| ComicCon 2005 |
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| Geschrieben von Jochen Garcke | |
| Dienstag, 19. Juli 2005 | |
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Mark Evanier schreibt dazu, "Die Stimmung kam mir diesmal anders vor, sie schien noch mehr von Comics entfernt zu sein als jemals zuvor. Man hat das Gefühl, als ob das, was sich bei den Comic abspielt, nichts mehr bedeutet. Nur was beim Film passiert, zählt. Und wenn es nie ein Film wird ... naja, dann bedeutet der Comic wirklich nichts." Und wenn man doch noch liest, wie wichtig manche Filmstudios die Con nehmen und dort bis zu einer viertel Million Dollar ausgeben, verdichtet sich das Bild. Nicht zu verschweigen all die Schlangen bei den Computerspielständen, an denen T-Shirts oder Ähnliches verschenkt wurden. Am deutlichsten das Erscheinungsbild auf der Con hat allerdings Tokyopop geprägt, die riesigen Tüten wurden massenhaft mitgenommen und waren vielfach zu sehen. Die Superstars der Szene sind natürlich nicht wirklich präsent und erreichbar, aber sich ein wenig mit Stan Sakai (Usagi Yojimbo; Foto rechts) unterhalten, Eric Shanower Tipps für potentielle deutsche Verlage für Age of Bronze zu geben, Steve Lieber (Foto unten) auf die Idee zu bringen, neben dem Salon in Gijón doch auch nach Frankfurt zur Buchmesse zu fahren oder sich bei den unbekannten und frischen Leuten umzuschauen, ist dann schon irgendwie vergleichbar mit Erlangen-Tagen. Merkwürdig war darüber hinaus, dass man auf diesem Panel andere Berichterstatter aus Deutschland trifft. Ob das jetzt einen Bone-Tourismus auslöst...? Interessante Einblicke in seine Recherchen auf jeden Fall. Ebenso die ersten Seiten seiner DC-Serie, die er vorgestellt und gelesen hat; äußerst vielversprechend. Etwas schade ist, dass hier immer noch keine begleitenden Comic-Ausstellungen stattfinden, so wird beim Publikum schwer eine andere Einstellung zu Comics entstehen. Anreise alleine für die Con ist da eher fragwürdig, in Verbindung mit einem USA-Urlaub aber durchaus interessant. Nur sollte klar sein, was einen da erwartet: viel Trubel um Film, Spiele und Merchandise, Comics, die trotz des Namens Comic-Con dann nicht mehr die Hauptrolle spielen, des öfteren etwas merkwürdige Gestalten, aber auch große Teile der amerikanischen Kreativszene.
weitere Eindrücke: (alle Fotos: Copyright Jochen Garcke - Verwendung nur nach vorheriger Genehmigung)
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