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von Jons Marek Schiemann Dienstag, 27. April 2010
Nichtsdestotrotz kommt der Aspekt der Christianisierung nicht zu kurz. So wird an einer Stelle erwähnt, dass sich die Hexen in der Gegend festsetzen konnten, da hier der neue Glaube noch nicht gefestigt sei. Christliche Symbole machen ihnen auch nichts aus: sie lassen ein Kreuz in der Hand eines Priesters verbrennen.
Gängige Elemente der Gothic Literature wie Ruinen, Sümpfe, Nebel, Adlige, böse Omen, verführerische Frauen, Friedhöfe, Gewitter, Totenschädel und tapfere Helden werden hier aufgeführt. Dennoch verkommt es nicht zum Klischee. Der Rückgriff auf die Mythologie und die Literatur des Rittertums verbindet die Elemente auf spannende Weise. So ist der Band sehr stimmungsvoll. Er ist gruselig, blutig, sexy, teilweise romantisch und spannend. Man kann ihn auch gut lesen, ohne den vorherigen Zyklus um Das Verlorene Land (4 Alben bei Ehapa) zu kennen.
Wenngleich auch manche Handlungselemente offen bleiben, kann man "Morrigan" auch als Einzelband lesen, obwohl er einen neuen Zyklus beginnt. Die offenen Elemente beschränken sich auf Anspielungen, die den Leser neugierig machen, wie es wohl weitergehen wird.
Die Zeichnungen sind dynamisch, detailreich und vermögen es, wirklich jeder Person einen individuellen Charakter zu geben. In ihrer naturalistischen Art versetzen sie den Leser in die Zeit und in die Handlung und lassen ihn nicht mehr los. In Grau- und Blautönen koloriert, werden die Tristheit der (Handlungs-) Umgebung und die gedrückte, gruselige Stimmung noch verstärkt. Story, Zeichnungen und Farben ergänzen sich hier auf angenehmste Art und Weise.
Ritter des verlorenen Landes 1: Morrigan
Splitter Verlag, März 2010
Text: Jean Dufaux
Zeichnungen: J. Delaby
Hardcover, 56 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-090-3

Ein spannendes und stimmungsvolles Abenteuer, das Rittergeschichten mit Horror vermischt.
Abbildungen © Splitter Verlag















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Éric Corbeyran, der in jüngster Vergangenheit durch die Serie Der Gesang der Strygen (Bunte Dimensionen) oder die Kafka-Adaption Die Verwandlung (Knesebeck) als Szenarist auf sich aufmerksam machte, beginnt seine dreiteilige Science-Fiction-Reihe Metronom mit einer echten Überraschung. Denn Seite 1 beginnt mit dem klassischen Märchenauftakt „Es war einmal…“ und der hell beleuchteten Abbildung eines mittelalterlichen Schlosses.
Magie, Religion, Mittelalter. Eine Kombination, die mehr als häufig in Comicserien bemüht wird. Vielleicht ist das auch einer der Gründe dafür, dass bei mir angesichts der neuen Reihe Missi Dominici mit der x-ten Abwandlung der genannten Themen eine gewisse Ermüdung vorherrscht.
- 07.09.2010
DOPPELREZENSION
Der neueste Comic in Splitters „Book-Format“ schwimmt einerseits ganz auf einer aktuellen Welle, kann aber andererseits, was mittlerweile schon sehr erstaunlich ist, dem Thema durchaus neue Aspekte abringen. Die Abkürzung „FVZA“ steht für die Federal Vampire and Zombie Agency, welche eine amerikanische Bundesbehörde darstellt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Zombies und Vampire zu bekämpfen.