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von Frauke Donnerstag, 23. Februar 2006
Und wenn man sich die prestigeträchtigen Namen der Zeichner anschaut, die für diese drei hier in einem TPB zusammengefassten Comic Variantcover und anderes hübsches Beiwerk geliefert haben, dann hat die Serie auch eine enorm hohe Fanschar in den Zeichnerreihen.
Dabei wurde das alles sehr logisch angegangen: es gibt neun Personen auf dem Raumschiff - und drei Einzelcomics. Ergo erhielt jeder Comic drei Variantcover mit je einer Figur. Und die sind dankenswerterweise alle auch im TPB abgebildet.
Aber nun gut.
Worum geht es überhaupt in Firefly bzw. Serenity?
Um es einigermaßen kurz zu machen: Joss Whedon hat sich eine Zukunft ausgedacht, in der sich die Menschheit räumlich stark ausgebreitet hat, nämlich auf viele fremde Planeten. Demzufolge gibt es natürlich auch Raumschiffe - wie die Serenity, ein älteres Transportschiff. Mehr schlecht als recht schlägt sich die Mannschaft unter dem Captain Malcolm Reynolds durch, der sich nie zu schade ist, auch mal illegale Jobs anzunehmen, um überhaupt an etwas Geld zu kommen. Hauptsache, er kann der allmächtigen Allianz ausweichen, die die erdnahen Planeten unter Kontrolle hat und gegen die Reynolds zusammen mit seinem ersten Offizier Zoe als Angehörige der Independents in einem früheren Krieg verloren hatte.
Als starken Kontrast zu den Raumschiffen setzt Whedon auf den Welten, die die Serenity ansteuert, Wild-West-Elemente ein.
Klingt bescheuert, funktioniert aber erstaunlich gut und macht sich schon nett, wenn ein Raumschiff über eine Herde Cowboys in bester Vereinbarkeit hinweggleitet.
Die Charakterisierung vom großmäuligen Möchtegern Jayne über den schüchternen Schiffsarzt Simon bis hin zur herzensguten Mechanikerin Kaylee ist hervorragend und kommt überzeugend herüber. Was sehr erfrischend ist ist die Unverkrampftheit, die scharfzüngigen pointierten Dialoge und die politische Unkorrektheit. Wie sagte mein Kollege Björn, der mich mit Firefly angefixt hat, so treffend: als ob man noch die alte Star-Wars-Variante guckt, in der Han Solo zuerst schießt.
Interessanterweise ist die ehrenhafteste Person auf dem Schiff, Inara, deshalb am ehrenhaftesten, weil sie eine Edelhure ist, die in einer Art Gewerkschaft organisiert ist und sich ihre hochrangige Kundschaft selber aussuchen kann. Insgesamt sehr interessante gesellschaftliche Ansätze, die sich Joss Whedon da ausdenkt.
Um die Spannung zu steigern gibt es natürlich es Ungereimtheiten in der Vergangenheit mancher Besatzungsmitglieder und zwischenmenschliche Probleme, an der die Serie wächst und die einen immer neugieriger werden lässt auf den großen Hintergrundplan.
Dummerweise für den süchtig gewordenen Fan wurden nur 14 Folgen gedreht, denn von Fox wurde sie augrund schlechter Einschaltquoten (die sich Fox auch teils selber mit eingebrockt hat) nach der 11. Episode abgesetzt. Aufgrund des extrem guten DVD-Verkaufs und der sehr großen Fanbasis wurde dann der Kinofilm Serenity gedreht, der die Ereignisse nach dem Ende der Fernsehserie weiterspinnt.
| OSTERGEWINNSPIEL FRAGE 1: WIE HEISST DER SCHAUSPIELER, DER ZUSAMMEN MIT NAOMI FEARN IM VIDEO "HEY JOE" DER BEATSTEAKS MITGESPIELT HAT? |
Ein persönliches, wenn auch eigentlich nicht viel hergebendes Vorwort von Schauspieler Nathan Fillion ("als Kind wollte ich immer ein Superheld sein, und bei Firefly ging mein Wunsch ein bisschen in Erfüllung"), der Captain Reynolds darstellt, und wie bereits erwähnt die wunderschöne Covergalerie runden das TPB gut ab. Für Neulinge wäre aber sicherlich eine kurze Vorstellung der Hauptfiguren sinnvoll gewesen.
Interessanterweise hat es ein kleineres Format (nur knapp 23 cm hoch und etwas über 15 cm breit) als das der üblichen US-Hefte und TPB, was einem zuerst ungewohnt vorkommt, dann aber nicht weiter stört.
Eine deutsche Version ist meines Wissens nach übrigens nicht geplant.
Es gibt sogar Hoffnung, dass das Firefly-Universum zumindest noch in Comicform weiterbestehen bleibt. Erstens ist auf dem TPB-Rücken eine dicke fette "1" gedruckt, zweitens sagte Scott Allie von Dark Horse in diesem Newsarama-Interview, dass der Serenity-Comic ein Überraschungshit war, mit dem sie nicht gerechnet hatten, und drittens gibt es schon jede Menge Gerüchte über eine mögliche Fortsetzung. Wir werden sehen.
Fazit: für Fans sowieso unabdinglich, und Einsteiger können einen irgendwie gearteten Einblick ins Firefly-Universum bekommen. Und dann unbedingt die DVDs zur Serie und zum Kinofilm kaufen, vielleicht bekommen wir so eine weitere Fortsetzung auf der Leinwand oder dem Bildschirm erquengelt! *g*
Serenity - Those Left Behind (US)
Dark Horse Comics
Text: Joss Whedon, Brett Matthews
Zeichnungen: Will Conrad
104 Seiten, Softcover, komplett farbig; 9,95 $
ISBN: 1-59307-449-2

Serenity - Those Left Behind (US):
Firefly, Volume 1: The Official Companion (englisch):
Serenity: The Official Visual Companion (englisch):
DVD-Serie zum Antesten: Firefly - Season One, Episode 1 & 2:
DVD-Serie Firefly:
DVD-Film Serenity:
DVD-Film Serenity Limited Edition:
Dark Horse Comics mit fünf Seiten Serenity-Leseprobe
Interview mit dem Autor Brett Matthews zum Comic
Newsarama-Artikel zum Comic
Bildquellen: Jayne (Brian Hitch) von www.comicbookresources.com, die zwei Comicseiten von Dark Horse
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Lange haben wir auf diesen Comic warten müssen, schließlich wurde schon vor über einem Jahr im
Scott McCloud hat mit seinen Büchern "Comics richtig lesen" und "Comics neu erfinden" zwei moderne Klassiker über das Verständnis und die Grundprinzipien von Comics geschrieben. Seit kurzem ist sein neues Werk, "Making Comics - Storytelling Secrets of Comics, Manga and Graphic Novels", erhältlich, in dem er Künstlern Tipps für eine gute Darstellung ihrer Geschichten gibt. So behandelt er u.a. die richtige Auswahl von Szenen für die einzelnen Panels, die Beinflussung der Leserichtung und gute Körpersprache, aber auch, wie man überzeugende Protagonisten und gute Dialoge schreibt.
- 28.09.2006
Daisy
Kutter ist gelangweilt. Früher war sie eine gefürchtete
Wildwest-Verbrecherin wie Calamity Jane, jetzt lebt sie als Besitzerin
eines kleinen Ladens - legal, aber öde. Wenigstens gibt's ab und zu eine
Partie Poker im Saloon - und Daisy ist eine hervorragende Zockerin. Als
ein zwielichtiger Unternehmer Daisy anheuern will, damit sie seine
eigene Eisenbahn überfällt, gerät sie in Gewissensnöte...
- 27.12.2005
Mark Millar legt in Wanted einen wirklich netten Start hin. Zugegeben, da schwingt ein große Prise Fight Club mit, wenn Wesley Gibson uns seine erbärmliche White-Collar-Existenz mit all den Schwierigkeiten und Problemen des täglichen Lebens vorstellt, ehe er in die Welt der Superschurkerei eingeführt wird und sein altes Dasein hinter sich lassen kann. Aber das ist ja nichts Schlimmes, immerhin war Fight Club ein ziemlich guter Film und ein ebenso gutes Buch. Das Problem ist nur, da wo Chuck Palahniuk in Fight Club konstant interessante Ideen mit Gesellschaftskritik und Charakterkonflikten verband, da fällt Millar schnell auf eine altbekannte Geschichte und viel pubertäres Machogehabe zurück.
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- 20.02.2010