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03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Freitag, 21. Mai 2010
Der neueste Star Trek-Film von J.J. Abrams bescherte dem altgedienten Franchise
bislang viel Aufmerksamkeit. Folgerichtig hat man beim US-Verlag IDW, der die
Lizenz für Star Trek-Comics innehält, nicht lange gezögert und in den
vergangenen Wochen und Monaten die Veröffentlichung ergänzender Geschichten zur
Filmthematik richtig angekurbelt. Die beiden jetzt auf Deutsch erschienenen Bände, schlicht
mit den Titeln Spock bzw Nero versehen, spielen vor den Ereignissen des
Films, jedoch nach Countdown, dem Comicprolog zum Streifen (als erster Star
Trek-Comicband ebenfalls bei Cross Cult). Damit ist klar, dass noch offene
Lücken geschlossen und die beiden Hauptakteure, ein gealterter Spock und dessen
brutaler Widersacher Nero, näher beleuchtet werden sollen.
In Spock, geschrieben vom Autorengespann Scott und David Tipton, wird der Leser durch das Leben des wohl berühmtesten Vulkaniers geführt. In einer lockeren Rahmenhandlung erzählen Flashbacks von wichtigen Momenten aus Spocks Vergangenheit. Freilich bleibt ein Wiedersehen mit der alten Crew der Enterprise um Captain Kirk dabei nicht aus. Während die übergreifende Handlung sich zäh wie Kaugummi gestaltet, sind es gerade die nostalgischen Rückblenden, die, aus Spocks subjektiver Sicht gesehen, diesem Comic Tiefe verleihen.
Das deutlichste Manko bei diesem Comic ist sicherlich die relativ hohe
Einstigsschwelle für völlig unbedarfte Leser. Hat man den aktuellen Star
Trek-Film nicht gesehen, kann man gerade noch so zurecht kommen, zumal Spock ja
ein altbekannter Charakter ist. Doch wenn man gar kein Vorwissen bezüglich der Star Trek-Kontinuität
mitbringt, dürfte man es schwer haben. Spock ist gespickt mit Anspielungen
und Verweisen, die erst richtig Spaß machen, wenn man sich ein Stück weit in
der Materie auskennt. Da es aber auch ein sehr ruhiger, nachdenklicher Band ist,
der auf Weltraumschlachten und dergleichen weitestgehend verzichtet, ist er
sicherlich einen Blick wert.
Wesentlich actionreicher verläuft hingegen das Wiedersehen mit dem Romulaner Nero, dem ebenfalls ein zwischen Film und Countdown angesiedelter Comicband gewidmet wurde. Die Handlung basiert auf einer Geschichte der Drehbuchautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman und wurde von Mike Johnson und Tim Jones schließlich getextet. Der Inhalt ist eigentlich schnell erzählt: Nero will seinen Heimatplaneten retten, führt hierzu eine Revolution an, wird von Klingonen inhaftiert und lässt dabei die geplante Rache an Botschafter Spock nie aus den Augen. Tatsächlich tritt letzterer auch gegen Ende des Comics auf, woraus nochmals spannende Dialoge resultieren und der Handlung eine gewisse Gewichtung verliehen wird. Ansonsten ist Nero nämlich ein eher mäßig unterhaltender Füller, der wenig neue Einblicke in die zentrale Figur bereithält.
Beide innerhalb kurzer Zeit hierzulande veröffentlichten Ausgaben wurden
von David Messina gezeichnet, der projektübergreifend quasi der
Stammzeichner für Star Trek-Comics ist. Die Qualität seiner Arbeit habe ich ja
bereits an anderer Stelle kritisch beleuchtet, umso erstaunter war ich, als ich
die reinen Bleistiftzeichnungen ausgewählter Seiten im Anhang der beiden Bände
sah: Messinas Arbeit erscheint ohne Tusche und Farbe wesentlich präziser,
detailierter und weniger „krumm“. Vor allem Gesichtszüge wurden, vergleicht man
die betroffenen Seiten direkt miteinander, stellenweise richtig verhunzt,
z.B. indem Lichteffekte oder
Schattierungen nachträglich eingefügt wurden. So ist zumindest jetzt mein
Eindruck ein positiverer als noch zuvor; das fertige Ergebnis macht das jedoch aus
zeichnerischer Sicht nicht besser. Schade eigentlich.
Wie immer liebevoll von Cross Cult zusammengestellt sind die Extras, z.B. ein von Messina extra gestaltetes Covermotiv, Interviews mit Schauspieler Eric Bana (Nero) und Autor Scott Tipton oder die obligatorischen Covergalerien und Auszüge aus Skizzenbüchern.
Star Trek Comicband 3: Spock
Cross Cult, April 2010
2010
Autoren: Scott Tipton, David Tipton
Zeichner: David Messina
128 Seiten, farbig, 14,80 Euro (SC), 19,80 Euro (HC)
ISBN: 978-3-941248-46-5 (SC)
ISBN 978-3-941248-47-2 (HC)
Star
Trek Comicband 4: Nero
Cross Cult, Mai 2010
Autoren: Mike Johnson, Tim Jones
Zeichner: David Messina
128 Seiten, farbig, 14,80 Euro
(SC), 19,80 Euro (HC)
ISBN: 978-3-941248-48-9 (SC)
ISBN: 978-3-941248-49-6 (HC)
Vor allem für Fans von Star Trek bieten diese beiden Comics gute Unterhaltung. Neue Leser dürften sich etwas verloren fühlen.
Abbildungen © Cross Cult















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Was kommt dabei heraus, wenn sich der Szenarist von Aquablue, Thierry Cailleteau, und der Schöpfer von Universal War One, Denis Bajram, zusammenschließen? Mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ein solider Sci-Fi-Comic. Als ein solcher lässt sich Cryozone, dessen Untertitel auch „Zombies im Weltall“ lauten könnte, auch am treffendsten umschreiben.
Ich muss gestehen, dass die Yps-Hefte nicht wirklich Teil
meiner Kindheit waren. Die Rangfolge war damals vielmehr ungefähr so: Micky
Maus-Magazin, unregelmäßig Fix & Foxi und ganz selten mal ein Yps-Heft in
den Händen gehalten. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich Yps mehr mit
Gimmicks als mit Comicgeschichten assoziiert habe. Urzeitkrebse und andere
legendäre Beilagen sind aber selbst mir geläufig gewesen. Es ist jedoch
erstaunlich, dass die jetzt erschienene Neuauflage von Thomas der Trommler
den Nachweis liefert, dass ich offenbar früher doch richtig gute Stories
verpasst habe.
- 04.08.2009
Michael Rush ist Andrax, Zehnkämpfer und Zeitreisender. Der Comic-Held
aus den Siebzigern erlebt bei Cross Cult ein Revival. In fünf
Bänden soll der Klassiker in den nächsten Jahren erscheinen, der erste ist vor kurzem erschienen. Den Leser
erwartet eine Achterbahnfahrt durch das vierte Jahrtausend, Flugechsen
und Vampire inklusive. Aber bitte nicht zu weit aus dem Wagen lehnen.
Dietrich von Bern zählt zu den bekanntesten deutschen Sagenfiguren. Ende der 70er traute sich der damals sehr umtriebige Szenarist Peter Wiechmann an eine der ritterlichen Legende nahen Adaption für den Kauka Verlag. Ursprünglich als Teil der Fix und Foxi Extra-Taschenbücher veröffentlicht, liegt erst jetzt, 30 Jahre später, eine ansprechende Komplettedition vor.