JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Rezis nach Kategorien
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Hamburg: Comics aus Finnland
01.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Samstag, 14. August 2010
Nachdem Morgan als Sklave gefangen genommen wird und als Todeskämpfer in einer Arena antreten soll, sprengt er die Ketten und verhilft allen Mitgefangenen zur Freiheit. Beflügelt von diesem Erfolg beschließt er, so viele Männer wie möglich hinter sich zu sammeln, um einen Großangriff auf den sinistren Magier Deimos zu wagen. Dies ist letztlich die Geburtstunde des Warlord, eines US-Amerikaners, der als Fremder zur Legende wurde.
Mit The Warlord hält einer der großen Helden der 70er und 80er Jahre in deutschen Landen erneut Einzug, nachdem Ehapa dem Comic über längere Zeit einen Platz in der Sammelreihe „Die Großen Phantastic-Comics“ bot. Cross Cult präsentiert die Serie von Mike Grell nun als vorläufig auf sechs Bände angelegte Werkausgabe. Das erste Sammelwerk enthält neben den Nummern 1-10 der US-Serie The Warlord auch die achte Ausgabe des „1st Issue Special“, welches den frühesten Auftritt von Travis Morgan enthält, noch bevor dieser seine eigene Reihe erhielt.
Mutig hat der Verlag sich
entschlossen, The Warlord komplett in Schwarz-Weiß zu veröffentlichen. Das
Ergebnis dürfte allerdings auch den letzten Skeptiker überzeugen: Grells
ausdrucksstarker und von anatomischer Präzision beherrschter Strich gewinnt
durch die fehlende Kolorierung unheimlich an Kontrast und Detailschärfe. Gerade
die pompösen Doppelseiten zu Beginn jedes Kapitels sind ambitionierte
Kunstwerke, bei deren Betrachtung man sich schon beim ersten Durchblättern
überhaupt gar keinen Farbtropfen vorstellen mag.
Als jemand, der zum ersten mal The Warlord chronologisch und am Stück liest, war ich überrascht, dass mich die Stories, die ja bereits drei Jahrzehnte auf dem Buckel haben, immer wieder zum neugierigen, raschen Weiterblättern animieren konnten. Mike Grell baut mit Cliffhangern fortdauernd neue Spannung auf; und das obwohl die Abenteuer des Travis Morgan mit wenigen häufig wiederkehrenden Plotelementen auskommen. Als Amalgam aus Conan und Tarzan gerät der Warlord von einem unmöglichen Kampf in den nächsten und führt parallel die beinahe genauso komplizierte Schlacht, seinen Platz in Skartaris zu finden.
Aber auch wenn das kriegerische Gebahren der Hauptfigur, die begleitende Beschwörung der Warlord-Legende aus dem Off und die unvermittelten, nach stets ähnlichem Schema ablaufenden Kämpfe zuweilen ermüdend wirken, ist Grells Serie insgesamt fantastisch. Zeichnerisch sowieso, aber auch inhaltlich. Grell lässt seinen Charakter zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wissenschaft und Wildheit wandern. Nicht nur emotional, sondern eben auch tatsächlich physikalisch. Das ist tolle Unterhaltung, jedoch mit nachdenklichen Zwischentönen.
Die angehängte Covergalerie ist
im Gegensatz zu den Comicseiten in diesem Band in Farbe gehalten, ebensowie der
bebilderte Redaktionsbeitrag von Jochen
Ecke, der hier sehr klug über Leben und Schaffen Mike Grells referiert.
The Warlord 1 -
Skartaris
Cross Cult, Juni 2010
Text und Zeichnungen: Mike Grell
224 Seiten, Hardcover, s/w (16
Farbseiten), 22 Euro
ISBN 978-3-941248-87-8
Brillante Werkausgabe mit
barbarischem Flair
Abbildungen: © Cross Cult















Neue Veranstaltung einsenden

Rezensionen

Paris im Jahre 2054: Die junge Wissenschaftlerin Ilona Tasuiev verschwindet aus ungeklärten Umständen. Ihr Arbeitgeber Avalon, ein multinationaler Großkonzern, der Gesundheit, Schönheit und ewiges Leben propagiert, versucht sie ebenso ausfindig zu machen wie Karas, ein impulsiver Polizist, der mit Hilfe Ilonas Schwester Nachforschungen betreibt. Nach und nach eröffnen sich die wahren Gründe für die Entführung. Doch das tatsächliche Ausmaß der Verschwörung und die Tragweite der wissenschaftlichen Erkenntnisse werden dem Leser erst später bewusst.
Eines muss man sich hier direkt staunend vor Augen halten: Annas Paradies ist die erste Serie von Daniel Schreiber. Ursprünglich war die Geschichte als Film geplant. Als Schreiber aber neue Ideen kamen, arbeitete er das Drehbuch in ein Comicskript um und realisierte so seine erste Serie. Gänzlich unerfahren ist der Autor im graphischen Bereich nicht, da er schließlich schon seit 15 Jahren als Illustrator arbeitet. Aber in dieser engen Text-/Bildkombination, wie es in einem Comic nun mal der Fall ist, hatte er bislang noch nicht gearbeitet.
Die Piraten sind in Paris eingefallen! Ein Dreimaster gleitet zwischen
den Fassaden des Faubourg Saint-Germain. An Bord und sogar in einer
Spelunke entfesselt Kapitän Scharlach Blitze und heftige Regenschauer.
Alles scheint, als wäre eine von Autor Marcel Schwobs Romanfiguren zum Leben
erweckt worden! Und zwar von Autor David B. und Zeichner
Emmanuel Guibert. Schwob war einer der großen Gelehrten seiner
Zeit. Aber nun wird dieser Marcel Schwob zur Hauptfigur in Kapitän Scharlach.
- 11.06.2010
Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Deutschland hat gewonnen.
Gelingen konnte ihnen dies allerdings nur, weil im Juni 1944, kurz vor dem Sieg
der Alliierten (zu dem es ja in der Realität dann auch kam), die nordischen
Götter wahrhaftig auftauchten und den Krieg zugunsten der Nazis entschieden.
Jahre später ist das erscheinen der Asen noch immer ungeklärt, die echte
Identität der Götter ungewiss. Die Nationalsozialisten sind nunmehr nur noch
formal die herrschende Gruppierung, denn eigentlich sind Odin und Thor die
amtierenden Machthaber. Amerika ist wie weite Teile der Weltkarte okkupiert
worden, lediglich verzweifelte Kampfhandlungen um die Freiheit führen wenige
US-Soldaten noch. Unter ihnen befindet sich
Auf dem Cover blicken dem Leser vier Augenpaare entgegen. Die Augen gehören zu vier adrett in Schuluniformen gekleideten Kindern: zwei Jungen und zwei Mädchen, zwei Geschwisterpärchen. Etwas unsicher, aber auch entdeckungslustig, schauen die Augen in die Kamera, in ihre Zukunft, aber auch in eine mysteriöse Vergangenheit. Diese interessierten Beobachter sind die vier kleinen Hauptdarsteller von Image Comics' neuem Comic The New Brighton Archeological Society Book One: The Castle of Galomar von Autor Mark Andrew Smith (Aqua Leung, The Amazing Joy Buzzards, PopGun) und Zeichnerneuling Matthew Weldon; eine phantastische Reise im Comicformat, die junge Leser dazu einlädt magische Welten zu betreten und ältere Leser wieder daran erinnert, was es bedeutet die Welt mit Kinderaugen zu sehen.
- 08.03.2009