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von Benjamin Vogt Montag, 01. März 2010
"Witchblade - Ein neuer Anfang" knüpft mit den enthaltenen US-Heften 113-118 direkt an die letzte Infinity-Ausgabe an und setzt kurz nach den Ereignissen des Crossovers "First Born" ein. Sarah Pezzini, Polizistin und bisherige Trägerin der uralten Waffe namens Witchblade, kommt nun vornehmlich ihren Pflichten als frischgebackene Mutter nach und teilt sich aus diesem Grunde die Witchblade mit der jungen Tänzerin Danielle Baptiste. Autor Ron Marz setzt mit dieser Zweiteilung der Serie deutlicher auf die Beziehungsebene als dies zuvor der Fall war; neben der Auflösung von Kriminalfällen und der Bekämpfung von Übernatürlichem, die auch weiterhin den Grundton bilden, steht jetzt auch Familie, Liebe und Freundschaft im Vordergrund. Umgesetzt wird dieser neue Anstrich durch die Zeichner Sami Basri und Stjepan Sejic, deren Herangehensweisen kaum unterschiedlicher sein könnten. Während Ersterer auf klar konturierte, wenig effektreiche Bilder und warme, freundliche Farben setzt, dominiert Sejic seinen Anteil des Bandes mit einem realistischen, expressiven Zeichenstil, dem es durch die kühle Erscheinung aber leider an Dynamik und Detailtreue mangelt. Der Kontrast zwischen beiden ist extrem und sicherlich ist es Geschmackssache, welche Stilart man bevorzugt. Insgesamt bewegen sich Marz, Basri und Sejic auf einem ordentlichen Niveau, verpassen es aber, wirkliche Glanzlichter zu setzen und die Witchblade auf ein anspruchsvolleres Niveau zu heben, als sie die vergangenen Jahre war.
Der perfekte
Einstieg für die Reihe um Mafia-Killer Jackie Estacado, der die momentane
Inkarnation der Darkness ist, hat sich für Panini hingegen quasi von allein
ergeben. Auch wenn man für den Start ab dem US-Volume 3 die ersten beiden Kapitel,
die bei Infinity als "The Darkness - Neue Serie" 25 und 26 bereits einzeln
veröffentlicht wurden, nochmals abdrucken musste, ist das in jedem Fall sinnvoll,
denn so bietet sich dem Leser der sehr empfehlenswerte Sechsteiler "Imperium"
versammelt und komplett in einem Band. Jackie, der seit Beginn der Serie sich
zum Oberhaupt einer Mafiafamilie aufschwingen konnte, bevor er abstürzte und
sogar kurzzeitig tot war, verschlägt es darin in ein kleines südamerikanisches
Städtchen, wo er den örtlichen Diktator stürzt und die Bevölkerung mithilfe
einer neu entwickelten Droge und eines Wissenschaftlers unter Kontrolle hält.
Phil Hester erdachte sich für diese neueste Interpretation um die mysteriöse
Darkness einige neue Ansätze, von denen der Bartwuchs der Hauptfigur noch
diejenige mit der geringsten Tragweite ist. Vielmehr gelingt es Hester, den Kern
der Reihe, die Darkness selbst, wieder zum hauptsächlichen Gegenstand zu
machen. Spürbar ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel, dass Macht neuartig definiert
und im größeren Kontext dargestellt wird, zudem erhält Estacado nun mehr
Kenntniss über die Natur der Finsternis, die fieser, betrügerischer und
selbstständiger als je zuvor erscheint. Unterlegt durch die rauen, finsteren Bilder
von Zeichner Michael Broussard, dessen Stil stark an The Darkness-Miterfinder
Marc Silvestri erinnert, ist dieser Neubeginn dann tatsächlich auch weitaus
sehenswerter wie die Versucher einiger Autoren/Zeichner zuvor; auch das ist ein
Grund, weshalb man das Gefühl hat, dass die Serie zu alter Stärke zurückgekehrt
ist.
Witchblade 1 - Ein neuer Anfang
Panini, Juli 2009
Text: Ron Marz
Zeichnungen: Sami
Basri, Stjepan Sejic
148 Seiten, farbig, SC;
16,95 Euro
Darkness 1 - Verflucht
Panini, August 2009
Text: Phil Hester
Zeichnungen: Michael
Broussard
148 Seiten, farbig, SC;
16,95 Euro

Guter Einstiegspunkt für neue Leser, Stammleser dürften sich über eine gelungene Wiederbelebung der langjährigen Serien freuen
Witchblade 1 - Ein neuer Anfang:
Darkness 1 - Verflucht:















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Endlich setzt Eidalon diese tolle Serie fort und veröffentlicht den zweiten Band über ein Mädchen, das nicht so recht zu den anderen Kindern passt - aber sie würde es auch gar nicht wollen.
Alles in allem verstörend. So oder so ähnlich würde
ich jemandem antworten, der mich nach einer Beschreibung zu Codex
Angélique fragen würde. Die im französischen Original in drei Alben
veröffentlichte Serie liegt in der Ehapa Comic Collection als All-in-One-Edition vor.
Wie bei einigen dieser Ausgaben zuvor gibt es auch bei dieser Licht
und Schatten zu konstatieren. Leider wird man des anfänglich recht
interessanten Settings recht schnell überdrüssig, spätestens wenn sich
die Handlung komplett in den Wirren von Mystik und Übersinnlichem
verstrickt.
Queen & Country spielt im Geheimdienstmilieu. Es ist aber kein James-Bond-Verschnitt, sondern zieht seinen Reiz gerade aus dem Gegenteil davon. Keine Hochglanz-Szenarien und keine technischen Gimmicks; stattdessen desillusionierte Spione, die oftmals in moralischen Zwickmühlen stecken und Figuren auf dem Schachbrett der internationalen Politik sind.