Doc Ock - Merchandise - Soundtrack - Poster-Gallery - Links
Special zum Film von Fritz und Harry Saalfeld

Doc Ocks neuer Look
Ähnlich wie beim ersten Teil der Grüne Kobold wurde auch dem Bösewicht in diesem Film, Doc Ock, für die Leinwand ein neues, moderneres Aussehen verpasst (das auf den ersten Blick sehr stark an "Matrix" erinnert). Für die Filmemacher waren ins Besondere die Greifarme von Doc Ock eine große Herausforderung, denn diese sind im Film nicht durchgehend computeranimiert! Für bestimmte Einstellungen und Nahaufnahmen wurden die Tentakel tatsächlich in mühsamer Handarbeit angefertigt. Zusätzlich gab es für jeden Arm ein vierköpfiges Team, dass die Fernsteuerung übernahm, so dass insgesamt 16 Leute nur für die Bewegung der Roboterarme zuständig waren.
Anders als beim Kobold hingegen, der in den Comics noch immer sein klassisches Kostüm trägt, hat man sich bei Doc Ock dafür entschieden, passend zum Film auch der Comicfigur ein moderneres Kostüm zu verpassen (Das alte Kostüm erinnerte inzwischen wohl auch etwas zu sehr an Elton John). Entworfen wurde das neue düsterere Design der Comicfassung, dass sich verständlicher Weise stark an dem Kino-Kostüm orientiert, von keinem geringeren als Star-Comiczeichner Humberto Ramos ("Crimson", "Out There"), der inzwischen bei Marvel die Reihe "Spectacular Spider-Man" zeichnet. In dieser Serie erschien dann auch der Mehrteiler "Countdown", in dem Ramos den neuen Doc Ock gleich gekonnt in Szene setzte. Auf Deutsch erscheint "Countdown", geschrieben von Paul Jenkins, der hierbei auf grandiose Weise selbst ein politisches Thema wie den Israel-Konflikt gekonnt in ein Superheldencomic einbringt und mit Humberto Ramos und Kolorist Edgar Delgado sowohl optisch als auch inhaltlich eine der besten Spider-Man- Geschichten der letzten Jahre geschaffen hat, in der Reihe "Der Spektakuläre Spider-Man" ab Ausgabe #6 im August. fs

Merchandise
Wie schon beim ersten Teil erwartet uns auch bei "Spider-Man 2" wieder eine regelrechte Flut an Merchandise und Lizenzprodukten. So gibt es auch zum zweiten Teil neue Lego-Bausets mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft, es gibt natürlich auch ein Videospiel zum Film, in aktuellen Kornflakespakungen finden sich Spidey-Wasserspritzer und das ist nur die Spitze des Eisberges.
Selbstverständlich wird bei "Spider-Man 2" auch nicht auf das obligatorische Comic zum Film verzichtet. Allerdings hat man sich auch hier etwas einfallen lassen, was nicht jede andere Comicverfilmung mit sich bringt. So erscheint der Comic zum Film in Deutschland bei Panini Comics neben der normalen Kioskfassung auch als exklusiver Hardcoverband zum Preis von €10,90, der ausschließlich über Amazon.de bestellt werden kann und den nicht nur ein neues Titelbild des europäischen Marvel- Zeichners Gabriele Dell'Otto (dessen neue Serie mit Brian Bendis gerade in den USA erscheint) schmückt, sondern der auch zwei zusätzliche Spider-Man- Comics von Autor J. Michael Straczynski ("Rising Stars", Erfinder der Fernseherie "Babylon 5") und Zeichner John Romita Jr. enthält.
In Indien geht man sogar noch einen Schritt weiter: dort startet parallel zum Film die neue Comicreihe "Spider-Man India", in der von einem indischen Spider-Man erzählt wird. Dieser heißt im wahren Leben Pavitr Prabhakar (seine Freundin ist Meera Jain), lebt in Bombay und bekämpft - genau wie sein amerikanischer Counterpart Peter Parker - als Spider-Man Schurken wie den grünen Kobold. Der ist allerdings ein indischer Dämon und der indische Spider-Man ist insgesamt nicht nur geographisch seinem Land angepasst, sondern auch inhaltlich viel mehr in der indischen Mythologie verwurzelt. Auch sein Kostün wurde natürlich der indischen Mode angepasst. Sollte die erste, vierteilige Miniserie, die übrigens auch von einem indischen Kreativteam - und nicht etwa in den USA - geschaffen wird, erfolgreich sein, ist eine Fortsetzung und sicher auch der Rückimport nach Amerika sicher nicht auszuschließen. Ein ähnliches japanisches Projekt in den Siebzigern hatte jedoch keinen sehr großen Erfolg. fs

Soundtrack
Genau zwei Jahre ist es her, da flimmerten zum Kinostart von "Spider-Man" über Wochen "Hero" von Nickelbacks Chad Kroeger und Salivas Josey Scott und "What we're all about" von Sum 41 über die Fernsehbildschirme. Auf dem Soundtrack traf man außerdem auf weitere erstklassige Hardrock- bands wie Alien Ant Farm, Aerosmith und Theory of a Dead Man. Schwer zu toppen? Sicherlich. Mit dem Soundtrack zum zweiten Teil der "Spider- Man" Filme aber allemal gelungen. Auf der CD befinden sich 14 Songs verschiedenster Emo-, Post-Punk- und Nu-Metal-Bands, sowie zwei Stücke aus der Filmmusik des talentierten Danny Elfman, der neben dem Score zum letzten "Spider-Man"-Film auch schon die Filmmusik der ersten beiden "Batman"-Filme und die Titelmusik der "Simpsons" komponiert hat. Und abgesehen von Bands wie Taking Back Sunday und Midtown, die jeweils mit ihren Liedern Vorgeschmäcke auf ihre demnächst erscheinenden Alben geben, befinden sich auf dem Soundtrack fast ausschließlich unveröffentlichte Songs, darunter natürlich die Singles von Dashboard Confessional, Switchfoot und Ana Johnson.
Dashboard Confessional, das Quartett um Sänger Chris Carrabba, sollten die meisten (leider) seit "Hands down", ihrem Titelsong zur Pro7-Serie "18 - Allein unter Mädchen", kennen. Sie eröffnen die CD mit der ersten der drei Singles zum Film: "Vindicated", einer hervorragenden aber "Hands down" nicht gerade unähnlichen Nummer, die sowohl ruhige als auch kraftvolle Parts aufweist. Ganz großartig. In den USA ist dies die Lead-Single, was aber in Deutschland anscheinend auf Grund des geringen Bekanntheitsgrad der Band geändert wurde. Völlig unnötig, wie ich finde, da die besagte Pro7-Serie trotz allem dafür gesorgt haben sollte, dass Dashboard Confessional bekannter ist als Ana Johnson und Switchfoot.
Weiter im Programm geht ist mit den Bands Train und Jet, die doch recht anständige Rocksongs abliefern. Musikalisch weit übertroffen werden diese beiden jedoch von den Isländern Hoobastank (in Deutschland bereits bekannt durch Songs wie "Crawling in the Dark" und "The Reason") und den aus Wales stammenden Lostprophets, die mit ihrem letzten Album "Start Something" ebenfalls hierzulande Fuß fassen konnten. Sie beide überzeugen mit den großartigen und brandneuen Nu-Metal Stücken "Did you" und "Lucky you". Der wohl poppigste Song (aber trotzdem nach "Vindicated" mein persönlicher Favorit) des Soundtracks ist "Gifts and Curses" und stammt von der amerikanischen Emo-Gruppe Yellowcard, die abgesehen von Violinist Sean Mackins Solo eher in die Richtung von Good Charlotte oder Simple Plan einzuordnen sind.
Maroon 5, die seit "This Love" wohl jedem Radiohörer oder Musikfernsehgucker ein Begriff sein dürften, steuern ebenfalls einen brandneuen, sehr Jamiroquai-ähnlichen Song namens "Woman" bei. Track 10 von Smile Empty Soul ist einer der wenigen Songs auf dieser CD, bei dem ich gerne mal die Skip-Taste des CD-Players benutze. Mag sein, dass der im Film an einer super Stelle gespielt wird und dadurch ganz klasse rüberkommt. Auf dem Soundtrack ist es jedenfalls nicht so. Wer The Ataris kennt (und trotzdem liebt), wird nicht all zu viel erwartet haben, da die letzten The Ataris-Songs auf Compilations eher Enttäuschungen waren, sollte aber von diesem Track angenehm überrascht worden sein. "The Night that the Lights went out in NYC" ist eine durchaus gelungene Rockballade mit einem sehr ohrwurmverdächtigen Refrain.
Als nächstes folgen die zweite und dritte Single des Soundtracks. Zunächst Switchfoot, mit dem exzellenten "Meant to live". Die größere Überraschung für mich war jedoch "We are" von Ana Johnson. Die mir bis jetzt unbekannte Schwedin sorgt für den bisher noch fehlenden femininen Touch. Ein bisschen Dido, ein bisschen Avril Lavigne und das ganze noch ein bisschen rockiger. Kommt gut. "Someone to die for" von Jimmy Gnecco und Brian May, der letzte Track vor den Danny Elfman Stücken, gefällt mir persönlich so gar nicht. Er gibt einem irgendwie das Gefühl eine schlechte Coverversion von einem Stück zu hören, das man früher mochte. Bei den Danny Elfman Tracks gibt es natürlich nichts zu meckern. Der bleibt schlichtweg der Beste wenn es um klassische Arrangements zum Spannungs- aufbau geht.
Alles in allem, nicht nur als Begleitmusik zum Spidey-Film, sondern auch als Rock-Compilation auf jeden Fall eine empfehlenswerte CD. hs


Poster-Gallery


(für größere Ansichten einfach auf das jeweilige Poster kilcken)

Links:
Spider-Man 2 (offizielle US-Homepage zum Film)
Spider-Man2.de (offizielle deutsche Homepage zum Film)
Marvel Comics (offizielle Homepage von Marvel Comics)
Panini Comics (offizielle Homepage des deutschen Verlags von "Spider-Man")
Gotham Entertainment Group (der indische Verleger der "Spider-Man"-Comics)
"Vindicated"-Musikvideo (Musikvideo zum Titelsong von Dashboard Confessional)