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(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Freitag, 16. März 2007
Renaissance ist die Umsetzung des gleichnamigen Films, der mit spektakulärer Optik aufwartet und in innovativer Comicmanier daherkommt. Ich kenne zwar bislang nur den Trailer desselbigen, aber allein daraus kann man ablesen, dass es konsequent von den Machern war, den Stoff quasi 1:1 in einen gedruckten Comic zu übertragen. Die Adaption von Julien Renoult und Greg Newman gelang zwar nicht schlecht, aber die Mischung aus Computeranimation und s/w-Fotografie erscheint für meine Begriffe etwas zu starr, Charaktere und Umgebungen zu schematisch. Ein Adjektiv, das überhaupt für die Story an sich passend erscheint.
Alles in allem sollte man in diesen Band ruhig mal reinschauen, schließlich ist das komplett in schwarz getauchte Paris bei allen kritischen Anmerkungen immer noch nett anzusehen (tatsächlich bot sich hier das Albumformat an) und bietet solide Kost für Action- und Crimefans, ein Meisterwerk der Comickunst darf man aber beim Kauf nicht erwarten.
Renaissance
Cross Cult, Februar 2007
von Christian Volckman
Text-Adaption: Greg Newman
Illustrations-Adaption: Julien Renoult
56 Seiten, Hardcover, 21 x 28 cm, sw mit einigen Farbseiten, Euro 12,-
ISBN 978-3-936480-39-9

Film-DVDs Renaissance bestellen (erscheinen 22. März 2007):
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Kommentare (1)

geschrieben von Imhotheb, am 23. März 2007 um 09.50 Uhr
Den Comic kenne ich nicht. Abr ich hatte das Glück, diesen Film im Kino sehen zu dürfen. Und der war der Hammer. Die Animation ist originell und in manchen Szenen sehr beeindruckend. Höchstens vielleicht ansatzweise vergleichbar mit Sin City. Einfach sehr schöne Bilder und eine durchgehend packende Story. Was will man mehr.
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Als Autor John Layman mit seiner Idee von einem Cop, der mittels einer außergewöhnlichen Geschmacksbegabung die Geschichte und Herkunft einer jeden Speise erfahren kann, in der amerikanischen Comicverlagslandschaft hausieren ging, lehnte so gut wie jeder ab. Die Zurückweisung kam dem ehemaligen Wildstorm-Redakteur jedoch letztendlich zugute.
Au Backe, was für ein Ziegelstein! Selten habe ich so einen massiven Comicband vor mir gehabt. In gewohnt guter Cross-Cult-Manier mit Hardcover und edlem Papier, aber nicht in handlichem DIN A5, sondern in gefühltem DIN A2 (dabei hat er in Wirklichkeit etwa DIN A4-Format) liegt einem der Klops schwer in der Hand. Genauso mächtig, wie er von außen daherkommt, so stark und kraftvoll ist der grafische Inhalt. Erzählerisch wird sie nicht jedem zusagen, die Geschichte eines Krieges, eines stark an die Sowjetunion angelehnt sozialistischen Staates und seiner Soldaten. Zu abstrus scheint einem Historie verwoben zu sein mit Zauberei, futuristischen Kriegsluftschiffen und pathetisch verblendeter Aufgabe der Individualität. Müsste man diesen Band auf ein Wort reduzieren, trifft es trotzdem dieses am besten: opulent.
Der Comic-Verlag Cross Cult schaltete sich diesen November in den internationalen Dialog zwischen Frankreich und Amerika ein und brachte mit Ich bin Legion einen äußerst blutigen Weltkriegscomic auf den deutschen Markt. Gestützt wird Fabien Nurys Erzählung über politische Intrigen und übernatürliche Phänomene während des Zweiten Weltkrieges durch den hyperrealistischen Zeichenstil des zweifachen Eisner-Award-Gewinners („Bester Zeichner/Tuscher" 2004 und 2005) John Cassaday.

Wie oft kann man ein Genre parodieren, in dessen Fahrwasser man schwimmt, ohne dabei selbst abgeschmackt zu wirken? Die Antwort auf diese Frage gibt die aktuelle Ausgabe von