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01.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Donnerstag, 01. Juli 2010
In einem Küstendorf in Nordfrankreich, einem Ort, zu dem alle vier Hauptprotagonisten eine Verbindung besitzen, erinnern sie sich an ihre persönlichen Schicksale während des Zweiten Weltkrieges. Rückblenden berichten vom deutschen Soldaten Erwin, der sich neben seinem Dienst in einer Bunkeranlage als Maler versuchte und sich dabei in eine Französin verliebte. Erzählt wird auch von der Arbeit des britischen Offiziers Archie, der durch die Entschlüsselung des Enigma-Codes auf Geheimpläne der Nazis aufmerksam wurde. Pläne, die die Deutschen auch durch Zwangsarbeiter durchzusetzen versuchten. Einer eben jener war der Franzose Julien, eine weitere Figur in der schicksalhaften Konstellation in diesem Comicband. Der letzte im Bunde ist Joe, amerikanischer Fliegerheld, Stuntman und Prahlhans.
War and Dreams ist ein enorm vielschichtiges Werk, nicht nur springt das Geschehen immer wieder unkontrolliert und ohne Vorwarnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, auch den persönlichen Verhältnissen der Charaktere untereinander ist hin und wieder nur schwer zu folgen. Ein bisschen liegt das sicherlich auch daran, dass sich jede der vier Geschichten für sich lesen lässt, man sich aber als Leser ständig Gedanken machen muss, welche zeitgeschichtlichen oder örtlichen Zusammenhänge nun von Bedeutung sind.
Im Grunde ist dieser Comic der Versuch,
Krieg aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und aufzuzeigen, dass hinter
jedem Feind auch ein Mensch steckt. So unterschiedlich Joe, Archie, Julien und
Erwin auch sein mögen und so verschieden ihre Rolle in den 40ern auch aussah,
keiner von ihnen wird hier schwarz oder weiß skizziert.
Sehr schön und authentisch ist in dieser Hinsicht auch das letzte Kapitel gelungen, welches Auszüge aus einer (fiktiven) Facharbeit einer jungen Französin enthält. Die Texte sind nicht in Comicform, sondern wurden lediglich mit Illustrationen unterlegt. Die vier Hauptfiguren, die für eben jene Arbeit interviewt wurden, erzählen noch einmal mit eigenen Worten, was sie damals erlebt haben. Ein guter Einfall, den ich in dieser Art noch nicht kannte und der natürlich perfekt zum geschichtlichen Rahmen passt. Da stimmt auch die in erdigen Farben gedeckte Grafik des Buches, bei der es höchstens zu bemängeln gibt, dass ab und an die Gesichtszüge der Figuren arg versteinert wirken.
Als besonderes Gimmick liegt dem Band übrigens eine herausnehmbare und aufklappbare Zeitschrift bei. Es handelt sich um eine fiktive Ausgabe des amerikanischen Life-Magazins und (auf der Rückseite als Flipcover lesbar) eine Ausgabe der NS-Propagandazeitschrift Signal. Auch das ist wiederum ein mehr als netter Einfall, der War and Dreams gehörig Authentizität verleiht.
War and Dreams
Splitter, Mai 2010
Text: Maryse Charles
Zeichnungen: Jean-François Charles
192 Seiten, HC mit Schutzumschlag, 24,80 Euro
ISBN: 978-3-940864-01-7
Klug aufgebautes, verstricktes Weltkriegsdrama
Abbildungen: © Splitter Verlag















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Die fantasiereiche Welt von Dyfed steht vor einer
unheimlichen Bedrohung: Fedath, der Herr der Finsternis, stürzt mit einer enorm
großen Armee von Orks und anderen bösen Gestalten die Länder in den Krieg.
Verbündete Menschen, Elfen und Zwerge stellen sich dem übermächtigen Gegner in
den Weg und verteidigen ihre Gebiete in großen Schlachten. An ihrer Seite
kämpft auch Bran, ein weiser Magier, der
India Dreams ist laut Klappentext „eine grandiose
Familiensaga im exotischen Indien". Erzählt wird die Familiengeschichte vor
allem von Emily Harrison, die allerdings eng mit ihrer Mutter und ihrer Tochter
verbunden ist, so dass man Indien durch die Erfahrungen und Augen dreier
Generationen von Frauen sehen lernt und so nach und nach die Lebens- und
Liebesgeschichten der Frauen nachvollziehen kann. In der deutschen Ausgabe werden die vier
Einzelalben zu einer Gesamtausgabe zusammengebunden.
Mit dem englischen Wort "Changeling" bezeichnet die europäische
Mythologie ein sogenanntes Wechselbalg, ein Baby also, das den Eltern
ohne deren Wissen untergeschoben wird, während Elfen oder Geister das
eigentliche Kind rauben. Ein solcher Changeling ist auch der kleine
Peter Jobson, auch Scrubby genannt, von dem Pierre Dubois und Xavier
Fourquemin in ihrem Comic erzählen.
- 19.06.2009
