JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Rezis nach Kategorien
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Thomas Kögel Dienstag, 03. Mai 2011
Der in Augsburg lebende Grafiker Christian Schmiedbauer zeichnet unter dem Pseudonym "Landrömer" seit einigen Jahren Comics und veröffentlicht sie im Selbstverlag. Bisher sind drei Bände seiner Reihe Kauboi und Kaktus erschienen. Nun wendet er sich erstmals von seinen zwei verschrobenen Western-Buddies ab und adaptiert eine bekannte Geschichte: Peterchens Mondfahrt, das Märchen von Gerdt von Bassewitz, das erstmals 1915 als Buch erschien.
Landrömers Comicversion ist keine treue Nacherzählung der Vorlage, sondern eine ziemlich freie und erfreulich verspielten Variation des Originals, erzählt in locker verbundenen Mini-Episoden. Lediglich das Grundgerüst der Handlung stimmt überein: Der Käfer Sumsemann vermisst eines seiner sechs Beine und fliegt mit Hilfe zweier Kinder zum Mond, um es sich zurückzuholen. Ansonsten ist Landrömers Comicversion nicht nur erheblich kürzer, sondern auch chaotischer, lustiger und alberner als das Original. Der 25-seitige Comic im kleinen, quadratischen Format funktioniert als Kindercomic (und dürfte sich auch gut zum Vorlesen eignen), unterhält aber auch erwachsene Leser, vor allem durch kleine, originelle Details und Sprachspielereien in den Dialogen.
Herrscht in Bassewitz' Märchen noch die längst nicht mehr zeitgemäße Zeigefinger-Moral vor, nach der Kinder gefälligst immer schön brav, artig und folgsam zu sein haben, ist dies bei Landrömer ganz anders. Im Vordergrund steht hier die Freundschaft als universales Thema und als bestes Mittel, um Probleme zu lösen. Das Thema "Freundschaft" verbindet diesen Comic auch mit Kauboi und Kaktus, wo es ebenfalls eine zentrale Rolle spielt. Der skurril-anarchische Underground-Touch von Kauboi und Kaktus ist bei Peterchens Mondfahrt weniger ausgeprägt, beibehalten wird jedoch jene spezielle Niedlichkeit der Zeichnungen, die hier durch die flächigen, bunten Farben noch stärker betont wird.
Damit ist Peterchens Mondfahrt in der Landrömer-Version ein hübscher, flott gelesener Comic für Kinder aller Altersstufen, der nicht zuletzt durch seine schöne Gestaltung (das Cover ist aus silbrig glänzendem Chrompapier!) überzeugt.
Wertung: ![]()
Eigenständige, lustig-verspielte Adaption eines Kinderbuch-Klassikers
Peterchens Mondfahrt
Mondfähre Büro für Gestaltung, März 2011
Text und Zeichnungen: Landrömer
32 Seiten, farbig, Softcover, geheftet
Preis: 7,00 Euro
ISBN: 978-3-00-033772-7
Abbildungen: © Landrömer















Neue Veranstaltung einsenden

Rezensionen




Mit der Pitt Pistol-Gesamtausgabe bietet sich Comiclesern
jetzt die Gelegenheit, sich einen echten Klassiker in einem sehr schön
gestalteten Buch komplett zuzulegen. Pitt Pistol ist die Comicserie, die die
erste längere Zusammenarbeit von René Goscinny und Albert Uderzo - einige Jahre,
bevor die beiden den legendären Kulthit Asterix entwickelten und über lange
Zeit betreuen sollten.
Dass man in alten Märchen und Sagen, zum Beispiel in den von den
Gebrüdern Grimm überlieferten, jede Menge sexuelle Untertöne entdecken
kann, ist keine ganz neue Erkenntnis. Ob diese nun bewusst oder
unbewusst dort hineingelangten, man kann sie zweifellos finden. Wer
heute die Grimm'schen Texte liest, braucht nicht besonders viel
Fantasie, um sie als Sex-and-Crime-Geschichten zu interpretieren.
Diesen Ansatz verfolgt Mart Klein in seiner Comic-Version von Rotkäppchen konsequent. Das Ergebnis ist eine mehr oder weniger pornographische Exploitation-Story.
- 02.07.2009
Mouse Guard handelt von einer organisierten,
vermenschlichten Gesellschaft der Mäuse im mittelalterlichen Jahr 1152. Als
Hauptfiguren dienen die drei Mitglieder der Mäusewache Lieam, Kenzie und Saxon,
die geschworen haben, das Reich der Mäuse zu schützen. Zu diesem Reich
gehören unter anderem auch das idyllische Städtchen Barkstone und die Festung Lockhaven.
Doch nicht nur, aus Sicht der Mäuse, riesige Schlangen und Krabben zählen zu
den Lebewesen, die zur direkten Bedrohung führen, auch untereinander führt die
Mäusezivilisation Krieg, denn die Armee der Schwarzen Axt macht sich auf den
Weg, Lockhaven einzunehmen. Die vielleicht letzte Rettung der drei Mäusewächter
ist ein lange verschollener, legendärer Krieger ...
King Aroo ist ein fast vergessener amerikanischer Zeitungscomic. Getextet und gezeichnet von Jack Kent erschien der Strip von 1950 bis 1965 in verschiedenen amerikanischen Zeitungen und war mit seiner Mischung aus Wortspielen, visuellem Humor und Slapstick sehr erfolgreich. Der erste Band der deutschen Veröffentlichung, übrigens erstmalig auf Deutsch, vereint die ersten beiden Jahrgänge mit den dazugehörigen Sonntagsseiten.
In diesem Februar kann die Comicwelt einen Geburtstag feiern, der es in sich hat. Prinz Eisenherz fasziniert seine Leser seit nunmehr 75 Jahren! Die erste Seite des Dauerbrenners wurde im Februar 1937 veröffentlicht. Hal Foster selbst schuf die Serie 34 Jahre lang und John Cullen Murphy hat immerhin zehn Jahre zunächst die Vorgaben des Altmeisters erfüllt, bevor er vollkommen eigenständig die Serie übernahm. Darauf erst einmal ein paar Humpen Met geleert. Herzlichen Glückwunsch.