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von Benjamin Vogt Montag, 13. September 2010
Der zweite Band von David Petersens vielbeachtetem Fantasycomic setzt dort an, wo "Herbst 1152" aufhörte, nur sind unterdessen ein paar Monate ins Land gegangen. Konzeptionell bleibt sich Petersen treu: Wieder liegt der Fokus stark auf den einzelnen Mäusewächtern, wieder gilt es körperlich überlegene Fressfeinde aus dem Tierreich zu besiegen oder zumindest aus dem Weg zu gehen. Statt Krabben und Schlangen (siehe Band 1) darf sich die Fünfergruppe bestehend aus Kenzie, Saxon, Sadie, Lieam und Celanawe in "Winter 1152" mit einer widerspenstigen Eule und ein paar Fledermäusen herumschlagen.
Das ist vom Plot her nicht unbedingt innovativ, aber brillant umgesetzt. Mit viel Engagement verwandelt David Petersen die Mission der Mäusewache in einen packenden Thriller. Er münzt eine Bilderbuchoptik in realistischen Überlebenskampf um. Und das offenbar mit Leichtigkeit, denn mit der vorliegenden Geschichte wird nebenbei auch noch der Kosmos der antropomorphem Nager, sprich deren gesellschaftliches Gefüge, weiter ausgebaut und beleuchtet.
Eine weitere Stärke des Buches
ist die Darstellung der Beziehung der einzelnen Protagonisten untereinander. Auf
intelligente Weise erhält jede Maus ihr unverwechselbares Profil, wobei man
beim Lesen spürt, dass diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Dem
Autor und Zeichner glückt es hier, wie in jedem anderen angesprochenen Bereich,
den Leser an die Hand zu nehmen und in bis zur letzten Seite nicht mehr aus
seiner Welt zu entlassen.
Als Bonus befinden sich diesmal am Ende des Bandes eine Landkarte, Führer durch das Dorf Sprucetuck und durch die Tunnel von Darkheather, eine Übersicht der Berufsstände und der Mode der Mäusezivilisation, sowie eine Pin-Up Galerievon Gastkünstlern (u.a. Stan Sakai und Geof Darrow).
David Petersen setzt inhaltlich mit seiner zweiten Story dramaturgisch auf einen ähnlichen Aufbau wie beim Vorgänger. Aber warum auch nicht? Das Konzept hat nichts von seinem Charme eingebüßt. Der auch grafisch unvergleichbare Stil sorgt zumindest bei mir für große Begeisterung.
Mouse Guard – Winter 1152
Cross Cult, Juli 2010
Text und Zeichnungen: David Petersen
192 Seiten, farbig, Hardcover, 24,90
Euro
ISBN: 978-3-941248-26-7
Erneut ein außergewöhnliches
Comicerlebnis in beeindruckender Qualität
Abbildungen: © David Petersen, Cross Cult















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Mit dem englischen Wort "Changeling" bezeichnet die europäische
Mythologie ein sogenanntes Wechselbalg, ein Baby also, das den Eltern
ohne deren Wissen untergeschoben wird, während Elfen oder Geister das
eigentliche Kind rauben. Ein solcher Changeling ist auch der kleine
Peter Jobson, auch Scrubby genannt, von dem Pierre Dubois und Xavier
Fourquemin in ihrem Comic erzählen.
- 19.06.2009
Troy ist nicht mehr nur ein Planet, sondern ein einziges riesiges Franchise geworden. Nachdem Lanfeust von Troy so erfolgreich wurde und den Troll von Troy als Spin-Off gebar, wurde Lanfeust nicht nur zu den Sternen geschickt, es wurden auch mehrere andere Serien entwickelt, welche die Geschichte von Troy und die Abenteuer von unterschiedlichsten Charakteren beleuchten. Einige dieser Serien sind bislang noch gar nicht auf Deutsch erhältlich. Wenn man aber Die Kriegerinnen von Troy als Beispiel für noch fehlende Bände nimmt, dann ist auch äußerste Vorsicht angeraten.
Die fantasiereiche Welt von Dyfed steht vor einer
unheimlichen Bedrohung: Fedath, der Herr der Finsternis, stürzt mit einer enorm
großen Armee von Orks und anderen bösen Gestalten die Länder in den Krieg.
Verbündete Menschen, Elfen und Zwerge stellen sich dem übermächtigen Gegner in
den Weg und verteidigen ihre Gebiete in großen Schlachten. An ihrer Seite
kämpft auch Bran, ein weiser Magier, der
Ein Ausflug ins wunderbare Fantasiereich von David Petersens Mouse Guard ist immer eine Besonderheit und ein mit Spannung erwartetes Leseerlebnis. Petersen führte seine Mauswächter in den beiden ersten, regulären Bänden der Reihe durch den stürmischen Herbst und den kalten Winter des Jahres 1152. Bevor jedoch die nächste Jahreszeit für die mit Umhang und Schwert ausgerüsteten Nager anbricht, liegt mit Legenden der Wächter eine illustre Anthologie vor.
Eric Powells Serie The Goon ist bekannt für ihre Noir-Atmosphäre, die mit Horror, Pulp und Humor angereichert wird. Das ist manchmal ziemlich abstrus, aber die Reihe hat den unbedingten Willen zum Trash und will auch gar nichts anderes als zu unterhalten und Spaß zu machen. Der Humor geht allerdings manchmal sehr in die Bereiche von Flatulenz-Gags wie bei den Filmen der Farrelly-Brüder. Der neue Band von The Goon ist anders. Er wurde von vornherein als Graphic Novel konzipiert, er steht außerhalb der Serie und folgt auch nicht deren Kontinuität. Vielmehr wird hier die Vergangenheit des Goon beleuchtet und manche Handlungslücke geschlossen. Schon im allerersten Band der Reihe wurden die traumatischen Ereignisse in