JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Hamburg: Comics aus Finnland
01.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Dienstag, 16. März 2010
Doch in welche Richtung hat sich Fructus' Geschichte in den beiden Folgebänden „Die Sogromzüchter“ und „Der vertikale Kaiser“ weiterbewegt? Vor allen Dingen dringt man als Leser immer tiefer in die gesellschaftlichen Strukturen von Thorinth ein. Man lernt Herrscher, Intriganten und Gruppierungen kennen und bekommt Ansätze von größeren Zusammenhängen geliefert. In diesem Zuge tritt auch, vor allem in Band 3, der nicht näher benannte Hauptakteur der Reihe und dessen eigentliche Rettungsmission gleich mit ihm in den Hintergrund. Das hat auch damit zu tun, dass er die Frau, die er im Turm suchte, findet. Unnötig zu erwähnen, dass die Geschichte damit nicht so einfach zu einem Happy End kommt. Tatsächlich spielt die Geliebte eine entscheidende Rolle in einem sich anbahnenden Konflikt, der wohl erst in den beiden noch ausstehenden Alben weiter entfaltet wird.
Um aber keine voreiligen Schlüsse zuzulassen: Thorinth ist und bleibt
storytechnisch völlig verwirrend und damit einhergehend aus meiner Sicht auch
mangelhaft. Nicolas Fructus liefert einerseits Antworten, ohne aber präzise zu
werden. Vielmehr sorgen stets neu eingeführte Charaktere und Lokalitäten für
für eine bedenkliche hohe Anhäufung von Fragezeichen beim Lesen. Das sorgt schnell
für Frustration.
Zumindest sagt mir mein Gefühl nach drei von fünf Bänden, dass hier vielleicht etwas weniger mehr gewesen wäre. Fructus überlädt seine grafisch anspruchsvollen Bilder mit zuviel Inhalt. Zugegeben, ein überbordender Plot lässt sich aufgrund der schrägen Thematik, Fantasy als Psychotrip, nicht gänzlich vermeiden, aber wenn man als Leser fast überhaupt keinen Sinn mehr herausdestillieren kann, dann muss man als Künstler seinen Comic schon sehr geschickt gestalten, sonst langweilt er auf Dauer. Und leider hat Thorinth diesen Zustand bei mir mittlerweile erreicht.
Optisch überzeugt die Reihe nach wie vor, die Zeichnungen sind es
schließlich auch, die allein beim Durchblättern relativ klar darauf hin deuten,
dass man ein Fantasywerk vor sich hat. Strukturell wird aber nach meinem
Empfinden auch bei konkreter Beschäftigung mit dem Comic die Chance verpasst,
den letzten Schritt auf eine surreale Ebene zu wagen. Thorinth nähert sich
dieser grundlegend schon, immerhin jongliert es thematisch etwa mit
Seelenfressern, Bewusstseinsforschung oder psychoaktive Drogen. Ein Mix, der
prädestiniert scheint, um in völlig unerwarteter Weise mit dem Fantasygenre zu brechen oder dieses
zumindest ad absurdum zu führen. Schade eigentlich, dass dies nicht geschieht und diesem
ambitionierten Projekt dadurch der entscheidende Kick fehlt.
Optisch brilliert die Serie weiterhin, aber der undurchsichtige Plot sorgt schnell für Überforderung
Thorinth 2: Die Sogromzüchter
Splitter, Dezember 2009
Text/Zeichnungen: Nicolas Fructus
56 Seiten, Hardcover, 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-033-0
Thorinth 3: Der vertikale
Kaiser
Splitter, Februar 2010
Text/Zeichnungen: Nicolas Fructus
56 Seiten, Hardcover, 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-034-7
Abbildungen: © Splitter Verlag















Neue Veranstaltung einsenden



Das Cover des zweiten Bandes kündigt es an: Adalbert Müller steht kurz vor der Explosion. Stets übellaunig, leicht tolpatschig und cholerisch bewältigt er seinen Alltag als Familienoberhaupt und Pechvogel erster Güte. Aber er ist dabei liebenswürdig. Und obwohl die in den 70er Jahren von Pierre Seron (Die Minimenschen, Spirou) entwickelte Serie Die Müllers heißt (im Original: La famille Fohal), sind alle anderen Figuren, auch die übrigen Mitglieder der Familie, nur Randfiguren neben dem weißhaarigen Herrn Müller.
Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Deutschland hat gewonnen.
Gelingen konnte ihnen dies allerdings nur, weil im Juni 1944, kurz vor dem Sieg
der Alliierten (zu dem es ja in der Realität dann auch kam), die nordischen
Götter wahrhaftig auftauchten und den Krieg zugunsten der Nazis entschieden.
Jahre später ist das erscheinen der Asen noch immer ungeklärt, die echte
Identität der Götter ungewiss. Die Nationalsozialisten sind nunmehr nur noch
formal die herrschende Gruppierung, denn eigentlich sind Odin und Thor die
amtierenden Machthaber. Amerika ist wie weite Teile der Weltkarte okkupiert
worden, lediglich verzweifelte Kampfhandlungen um die Freiheit führen wenige
US-Soldaten noch. Unter ihnen befindet sich
Mit dem zweiten Band von Missi Dominici liegt die Fortführung des Genremix aus Historie und Fantasy vor. Ein kleiner Rückblick: Das sogenannte Kind des Tierkreiszeichens, welches besondere Kräfte hat, führt die Stämme der osteuropäischen Ureinwohner an, welche sich gegen die christlichen Invasoren und die Christianisierung wehren. Die Reiter der Apokalypse, ebenfalls mit besonderen Kräften ausgestattete geheimnisvolle Krieger, bringen Tod und Verderben in das Land und machen somit ihrem Namen alle Ehre, während zwei Ritter der Missi Dominici aus noch unerfindlichen Gründen sich ebenfalls auf die Suche nach dem Kind machten.
Mit dem ersten Band von Seide und Schwert betritt der vor zwei Jahren
ins Leben gerufene Splitter Verlag Neuland: Nach vielen Lizenzausgaben
französischer Comics legt er erstmals eine Eigenproduktion vor und
folgt gleichzeitig dem aktuellen Trend, Stoffe zu adaptieren, die
bereits als Roman erfolgreich waren. In diesem Fall handelt es sich um
eine Adaption der Romantrilogie Das Wolkenvolk von Kai Meyer, einer Fantasygeschichte, die im mittelalterlichen China spielt.
- 10.11.2008
Alexandro Jodorowsky, einer der ganz großen Comicautoren, meldet sich mit seiner neuen Serie Der schreckliche Papst zurück. Hatte sich Jodorowsky zunächst viel mit Science-Fiction beschäftigt (John Difool mit Moebius, Die Kaste der Meta-Barone mit Juan Giménez) und dann mit Western (Juan Solo und Bouncer) drückt er nun dem historischen Comic seinen Stempel auf. Die mit Milo Manara begonnene Serie Borgia (bei Kult Editionen) läuft noch und schon kommt quasi die Fortsetzung heraus.
- 19.08.2010