JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA

  •   1287
Comicgate RSS-Feed Comicgate RSS-Feed

Comicgate-Tweets

Eigenveröffentlichungen

Wir publizieren auch im Print!

Comic-Kalender

April 2012 Mai 2012 Juni 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31
Neue Veranstaltung einsenden Neue Veranstaltung einsenden
Zum Kalender

Partnerlinks





 



 

von Benjamin Vogt Montag, 02. August 2010


Cover von Predators (Softcover-Ausgabe)Gerade erst startete der dritte Predator-Streifen in den deutschen Kinos, schon gibt es bereits die "offizielle Vorgeschichte" exklusiv in Comicform. Eine in den letzten Monaten und Jahren bei US-Verlagen beliebte Praxis, wie auch ein Rückblick auf die die ebenfalls hierzulande veröffentlichten Comicprologe zu den Filmen Star Trek, 28 Days Later oder The Hills Have Eyes beweist.

Im Gegensatz zu den aufgezählten Beispielen versucht der zweigeteilte Predators-Prolog nicht, krampfhaft die filmische Kontinuität mit wichtigen Fakten zu erweitern oder auszuschmücken. Die beiden Storys spielen zeitlich unmittelbar vor den Geschehnissen des von Robert Rodriguez produzierten Kinostreifens, verlassen sich jedoch fast vollständig auf eine ausgeprägte Charakterzentrierung.

Die erste, von Marc Andreyko (Torso) verfasste Geschichte beginnt in Afghanistan, wo US-Soldat Drake mit seinem Trupp gerade ein Talibannest ausheben will. Plötzlich erwachen die Männer mit einem Fallschirm über einem fremden Dschungelplaneten. Drake, der wie die anderen Protagonisten des Films (Söldner, Killer, Soldaten) ein erfahrener Kämpfer ist, spielt im Kino nur eine klitzekleine Rolle, wird von Andreyko jedoch im Comic stark herausgehoben. Eigentlich ist er sogar die zentrale Figur hier, wäre da nicht der ebenfalls in der ersten Story porträtierte Noland, der auf der Leinwand von Laurence Fishburne verkörpert wird. Als Veteran und taktischer Krieger hält dieser sich bereits längere Zeit auf dem Planeten auf und versucht im Angesicht der Predators zu überleben. Drake und Noland verbindet fortan das Vorhaben, selbst vom Gejagten zum Jäger zu werden.

Seite aus PredatorsMit völlig anderen Voraussetzungen geht Autor David Lapham (Stray Bullets) an den zweiten Teil dieses Bandes. Er erzählt die Vorgeschichte des von Adrien Brody gespielten Royce und verzichtet dabei sowohl auf die Kulisse des Dschungelplaneten als auch auf den Auftritt der titelgebenden Alien-Jäger. Laphams Handlung spielt in einem vom Bürgerkrieg zerrütteten afrikanischen Land. Royce, ein skrupelloser Söldner, wird angeheuert, mit allen Mitteln gegen die Rebellen vorzugehen.

Wie eingangs erwähnt, liefern diese beiden Geschichten nur sehr wenige handlungsrelevante Hintergründe. Wer sich Predators im Kino angesehen hat, der weiß jetzt auch nicht viel mehr, als dass die außerirdischen Hobbyjäger einen Haufen halbwegs ebenbürtiger Gegner entführt hat, um mit ihnen ihr tödliches Spiel zu spielen. Bessere Einblicke hat man nach dem Lesen des Comicprologes vielmehr in die Figuren Noland und Royce, denen einfach hier mehr Tiefe zugestanden wird. Schön auch, dass man bei Dark Horse mit Marc Andreyko und David Lapham zwei fähige Schreiber verpflichten konnte. Allein dadurch wird dieser Band zwar nicht zur ganz großen Kunst, aber er bewegt sich plottechnisch und textlich auf einem ordentlichen Niveau. Die beiden Zeichner, Guilherme Balbi und Gabriel Guzman, liefern solide Arbeit ab, auch wenn gerade Guzman einige Posen und Mimiken gehörig verunglückt sind. Zu gute halte ich den beiden in jedem Fall, dass sie sich nicht sklavisch an den Versuch geklammert haben, Laurence Fishburne und Adrien Brody unter allen Umständen so realistisch wie möglich nachzuzeichnen.

 

Predators
Cross Cult, Juli 2010
Texte: Marc Andreyko, David Lapham
Zeichnungen: Guilherme Balbi, Gabriel Guzman
104 Seiten, farbig; Softcover: 14,80 Euro; Hardcover: 19,80 Euro
ISBN: 978-3-941248-96-0 (SC)
ISBN: 978-3-941248-95-3 (HC)
Ganz okay












Eine gute Ergänzung zum Film; gerade für die, denen er stilistisch und inhaltlich gefallen hat 


Softcover:

Jetzt beim Fachhändler Comic Combo anschauen und bestellen!

Jetzt beim amazon.de anschauen und bestellen!

 

 

 

Hardcover:

Jetzt beim Fachhändler Comic Combo anschauen und bestellen!

Jetzt beim amazon.de anschauen und bestellen!

 

 

 

Abbildungen © Guilherme Balbi, Gabriel Guzman, der dt. Ausgabe Cross Cult

 



Trackback(0)
Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security code
Bitte den folgenden Code eintragen


busy

Ähnliche Artikel

  • The Goon 1 - Krudes Zeug
     Lange musste man hierzulande auf die Veröffentlichung der US-Kultreihe The Goon warten, nun liegt der erste Sammelband der bereits fünffach mit dem Eisner Award ausgezeichneten Serie auf Deutsch und in gewohnter Cross Cult-Aufmachung im A5-Hardcover vor.

    Auch wenn Autor und Zeichner Eric Powell in seinem Vorwort darauf verweist, dass er mit der hier abgedruckten Story, quasi dem Frühstadium seiner Arbeit an The Goon, wenig zufrieden ist, so hält bereits Band 1 eine Menge abgedrehte Ideen und ein durchaus respektables Niveau bereit.


    - 14.11.2008
  • Hard Boiled
     Nach Sin City und 300 legt Cross Cult nun also auch Hard Boiled, ein weiteres Werk von Frank Miller, als edle Gesamtausgabe neu auf. Die ursprünglich dreiteilige US-Serie lässt sich am ehesten als eine überbordende, pompös inszenierte Kurzgeschichte begreifen, in der ausgefeiltes Storytelling und tiefgehende Dialoge bewusst in den Hintergrund gerückt sind und Miller viel über großflächige, spektakuläre Szenen mit dem Leser kommuniziert.
    - 27.12.2008
  • Cryozone

    Was kommt dabei heraus, wenn sich der Szenarist von Aquablue, Thierry Cailleteau, und der Schöpfer von Universal War One, Denis Bajram, zusammenschließen? Mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ein solider Sci-Fi-Comic. Als ein solcher lässt sich Cryozone, dessen Untertitel auch „Zombies im Weltall“ lauten könnte, auch am treffendsten umschreiben.

    - 05.08.2011
  • Aldebaran Gesamtausgabe

    Die Gesamtausgabe der Sci-Fi-Serie Aldebaran war ursprünglich bereits für das Jahr 2005 angekündigt. Fast fünf Jahre später liegt das voluminöse Buch jetzt endlich vor. Und das Warten hat sich definitiv gelohnt.

    - 26.11.2010
  • Witchblade 1 und Darkness 1
     Nachdem über ein Jahr lang kein Lebenszeichen vom Infinity-Verlag zu vernehmen war, konnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis lukrative Lizenzen zu einem anderen deutschen Verlag abwandern würden. Die Rechte an den Titeln des US-Verlages Top Cow gingen an Panini, die ihr Programm damit um eine weitere Sparte ausbauen konnten und nach längerer Abstinenz zuerst einmal neue Comics der Flaggschiffe des US-Labels, Witchblade und The Darkness, weiterführen. Im gleichen Zuge hält für die beiden nahtlos fortgesetzten Reihen das Paperbackformat Einzug, das viele Leser schon viel früher auch von Infinity erwartet, sich zum Teil auch gewünscht haben. - 01.03.2010