JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA

  •   1287
Comicgate RSS-Feed Comicgate RSS-Feed

Comicgate-Tweets

Eigenveröffentlichungen

Wir publizieren auch im Print!

Comic-Kalender

April 2012 Mai 2012 Juni 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31
Neue Veranstaltung einsenden Neue Veranstaltung einsenden
Zum Kalender

Partnerlinks





 



 

von Benjamin Vogt Freitag, 16. März 2007



Cover Renaissance Paris im Jahre 2054: Die junge Wissenschaftlerin Ilona Tasuiev verschwindet aus ungeklärten Umständen. Ihr Arbeitgeber Avalon, ein multinationaler Großkonzern, der Gesundheit, Schönheit und ewiges Leben propagiert, versucht sie ebenso ausfindig zu machen wie Karas, ein impulsiver Polizist, der mit Hilfe Ilonas Schwester Nachforschungen betreibt. Nach und nach eröffnen sich die wahren Gründe für die Entführung, die mit der aktuellen Arbeit Tasuiev, der Suche nach einem Heilmittel für Progerie (eine Krankheit, bei der Kinder zu schnell altern und früh sterben), zu tun haben. Doch das tatsächliche Ausmaß der Verschwörung und die Tragweite der wissenschaftlichen Erkenntnisse werden dem Leser erst später bewusst ...

Renaissance ist die Umsetzung des gleichnamigen Films, der mit spektakulärer Optik aufwartet und in innovativer Comicmanier daherkommt. Ich kenne zwar bislang nur den Trailer desselbigen, aber allein daraus kann man ablesen, dass es konsequent von den Machern war, den Stoff quasi 1:1 in einen gedruckten Comic zu übertragen. Die Adaption von Julien Renoult und Greg Newman gelang zwar nicht schlecht, aber die Mischung aus Computeranimation und s/w-Fotografie erscheint für meine Begriffe etwas zu starr, Charaktere und Umgebungen zu schematisch. Ein Adjektiv, das überhaupt für die Story an sich passend erscheint.
Seite aus RenaissanceDie Geschichte lehnt in ihrer stilistischen Umsetzung und der Machart, insbesondere der gelungenen Perspektiven, sehr an Sin City an, nur hat man mit der Verlagerung in eine einfallsreiche Pariser Großstadt der Zukunft den Plot europäisiert und einen Schliff Tech-Noir verpasst. Das funktioniert und ist interessant für den Leser zu verfolgen, aber viel Neuartiges darf man dabei nicht erwarten. Schließlich krankt die Erzählung vor allem daran, dass Stereotypen bedient werden, die man bereits aus zahllosen Hollywood-Produktionen kennt: Böser Konzern, Forscherin stolpert über brisantes Material und wird mundtot gemacht und der harte Cop versucht sie zu retten. Grafische Details werden dabei zwar im Grunde sehr gut zur Geltung gebracht, aber transferieren den Kontrast zwischen glatten Strichen (z.B. in Gesichtern) und breit angelegtem Szenario (z.B. Umgebung der Stadt) und zwischen hell und dunkel nicht immer optimal. Eine kurzzeitige Unüberschaubarkeit, die sich auch auf die Handlung überträgt.

Alles in allem sollte man in diesen Band ruhig mal reinschauen, schließlich ist das komplett in schwarz getauchte Paris bei allen kritischen Anmerkungen immer noch nett anzusehen (tatsächlich bot sich hier das Albumformat an) und bietet solide Kost für Action- und Crimefans, ein Meisterwerk der Comickunst darf man aber beim Kauf nicht erwarten.



Renaissance

Cross Cult, Februar 2007
von Christian Volckman
Text-Adaption: Greg Newman
Illustrations-Adaption: Julien Renoult
56 Seiten, Hardcover, 21 x 28 cm, sw mit einigen Farbseiten, Euro 12,-
ISBN 978-3-936480-39-9

eric3.gif



Jetzt bei Comic Combo anschauen und bestellen

Jetzt bei amazon.de anschauen und bestellen


Film-DVDs Renaissance bestellen (erscheinen 22. März 2007):

Jetzt bei amazon.de anschauen und bestellen






Trackback(0)
Kommentare (1)Add Comment
0
...
geschrieben von Imhotheb, am 23. März 2007 um 09.50 Uhr
Den Comic kenne ich nicht. Abr ich hatte das Glück, diesen Film im Kino sehen zu dürfen. Und der war der Hammer. Die Animation ist originell und in manchen Szenen sehr beeindruckend. Höchstens vielleicht ansatzweise vergleichbar mit Sin City. Einfach sehr schöne Bilder und eine durchgehend packende Story. Was will man mehr.

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security code
Bitte den folgenden Code eintragen


busy

Ähnliche Artikel

  • Chew 1 - Leichenschmaus

    Rezension von Chew 1Als Autor John Layman mit seiner Idee von einem Cop, der mittels einer außergewöhnlichen Geschmacksbegabung die Geschichte und Herkunft einer jeden Speise erfahren kann, in der amerikanischen Comicverlagslandschaft hausieren ging, lehnte so gut wie jeder ab. Die Zurückweisung kam dem ehemaligen Wildstorm-Redakteur jedoch letztendlich zugute.

    - 07.03.2011
  • The Red Star 1
    teaser_theredstar1Au Backe, was für ein Ziegelstein! Selten habe ich so einen massiven Comicband vor mir gehabt. In gewohnt guter Cross-Cult-Manier mit Hardcover und edlem Papier, aber nicht in handlichem DIN A5, sondern in gefühltem DIN A2 (dabei hat er in Wirklichkeit etwa DIN A4-Format) liegt einem der Klops schwer in der Hand. Genauso mächtig, wie er von außen daherkommt, so stark und kraftvoll ist der grafische Inhalt. Erzählerisch wird sie nicht jedem zusagen, die Geschichte eines Krieges, eines stark an die Sowjetunion angelehnt sozialistischen Staates und seiner Soldaten. Zu abstrus scheint einem Historie verwoben zu sein mit Zauberei, futuristischen Kriegsluftschiffen und pathetisch verblendeter Aufgabe der Individualität. Müsste man diesen Band auf ein Wort reduzieren, trifft es trotzdem dieses am besten: opulent.

    Update 06.03.2007: 2. Meinung (von Christopher)

    - 03.02.2007
  • Ich bin Legion
     Der Comic-Verlag Cross Cult schaltete sich diesen November in den internationalen Dialog zwischen Frankreich und Amerika ein und brachte mit Ich bin Legion einen äußerst blutigen Weltkriegscomic auf den deutschen Markt. Gestützt wird Fabien Nurys Erzählung über politische Intrigen und übernatürliche Phänomene während des Zweiten Weltkrieges durch den hyperrealistischen Zeichenstil des zweifachen Eisner-Award-Gewinners („Bester Zeichner/Tuscher" 2004 und 2005) John Cassaday.

     

    - 11.12.2008
  • Roland, Ritter Ungestüm 1
     Gesamtausgaben von Comicklassikern haben derzeit ja Hochkonjunktur. Auch Cross Cult nutzt die Gelegenheit und fördert mit Roland, Ritter Ungestüm eine lang verschollene Comicreihe zu Tage. Dass die Serie des belgischen Künstlers François Craenhals in guten Händen liegt, beweisen frühere Publikationen älterer Stoffe, die Cross Cult bereits in adäquater Weise berarbeitete und komplett veröffentlichte: Andrax, Torpedo, Thomas der Trommler oder Hombre; nun folgt also Craenhals Ritterserie, die er 1966 unter dem Originaltitel Chevalier Ardent entwickelte und damals gerade beim jugendlichen Zielpublikum sehr gut ankam. - 18.04.2010
  • Hack/Slash 5 - (Re)Animatoren

    Wie oft kann man ein Genre parodieren, in dessen Fahrwasser man schwimmt, ohne dabei selbst abgeschmackt zu wirken? Die Antwort auf diese Frage gibt die aktuelle Ausgabe von Hack/Slash: verdammt lange.

    - 26.02.2011