JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Sonntag, 09. November 2008
Mit der Pitt Pistol-Gesamtausgabe bietet sich Comiclesern
jetzt die Gelegenheit, sich einen echten Klassiker in einem sehr schön
gestalteten Buch komplett zuzulegen. Pitt Pistol ist die Comicserie, die die
erste längere Zusammenarbeit von René Goscinny und Albert Uderzo - einige Jahre,
bevor die beiden den legendären Kulthit Asterix entwickelten und über lange
Zeit betreuen sollten.
Der Band enthält fünf Geschichten, womit sich alle je erschienenen Abenteuer von Pitt Pistol vorfinden und am Stück lesen lassen, wobei es sich bei der fünften Story "Der verrückte Erfinder" nicht wie bei den vier anderen um ein reguläres Comicalbum handelt, sondern um eine Kurzgeschichte. Vorangestellt enthält die Ehapa-Gesamtausgabe ein Vorwort von Horst Berner, in dem u.a. auch die undurchsichtige Veröffentlichungshistorie der Serie nochmals aufbereitet wird, sowie ein Vorwort von Albert Uderzo, dem Zeichner der Serie, der nochmal einen persönlichen Einblick in sein Frühwerk gewährt.
Pitt Pistol ist ein Piratencomic, der im Frankreich des 18. Jahrhunderts spielt. Zu jener Zeit startet der etwas naive Rotschopf Pitt Pistol in eine neue Herausforderung, er kauft sich das heruntergekommene Schiff "Seestern", trommelt eine illustre Crew (bestehend aus seinen Freunden) zusammen und schickt sich an, in Freiheit die Weltmeere zu bereisen. Und tatsächlich wird der anfänglich von Unglück und Ungeschick geprägte Startversuch unverhofft honoriert, denn Pitt Pistol wird zum Korsar des Königs ernannt und nimmt fortan Aufträge im Namen seiner Hoheit entgegen.
Gerade bei der ersten Geschichte "Der unglaubliche Korsar"
wird deutlich, dass Goscinny und Uderzo ihren kreativen Höhepunkt noch längst
nicht erreicht hatten. Zu Beginn ist die Erzählung sogar ein Stück weit
ernsthafter, in Richtung Abenteuer gestaltet; dazu passt auch, dass Uderzo sich
an einem flächigeren und detaillierteren Stil versucht und Pitt Pistol selbst
relativ erwachsen aussehen lässt. Diese frühen Züge erfahren aber schon bald
eine sichtbare Veränderung, denn innerhalb der weiteren Geschichten verändert
sich die Handlung immer mehr zum klugen Gagfeuerwerk und auch die Optik wird
immer cartooniger. Am Ende der Gesamtausgabe scheinen immer deutlicher die Parallelen zum
späteren Werk Asterix durch, Klischees des Piraten-Genres werden humorvoll
bedient, die Figuren besetzen feste Rollen innerhalb der Erzähldynamik.
In den 50-er Jahren entstanden, ist Pitt Pistol sicherlich nicht auf dem Niveau der besten Asterix-Bände, weswegen die Reihe wohl auch nie die gleiche Aufmerksamkeit bekommen wird. Allerdings bietet sich mit Goscinnys und Uderzos Frühwerk ein durchaus reizvolles Comicerlebnis. Es sind gute Geschichten, die zu lesen sich auf jeden Fall lohnt. Wer Asterix mag, wird auch an Pitt Pistol Gefallen finden, aber auch wer die Einzelbände von Pitt Pistol besitzt, sollte sich diese sehenswerte Gesamtausgabe mal ansehen, denn das Hardcover in Lederoptik ist ein wirklich schönes Schmuckstück für's Sammlerregal.
Pitt Pistol
Gesamtausgabe
Ehapa Comic
Collection, September 2008
Text: René Goscinny
Zeichnungen: Albert Uderzo
HC, farbig, 224 Seiten; 29,95 Euro
ISBN 978-3-7704-3220-2
Abbildungen © dt. Ausgabe 2008 Ehapa Comic Collection















Neue Veranstaltung einsenden



Vor mehr als acht Jahren hatten die Macher des „ältesten und innovativsten Comic(umsonst)magazins im deutschsprachigen Raum“, die Männer von Moga Mobo, die grandiose und doch so simple Idee, nicht nur ein Meisterwerk der Weltliteratur, sondern gleich hundert davon als Comic zu adaptieren. Zu bewerkstelligen war dieses ambitionierte Vorhaben mit dem mehr als treffenden Titel 100 Meisterwerke der Weltliteratur nur, indem man sich Grenzen setzte. Die Regeln für die hundert Künstler waren klar: Jede Adaption durfte nur 8 Panels haben und Worte waren nicht erlaubt. Und die vorwiegend deutschen Comic-Künstler kamen in Scharen. Die Erfolgsgeschichte wurde schließlich 2002 durch den Max-und-Moritz-Preis gekrönt. Nun hat sich das Trio mit dem Ehapa Verlag zusammengesetzt und eine Neuauflage des Klassikers der Klassiker ausgearbeitet.
Für unsere nächste Vier-Augen-Besprechung haben sich Björn und Thomas über einen eher ungewöhnlichen Titel aus dem Hause Marvel unterhalten. Mit Nextwave: Agents of H.A.T.E. (in Deutschland leider bisher nicht erschienen) hat Starautor Warren Ellis eine völlig überdrehte, actionlastige Superhelden-Parodie geschaffen. Die erste Hälfte der 12-teiligen Maxiserie ist als Trade Paperback erhältlich.
David Lloyd ist Brite und ein alter Hase im Comic
Business. Seit den späten Siebzigern zeichnet er. Am bekanntesten ist
sicherlich sein Artwork für V wie Vendetta. Nun erscheint bei Ehapa der Einzelband
Kickback, eine düstere Kriminalgeschichte über einen korrupten Polizisten. Es
ist Lloyds erste Arbeit als Zeichner und Szenarist.
Peter Puck ist ein Comic-Altmeister und mit seiner sarkastischen Figur "Rudi" seit 20 Jahren auf dem deutschen Comicmarkt unterwegs. Trotz zahlreicher Rudi-Bände, der Präsenz in diversen Stadtzeitungen und "Zack", eines Max-und-Moritz-Preises als "Bester Deutschsprachiger Comic-Künstler" und Kritikerlob von allen Seiten gilt er immer noch als Geheimtipp. Dies will er nun mit dem siebten Rudi-Band endgültig ändern. Auf alteingesessene Rudi-Fans kommen deshalb ein paar Veränderungen zu.
- 14.12.2005