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03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Thomas Kögel Freitag, 23. Dezember 2005
Das Tolle an diesem Band ist das wirklich immense Spektrum, das hier abgedeckt wird.
Liebe heißt das Thema, und das ist ein so universelles, dass sich damit eine riesige Bandbreite von Geschichten erzählen lässt: lustige, traurige, romantische und deprimierende. 65 Künstler (wenn ich mich nicht verzählt habe) sind vertreten und bieten einen beeindruckenden Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten grafischen Erzählens. Das ist sowohl inhaltlich als auch formal höchst abwechslungsreich, so dass die alte Floskel "für jeden Geschmack was dabei" mal wieder ausgepackt werden muss.
Neben geradlinig erzählten Geschichten ist auch Platz für verstörende, rätselhafte und fragmentarische Beiträge wie z.B. "Gaza" von Arnulf Röder oder der seltsame, aber grafisch sehr beeindruckende Trip ins "Borderland" von Moki. Zum Zug kommen sowohl junge Nachwuchstalente als auch altgediente Underground-Veteranen, aber auch bekanntere Namen wie Mawil und Flix und ausländische "Gaststars" wie Adrian Tomine, Jaime Hernandez und James Kochalka.
Es liegt in der Natur der Sache, dass keinem Leser jeder Beitrag gleich gut gefallen wird. Je nach Geschmack und Tagesform wird hier jeder einen anderen Liebling finden.
Und selbst der hartnäckigste Alleskenner dürfte hier noch auf Überraschungen treffen, neue Künstler und Stile kennenlernen. Einzelne Highlights hervorzuheben, ist fast ungewöhnlich - zu meinen persönlichen Favoriten gehören auf jeden Fall "Manege d'Amour" von Pietras & Fourbaux, die witzig-böse Story "Space Love" von Laska und Tobi Dahmens melancholisches "Wiedersehen".
Dass bei aller Vielfalt die Qualität der Beiträge durchweg von hohem Niveau ist und kein echter Schrott vorkommt, ist das Verdienst von Herausgeber Wittek und seiner Mitstreiter Mille Möller und Frank "Spong" Plein, die für die Auswahl verantwortlich sind.
18 Euro sind nicht wenig Geld, aber eine lohnende Investition für eine dicke Sammlung origineller Comics und ein Ticket zu einer mehrstündigen Entdeckungsreise.
Panik Elektro #3: Lovestories
Schwarzer Turm
herausgegeben von Wittek
ca. 290 Seiten; s/w und farbig; 18,- Euro
ISBN: 3-934167-23-3

Bildquelle: schwarzerturm.de
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Spätestens seit Walk the Line
im Kino lief, kann man guten Gewissens von »Cashmania« reden. Franz Dobler, Autor der Cash-Biographie The Beast In Me,
verwendet diese Vokabel in seinem Vorwort zu Reinhard Kleists Comicbiographie Cash - I see a darkness. Cashmania. Ein Ausdruck für die allgemeine
Begeisterung, die Johnny Cash posthum zuteil wird.
Den Stuttgarter Martin Frei darf man mittlerweile schon fast zu den
Veteranen unter den deutschen Comic-Zeichnern zählen. Seit bald 25
Jahren veröffentlicht er Comics und legt dabei eine erstaunliche
stilistische und inhaltliche Palette an den Tag: Science Fiction (Gregor Ka), Horror (Kurzer Prozess), Fantasy (Asanghia), aber auch Krimi- (Tatort) und Funny-Comics (Superbabe) hat Frei bereits gezeichnet. Sein neuestes Werk ist eine Mischung aus den beiden letztgenannten.
- 05.01.2009
Nachdem ich Katrin Baumgärtners Mundkopf zum ersten Mal gelesen hatte, fühlte ich mich nicht in der Lage, sofort eine Rezension zu schreiben. Der ganze Comic ließ mich mit einem extrem starken "What the fuck?"-Gefühl zurück, das dafür sorgte, dass ich beschloss den Comic nicht zu rezensieren, ehe ich ihn nicht ein zweites Mal gelesen hatte.
Berlin im Jahre 2323 ist die Partystadt schlechthin. Die Einwohner und Besucher feiern im einen durch, aus dem Fernsehturm wurde ein Puff, und der Regierende Bürgermeister kam durch einen Putsch an die Macht.
Tokyo Punk ist das zur Hamburger Messe "Heftich" Ende 2005 erschienene Magazin der Initiative Comic Kunst e.V. (INC). Der Grundgedanke: Deutsche Undergroundzeichner versuchen sich an Manga.