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(Vortrag/Diskussion)
von Jons Marek Schiemann Freitag, 02. September 2011
Seit einiger Zeit hat es der Bocola-Verlag übernommen, alle 1788 Seiten, die Hal Foster zwischen 1937 und 1971 von Prinz Eisenherz schuf, auf Deutsch zu veröffentlichen. Dabei werden die Originalseiten digital restauriert und in den Originalfarben veröffentlicht. Auch das Papier der Bände erinnert entfernt an das gröbere Papier von Zeitungen, hat aber nicht dessen extrem raue Qualität. Das Papier ist schon hochwertiger und vermittelt ein gewisses nostalgisches Gefühl, indem es haptisch den Eindruck erweckt, die Strips im Originaldruck zu lesen – eine gute Idee. Nun erscheint der fünfzehnte der insgesamt 18 geplanten Bände; der inhaltliche Schwerpunkt liegt diesmal auf Prinz Arn, des Prinzen Eisenherz Sohn.
Der Sohn von Eisenherz und Aleta erfährt von ihrem damaligen Versprechen den Indianern in Amerika gegenüber, dass einst ihr Sohn zurückkommen werde. Nur so ließen die Indianer Aleta, die sie für eine Göttin hielten, und ihre Familie ziehen. Prinz Arn entschließt sich nun, dieses Versprechen zu erfüllen. Angefangen von der Organisation der Überfahrt bis zu den ersten Begegnungen, gestaltet sich die Reise alles andere als einfach und bald muss der Jüngling beweisen, was in ihm steckt. Auch Vater Eisenherz hat einiges zu tun. So muss er eine Verschwörung Mordreds aufdecken und verhindern, dass die Skoten und Pikten in England einfallen.
Üblicherweise sind die Vorworte des Bocola-Verlages sehr interessant und bieten eine gute Einführung in die Serie. Dieses ist ziemlich enttäuschend. Es ist vielmehr eine inhaltliche Zusammenfassung dessen, was man ohnehin gleich lesen wird und bietet nur bedingt eine inhaltliche Gesamteinordnung oder Hintergründe. Die Gegenüberstellung der amerikanischen Abenteuer von Prinz Eisenherz und seinem Sohn ist aber gut gelungen. Es ist ja eine der Besonderheiten der Serie, dass der Held und seine Familie zugleich mit den Lesern altern. Eisenherz wird reifer und auch die gesellschaftliche Entwicklung innerhalb des erzählerischen Kosmos steht nicht still. Das ermöglicht es Foster, in diesem konkreten Fall zu zeigen, wie unterschiedliche Herangehensweisen bei den Indianern zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Während die Abenteuer von Eisenherz, ausgehend von den Gründen seiner damaligen Reise, sehr kriegerisch waren, fährt Arn in einer Art diplomatischer Mission nach Amerika. Er muss sich nicht komplett in die Sitten und Gebräuche einlernen und kennt manches schon durch seine Amme. Das macht die Abenteuer einerseits frisch. andererseits sind sie Stammlesern auch ein bisschen vertraut. Da der Sohn hier im Zentrum steht, gerät zwangsläufig die charakterliche Entwicklung in den Fokus.
Seine Zeichnungen können generell überzeugen, wenngleich das Altmodische daran an allen Ecken und Enden spürbar ist. Die Schurken sind plakativ und Eisenherz widersetzt sich den Grauschattierungen der 1960er Jahre. Nur der Blick auf die Indianer ist etwas freundlicher. Der Witz ist ironisch und wie gehabt werden Intrigen und Abenteuer geschildert. Das ist das, was die Fans wollen, erschöpft sich aber im Altbewährten und somit bleibt nicht sonderlich viel wirklich hängen. Fans werden auf jeden Fall zugreifen.
Wertung: ![]()
Auch Abenteuer in der neuen Welt bieten nicht immer Neues, sondern nur bei Fans beliebtes Althergebrachtes.
Prinz Eisenherz Gesamtausgabe 15 - Jahrgang 1965/1966
Bocola Verlag, Juli 2011
Text und Zeichnungen: Hal Foster
112 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 22,90 Euro
ISBN: 978-3-939625-16-2
Abbildungen: © der dt. Ausgabe: Bocola Verlag















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Rezensionen



Mit der Pitt Pistol-Gesamtausgabe bietet sich Comiclesern
jetzt die Gelegenheit, sich einen echten Klassiker in einem sehr schön
gestalteten Buch komplett zuzulegen. Pitt Pistol ist die Comicserie, die die
erste längere Zusammenarbeit von René Goscinny und Albert Uderzo - einige Jahre,
bevor die beiden den legendären Kulthit Asterix entwickelten und über lange
Zeit betreuen sollten.
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Es ist immer wieder dieselbe, alte Geschichte: Junge trifft Mädchen. Junge und Mädchen verlieben sich. Mädchen will mit Junge davonlaufen, wird aber vom Vater des Jungen entführt. Vater gibt Mädchen an Jungen zurück und kidnappt stattdessen Viktoria I, Königin von England. Einmal abgesehen von diesem offensichtlichen Verstoß gegen den Knigge machen die Künstler Sfar und Guibert in
In diesem Februar kann die Comicwelt einen Geburtstag feiern, der es in sich hat. Prinz Eisenherz fasziniert seine Leser seit nunmehr 75 Jahren! Die erste Seite des Dauerbrenners wurde im Februar 1937 veröffentlicht. Hal Foster selbst schuf die Serie 34 Jahre lang und John Cullen Murphy hat immerhin zehn Jahre zunächst die Vorgaben des Altmeisters erfüllt, bevor er vollkommen eigenständig die Serie übernahm. Darauf erst einmal ein paar Humpen Met geleert. Herzlichen Glückwunsch.