JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Rezis nach Kategorien
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Hamburg: Comics aus Finnland
01.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Sonntag, 23. Oktober 2011
Die Hamburger Künstlerin Moki ist manchen sicherlich bekannt durch ihre Beiträge in der Comic-Anthologie Orang oder durch ihr 2006 erschienenes Buch asleep in a foreign place (Kiki Post), für das sie sogar den Sondermann-Preis für den Besten Newcomer bekommen hat.
Ihr neues Buch Wandering Ghost knüpft an Altbewährtem an und lässt sich als weiterer Ausdruck einer märchenhaften, stummen Fantasiewelt bezeichnen.
Manchmal möchte man ja gerne in den Kopf des Künstlers gucken, gerade wenn man sich, wie im Fall vom Moki, mit einer allegorisch-surrealen Welt voller Fabelwesen konfrontiert sieht. Welche Intention steckt dahinter? Nun, im vorliegenden Comic möchte man mit ein wenig gutem Willen eine Coming-of-Age-Story entdecken. Die Problematik des Erwachsenwerdens wird erzählt aus der Perspektive eines kleinen, affenartigen Wesens mit großen Kulleraugen und noch größeren Ohren. Nach einer kurzen Reise über Stock und Stein und bis in den Himmel hinauf, erwacht es als großes, hasenartiges Wesen mit buschigem Schwanz. Fortan wird der Große vom Kleinen begleitet, von, wenn man so will, seinem kindlichen Ich in Form eines omnipräsenten Geistes.
Aber natürlich ist das nur die Wiedergabe der Rohskizze der Handlung, die letztlich jeder selbst für sich erschließen muss. Mokis schwarz-weiße Bilder sind einfach wunderschön und behaupten ihren Niedlichkeitsfaktor gekonnt durch runde, organische Formen und süße Wesen, deren emotionaler Ausdruck durch die Stille geradezu aufgeladen wird.
Vom Rhythmus, von der Art der Zeichnungen und der wortlosen Geschichte erinnert das Werk an Tommi Musturis Unterwegs mit Samuel (Reprodukt), nur ohne Farbe und mit Niedlichkeit anstelle von überbordendem Surrealismus. Grafisch ist Moki zudem etwas dezenter, aber nicht weniger anspruchsvoll.
Dem Band ist übrigens ein eigens geklammertes und herausnehmbares Extraheft beigefügt, welches einige ganzseitige Illustrationen der Figuren und Landschaften von Wandering Ghost beinhaltet. Dort gibt es sogar ein paar Farben zu sehen, auch wenn sich die Auswahl auf verschiedene Brauntöne beschränkt.
Wertung: ![]()
Bezaubernder Comic, der ohne Worte wirkt
Wandering Ghost
Reprodukt, April 2011
Story und Zeichnungen: Moki
88 Seiten, schwarz-weiß & farbig, Softcover
Preis: 16 Euro
ISBN: 978-3-941099-79-1
Leseprobe
Abbildungen: © Moki / Reprodukt















Neue Veranstaltung einsenden

Rezensionen




Cyril Pedrosa ist Comiczeichner (bekannt geworden durch Ring Circus und Drei Schatten) und er ist bekennender Öko.
Beide Fragmente seiner Persönlichkeit bringt er in dem Album Auto-Bio
zusammen. Pedrosa schildert sein Leben als Freund der Umwelt und wie er dieses
an strengen ökologischen Werten auszurichten versucht. In meist nur eine Seite
des Albums einnehmenden Episoden umreißt Pedrosa Alltagsprobleme, auf die er als
Öko gestoßen ist.
- 27.07.2009
Manchmal bedarf es einer Reproduktion von Werken, die ansonsten nur von den Männern der Altpapiersammlung in Augenschein genommen werden. Der deutsche Comic-Verlag Reprodukt hat sich der hehren Aufgabe angenommen und hat 50 Comics der Monatszeitung Le Monde Diplomatique in einem Band zusammengeführt. Das Resultat ist ein Foliant, der sowohl durch sein ungewöhnliches Format als auch durch seine überwältigende Farbpracht und durch seine schiere Vielfalt überzeugt.
- 26.08.2010
Schon die Erscheinungsweise macht deutlich, dass Habibi ein außergewöhnliches Werk ist. Der neue Comic von Craig Thompson, der langerwartete Nachfolger seines großen Erfolgs Blankets, an dem er sechs Jahre lang gearbeitet hat, kommt gleichzeitig in englischer, französischer und deutscher Sprache auf den Markt – das ist selten auf dem Buchmarkt, und bei Comics erst recht. Dieser Sonderstatus setzt sich in der Aufmachung fort: Habibi ist ein voluminöser Klotz von 672 Seiten, der mit Goldverzierung auf dem Hardcover-Einband, Lesebändchen und schwerem Papier sehr edel daherkommt. Wird Thompsons Erzählung dem pompösen Auftritt des Buches gerecht?
Nimm Alles an / Bleib in Bewegung / Keine Angst / Keine Erwartungen / Bleib rein / Pass auf dich auf.
Da Pinocchio bereits 2009 in Angoulême als „Bestes Album“ gewählt und 2010 in Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis als „Bester internationaler Comic“ ausgezeichnet wurde, bedarf der Comic darüber hinaus nicht wirklich mehr des Lobs. Was man jedoch tun kann: Man kann versuchen, die Stärken des Werks etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei näherer Betrachtung fällt auf, das Winshluss sich mit Pinocchio sowohl erzählerisch als auch grafisch allen definitiven Aussagen entzieht und so neue Maßstäbe für den modernen Comic setzt.
- 22.06.2010