| DC Premium 56: Green Arrow & Black Canary |
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| Geschrieben von Andreas Völlinger | |||||||
| Montag, 6. Oktober 2008 | |||||||
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In den ersten vier Stories des vorliegenden Bands, der gesammelten Black Canary-Miniserie, obliegt es daher Autor Tony Bedard, diese Zweifel zu zerstreuen. Bedard und Zeichner Paulo Siqueira haben dazu eine Geschichte zusammengebastelt, in der Dinah sich nicht nur mit ihren Gefühlen, sondern auch der Mord-Liga und Green Arrows Erzfeind Merlyn rumschlagen muss, die es auf ihre Pflegetochter, die herzige Jung-Assassine Sin abgesehen haben. Keine außergewöhnliche Comickost, aber ein unterhaltsames und flott erzähltes Actiondrama, mit treffenden Charakterisierungen von Canary, Arrow und seinem Sidekick Speedy. Paulo Siqueiras gefälliger Stil erinnert dabei zuweilen stark an Terry Dodson. Was der Künstler zeichnerisch drauf hat, zeigt sich besonders, wenn man zwischendurch mit ein paar Seiten von Aushilfszeichner Tom Derenick konfrontiert wird, die im direkten Vergleich zu Siqueiras Arbeit recht statisch und altbacken daherkommen. Positiv fällt außerdem Bedards Bemühen auf, die Geschichte und Figuren auch für Leser zugänglich zu machen, die nichts oder kaum etwas über Green Arrow und Black Canary wissen. Über die folgende Geschichte von J. Torres und dem Zeichnerteam Lee Ferguson und Karl Story gibt es leider nicht viel Positives zu notieren. Die Idee, einen Black Canary Wedding Planner-Comic über die Hochzeitsvorbereitungen zu veröffentlichen, ist ja noch leidlich originell, wenn auch die Frage bleibt, an welche Leser sich so ein Heft überhaupt richten soll. In den Händen des richtigen Kreativteams hätte die Sache wohl noch ganz witzig werden können, aber die gezwungen wirkenden Dialoge und unterdurchschnittlichen Zeichnungen schreien einem hier geradezu „völlig überflüssig!“ entgegen. Das Finale des Comicalbums, das Wedding Special aus der Feder vom langjährigen Green Arrow-Serienautor Judd Winick und der Zeichnerin Amanda Conner, kann diesen Rohrkrepierer aber wieder einigermaßen ausbügeln. Winick hat sich für eine augenzwinkernd-humorvolle Erzählvariante entschieden und die glückt ihm auch größtenteils, was nicht zuletzt Amanda Conners Talent für witzige Gesichtsausdrücke und leicht cartoonige Actionszenen zu verdanken ist. Die Diskussion über Sex-Enthaltsamkeit bis zur Hochzeitsnacht, die vielfältigen Reaktionen der Heldenkollegen auf die Hochzeitseinladung und der Junggesellinnenabschied im Superhelden-Stripclub machen Spaß, nicht mehr und nicht weniger. Und das ist im Zeitalter all der hochdramatischen tränen- und opferreichen Epen wie Infinite Crisis eine mehr als willkommene Abwechslung. Dass die Hochzeitszeremonie in einer gigantischen Prügelei zwischen den versammelten Helden und einem Bataillon Schurken unter der Führung von Killerpapst Deathstroke gipfelt, dürfte für Leser von Superheldencomics keine große Überraschung sein. Das krasse Ende der Geschichte aber kommt dafür völlig unerwartet daher und erwischt den durch die lockere Erzählweise in Sicherheit eingelullten Leser eiskalt - ohne Chance für „Ich hab’s kommen sehen“-Besserwissertum. Als Kaufargument für den ersten Band der neuen Green Arrow & Black Canary-Serie von Judd Winick und Cliff Chiang, der Ende Oktober in Deutschland erscheint, ist dieses Schockerende auf perfide Weise unschlagbar. Freunde des Heldenpaars, langjährige DC-Leser und Fans von großen Superheldenversammlungen kommen an diesem Sammelband, wahlweise als Soft- oder Hardcover erhältlich, schwerlich vorbei und werden größtenteils gut unterhalten. Für Leute, die nicht in eine dieser Kategorien gehören, ist das Ganze aber eher uninteressant. DC Premium 56: Green Arrow & Black Canary Panini, Juli 2008 Text: Tony Bedard, Judd Winick, J. Torres Zeichnungen: Paulo Siqueira, Amanda Conner u.a. 164 Seiten, Softcover: 16,95 Euro; Hardcover: 25,- Euro ![]() Softcover: Hardcover: Coverabbildung © paninicomics.de
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Ed Brubaker ist momentan sicher einer der omipräsentesten
Comicautoren auf dem deutschen Markt. Brubaker, der gerade zum zweiten Mal in
Folge den Eisner-Award als bester Autor erhielt, ist sowohl bei klassischen
Marvel-Helden wie Captain America, Daredevil oder den X-Men (auf Deutsch alle bei Panini), aber
auch für die creator-owned-Serie Criminal zuständig, deren erster Band
ebenfalls auf Deutsch bei Panini vorliegt. Der gerade erschienene One-Shot Point
Blank, der quasi ein Prolog zur Reihe Sleeper (deutsch bei Cross Cult) darstellt, zeigt Brubakers
Einstieg ins Wildstorm-Universum von DC.
Wir kennen das alle. Kaum ist man zu Hause, prompt wird in den
Nachrichten gesagt, dass es nun Weltfrieden gibt, jeder in Saus und
Braus lebt und der Hunger in der Welt de facto gegessen ist.
Schließlich wacht man doch auf und merkt, dass man wieder einen
dieser hyperrealistischen "Was wäre, wenn"-Träume hatte, die die Welt
auf den Kopf stellen.
Panini hat sich Comicadaptionen aus der Rollenspielwelt angenommen und präsentiert mit der Vergessene Reiche-Saga um Drizzt, den etwas anderen Dunkelelf, nach Dragonlance 1: Die Legende von Huma bereits den zweiten Comic aus der Welt von Dungeons & Dragons (kurz D&D).
Mark Millar legt in Wanted einen wirklich netten Start hin. Zugegeben, da schwingt ein große Prise Fight Club mit, wenn Wesley Gibson uns seine erbärmliche White-Collar-Existenz mit all den Schwierigkeiten und Problemen des täglichen Lebens vorstellt, ehe er in die Welt der Superschurkerei eingeführt wird und sein altes Dasein hinter sich lassen kann. Aber das ist ja nichts Schlimmes, immerhin war Fight Club ein ziemlich guter Film und ein ebenso gutes Buch. Das Problem ist nur, da wo Chuck Palahniuk in Fight Club konstant interessante Ideen mit Gesellschaftskritik und Charakterkonflikten verband, da fällt Millar schnell auf eine altbekannte Geschichte und viel pubertäres Machogehabe zurück.
Wenn man sagt, dass Warren Ellis gut darin ist, eine Menge
abgefahrener, kranker Ideen auf engstem Raum zu versammeln, dann ist
das in etwa so, als würde man die Bemerkung fallen lassen, dass es im
Sommer in der Sahara ganz schön heiß werden kann. Warren Transmetropolitan Ellis ist als Schöpfer abgefahrener, kranker Ideen hinlänglich bekannt. Sie sind gewissermaßen sein Aushängeschild.