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(Vortrag/Diskussion)
von Marco Behringer Sonntag, 17. Oktober 2010
In X-Men - Frauen auf der Flucht dreht sich alles um die Suche nach der entführten Rachel Summers-Grey alias Marvel Girl, wofür die anderen Mitglieder der X-Men ihren Urlaub in Südostasien abrechen. Psylocke, Rogue, Shadowcat und Storm verlieren zu allem Übel auch noch ihre Superkräfte und müssen sich gegen Eingeborene wehren, die abgestürzte Flugzeuge anbeten. Warum am Ende dann noch Emma Frost alias White Queen befreit wird und sich an ihrer Peinigerin rächt, ist genauso unklar wie viele andere Ungereimtheiten in der Story.
Claremont bringt die Story erst mal richtig in Schwung, um dann einen Flashback in die jüngere Vergangenheit zu machen. Der Starautor erzählt die Story aus der Perspektive von Kitty Pride alias Shadowcat. Alles nicht Neues und sieht man einmal von dem Verlust der Mutantenkräfte ab, handelt es sich bei diesem Comic um eine peinliche und unnötige Geschichte. Der Autor scheint nur dazu da zu sein, um dem Starzeichner die Bälle zuzuspielen, damit dieser seine berühmten weiblichen Kurven aufs Papier bringen kann. Das wirkt sehr uninspiriert und vorhersehbar.
Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: "Nein!" Manara und die X-Women - das geht nicht gut. Die äußerst schwach erzählte und mit allen Klischees beladene Story lockt niemanden hinter dem oft zitierten Ofen hervor. Und auch die stets bejubelten Zeichnungen von Manara können sich nicht in die Geschichte integrieren. Alles in allem wirkt der Band sehr gekünstelt. Da wurde auf Biegen und Brechen versucht, zwei internationale Comickünstler in einen Band zu pressen - und das leider kopflos. X-Men: Frauen auf der Flucht ist weder erotisch noch ein anspruchsvoller Comicroman. Die Kombination "USA/Europa" geht diesmal nicht auf. Da rettet auch der umfangreiche Anhang, in dem sich neben dem bereits erwähnten Interview mit Manara auch ein Sketchbook, ein Nachwort und das Feature "Hinter den Kulissen" befinden, nichts mehr.
X-Men - Frauen auf der Flucht
Panini Comics, Oktober 2010
Text: Chris Claremont
Zeichungen: Milo Manara
Hardcover, 68 Seiten, farbig
ISBN: 978-3862010059
Preis: 14,95 EUR

Die uninspirierte Story und die unrealistischen Bilder wirken einfach nur konstruiert und langweilig
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Abbildungen © Milo Manara, der dt. Ausgabe Panini Comics
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Rezensionen

Nach dem recht gelungenen Einzelband Point Blank liegt mittlerweile auch der erste deutschsprachige Sammelband der
Wildstorm-Serie Sleeper vor, eine Reihe, die bestimmte Personen aus Point
Blank tangiert und auf Geschehnisse daraus aufbaut, respektive fortführt.
Trotzdem lässt sich Sleeper auch ohne Mühe losgelöst von seiner „Prolog-Story“ genießen.
„Alles ändert sich, warum nicht du?" − „Dafür bin ich zu lange dabei. Nach einer Weile ist man, was man ist ..."
Wir kennen das alle. Kaum ist man zu Hause, prompt wird in den
Nachrichten gesagt, dass es nun Weltfrieden gibt, jeder in Saus und
Braus lebt und der Hunger in der Welt de facto gegessen ist.
Schließlich wacht man doch auf und merkt, dass man wieder einen
dieser hyperrealistischen "Was wäre, wenn"-Träume hatte, die die Welt
auf den Kopf stellen.
- 28.05.2006
Die genretypische Verfolgungsjagd zu Beginn des Bandes signalisiert gleich die Veränderung: Das Batmobil, das den flüchtigen Gangstern im Nacken sitzt, hat nicht nur ein schnittiges Neu-Design, sondern fliegt – und im Inneren weist ein grimmiger Robin einen auffallend gesprächigen und relaxten Batman zurecht. Klar, haben wir es hier doch nicht mehr mit der langjährig gewohnten Besetzung zu tun, denn schließlich hieß es im Zuge des Mega- und Meta-Crossovers "Final Crisis" dank Steinfratze Darkseid 'Bye-Bye, Bruce Wayne' und somit ist eine neue Fledermaus in der Stadt: Ur-Robin und nun Ex-Nightwing Dick Grayson stülpte sich in Folge die Spitzohrmaske übers Haupt. Ihm zur Seite als mittlerweile fünfter Robin der Sohn seines verblichenen Mentors und Thalia al Ghul: Damian Wayne. Und den als schwierigen Fall zu bezeichnen ist so ziemlich untertrieben.
Dies ist der dritte Band der Marvel-Noir-Reihe. Nach Spider-Man und den
X-Men wird diesmal Wolverine in die Welt des Noir-Genres adaptiert. Autor Stuart Moore hat sich hierfür mit dem Zeichner C. P. Smith zusammengetan. Nachdem der Spider-Man-Band
aufgrund seiner bunten Ästhetik nicht auf ganzer Linie überzeugen,
jedoch X-Men wegen dessen konsequenter Noir-Umsetzung umso mehr
begeistern konnte, sind die Erwartungen an Wolverine hoch.
- 31.07.2010
aber war Manara nicht schon immer so???