf Deutsch und in
gewohnter Cross-Cult-Aufmachung im A5-Hardcover vor.
Auch wenn Autor und Zeichner Eric Powell in seinem Vorwort darauf verweist, dass er mit der hier abgedruckten Story, quasi dem Frühstadium seiner Arbeit an The Goon, wenig zufrieden ist, so hält bereits Band 1 eine Menge abgedrehte Ideen und ein durchaus respektables Niveau bereit.
Der Goon, der titelgebende Protagonist von Powells Werk, ist
ein grober Schlägertyp, dessen Merkmale die hervorstehenden Zähne und die
charakteristische tiefgezogene Mütze sind. Mit seinem kleinen Kumpel Franky - der "Erdnusskopf",
wie ihn Powell selbst bezeichnet - steht dem Goon ein aufbrausender, irrer
Gefährte zur Seite. Im Namen des berüchtigten Mafioso Labrazio prügeln sich die
beiden durch die untoten Horden des Zombie-Priesters.
The Goon ist keine reine Monsterprügelei, die Dialoge, die Figuren, die Situationen, alles wird von Powell gekonnt ins Absurde gezogen. Gerade im Zusammenspiel mit dem Sidekick Franky erhält die Story eine weitere interessante Komponente und vertieft damit auch den einzigartigen Humor dieser Serie. Mit Versatzstücken aus Horror, Comedy und Crime ist The Goon schließlich mehr als nur die Summe einiger gut erdachter Ansätze, sondern weiß durch seine abgedrehte Eigenheit zu überzeugen.
Powells "Krudes Zeug" (das vom Verlag erst "Grobes Zeug" genannt wurde, was der Grund dafür ist, dass manche Anbieter noch einen anderen Namen anzeigen) enthält die allererste dreiteilige
Miniserie, die im Original damals nicht beim jetzigen Verlag Dark Horse, sondern noch
bei Avatar Press erschien, außerdem einige Kurzgeschichten und weiteres
Bonusmaterial (Interview, Skizzen). Wenn man dem Künstler selbst glauben darf,
wird The Goon in den folgenden Geschichten immer besser, was angesichts des
ersten Bandes, der auch schon recht gut gelungen ist, kaum auszumalen ist. Da
scheint man sich als Leser ja auf richtig tolles Material freuen zu können.
The Goon 1: Krudes Zeug
Cross Cult, November 2008
Text und Zeichnungen: von Eric Powell
A5, Hardcover, vierfarbig, 100 Seiten;14,80 Euro
ISBN: 978-3-936480-94-8
Leseprobe online auf cross-cult.de
The Goon © Eric Powell, Abbildungen der dt. Ausgabe © Cross Cult















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Das Cover des zweiten Bandes kündigt es an: Adalbert Müller steht kurz vor der Explosion. Stets übellaunig, leicht tolpatschig und cholerisch bewältigt er seinen Alltag als Familienoberhaupt und Pechvogel erster Güte. Aber er ist dabei liebenswürdig. Und obwohl die in den 70er Jahren von Pierre Seron (Die Minimenschen, Spirou) entwickelte Serie Die Müllers heißt (im Original: La famille Fohal), sind alle anderen Figuren, auch die übrigen Mitglieder der Familie, nur Randfiguren neben dem weißhaarigen Herrn Müller.
Man muss schon ein gewisses Faible für Pulp und Trash haben und sich auf die Story und die Grundvoraussetzungen von Rex Mundi einlassen. Schließlich wird hier eine Welt geschildert, wie es sie nicht gibt, weil manche historische Tatsachen nicht oder anders stattgefunden haben. Dass sich die Story selbst nicht so ganz ernst nimmt, kann man auch daran sehen, dass als Herausgeber der fiktiven Zeitung, von der immer wieder mal eine Seite abgedruckt wird, auch Robert E. Howard (Conan) und H. P. Lovecraft fungieren.
Heyne, der Neueinsteiger auf dem deutschen Manga-Markt, hat sich mit Samurai Deeper Kyo einen in Japan bereits seit 1999 bewährten Manga ins Boot geholt. Die Geschichte verbindet historisch angehauchte Samurai-Action, wie man sie bereits aus Rurouni Kenshin kennt, mit einer deftigen Portion Humor. Samurai Deeper Kyo wurde bereits 2002 zu einer recht erfolgreichen Anime-Serie umgesetzt, die allerdings in Deutschland bisher noch nicht erhältlich ist.
- 24.04.2006

Eigentlich war ich von den vergangenen Sammelbänden von Hack/Slash recht angetan, doch mit dem nunmehr sechsten Band „Zeit zu lieben, Zeit zu slashen“, scheint in meinen Augen die Luft ganz schön raus zu sein aus dem Konzept „Sexy Girl jagt mordende Monster“.